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SOCIAL TRADING - Gemeinsam mehr erreichen

Derivate Magazin - Indizes - 01.01.2014

[Derivate Magazin I Oguz Calli] - Soziale Netzwerke sind ein wichtiger Teil unserer Informationsgesellschaft und haben unsere Kommunikationsgewohnheiten ver√§ndert. Die Idee von Netzgemeinschaften hat auch die Finanzm√§rkte erreicht. Bereits in der Euphorie der Internethausse haben sich zahlreiche Anleger in Foren lebhaft √ľber Aktien ausgetauscht. Mittlerweile bietet das Web 2.0 viel mehr Anwendungsm√∂glichkeiten, um wirkungsvoller mit anderen zu interagieren.

Nach dem Motto ‚ÄěGemeinsam mehr erreichen‚Äú hat sich das Social Trading etabliert, wobei die Mitglieder auf den Plattformen nicht nur diskutieren, sondern auch die Gelegenheiten des Online Trading gemeinsam nutzen k√∂nnen. Die soziale Art des Tradens ist nicht nur salonf√§hig geworden, sondern birgt auch das Potenzial in sich, die Tradinglandschaft einschneidend zu ver√§ndern.

Social Networking und Online Trading

‚ÄúSoziales Netzwerken‚ÄĚ plus ‚ÄúOnline Trading‚ÄĚ macht gleich ‚ÄúSocial Trading‚Äú; in dieser Formel lie√üe sich der Begriff vereinfacht zusammenfassen. Die rasante Verbreitung von Anbietern sozialer Netzwerke in den letzten Jahren hat vor den B√∂rsianer-Communitys im Internet keinen Halt gemacht. Insbesondere bei den Privatanlegern erfreuen sich derartige Internet-Plattformen wachsender Beliebtheit. Der Trend zum Social Trading hat vor mehreren Jahren angesetzt, wobei diese Bezeichnung in den verschiedensten Zusammenh√§ngen verwendet wird. Von Finanzforen, in denen die neuesten Aktientipps ausgetauscht werden, √ľber anonyme Signalverk√§ufe bis hin zu Plattformen, die Trades f√ľr die anderen Mitglieder detailliert sichtbar machen. An dieser Stelle sind unter Social Trading vor allem derartige Portale gemeint, bei denen es m√∂glich ist, an den Gewinnen erfolgreicher Trader teilzuhaben. Dabei agieren die Trader √∂ffentlich, sodass die Performance und die Details der K√§ufe und Verk√§ufe von den anderen Usern einsehbar sind. Wer an der Handelsstrategie eines bestimmten H√§ndlers interessiert ist, hat die M√∂glichkeit, ihm zu folgen bzw. den Trade zu kopieren. Der Vorgang kann entweder manuell vorgenommen oder durch entsprechende Einstellungen auch automatisiert werden. Der Trader, dem der Anleger quasi sein Geld zur Verf√ľgung stellt, erh√§lt im Fall eines Gewinns eine Erfolgspr√§mie. Wenn der Trader einen Gewinn macht, profitiert der Anleger, der ihm gefolgt ist, und der Betreiber der Plattform verdient ebenfalls. Eine Win-Win-Situation f√ľr alle beteiligten Parteien.

Expertise sucht Kapital

Das Geschehen auf den Kapitalm√§rkten zu verfolgen, ist eine zeitaufw√§ndige Angelegenheit. Zudem sind gewisse Fachkenntnisse erforderlich, um M√§rkte angemessen analysieren und daraus eine Handelsstrategie entwickeln zu k√∂nnen. Der Anleger, der eine bestimmte Investitionssumme beim ausgesuchten H√§ndler investiert, √ľbertr√§gt dann auch den damit verbundenen Arbeitsaufwand auf ihn. Dieser Aspekt des bequem verdienten Geldes mag f√ľr einige Anleger wichtig sein, doch steht er nicht im Vordergrund des Social Trading. Ganz im Gegenteil: Der Austausch von Informationen, Investmentideen und Strategien spielt f√ľr die meisten eine zentrale Rolle. Die Mitglieder werden mit unterschiedlichen Ansichten und Blickwinkeln konfrontiert, was den Blick auf das Gesamtbild sch√§rfen kann.

Auswahlstrategien

Bevor sich ein Anleger bei einem Social-Trading-Anbieter anmeldet, sollte er zuerst darauf achten, dass gewisse Qualit√§tsanforderungen erf√ľllt werden. In erster Linie geh√∂rt dazu, dass sich die Trader, denen gefolgt werden kann, im Vorfeld qualifizieren oder ihr Kenntnis-, Performance- oder Erfahrungsstand in jeweilige Kategorien eingeteilt wird. Dieses Prozedere wird in der Regel von allen Betreibern der renommierten Social-Trading-Plattformen durchgef√ľhrt. Bei ayondo beispielshalber starten alle neuen Trader in Level 1 (Street Trader) und k√∂nnen sich unter Erf√ľllung steigender Anforderungen an Performance und Risiko bis ganz nach oben arbeiten. Die zu erf√ľllenden Anforderungen richten sich etwa nach maximalem Verlust, Mindestrendite, Mindestanzahl an Trades in vorgegebenen Zeitintervallen etc. Nachweise f√ľr Track-Records (Erfolgsbilanz), die vor einigen Jahren noch von Wirtschaftspr√ľfern in komplizierten und kostspieligen Verfahren erstellt werden mussten, geh√∂ren durch diese Verfahren auch weitgehend der Vergangenheit an. Viele kleine, aber auch gro√üe Assetmanager nutzen diese M√∂glichkeiten, um die Effektivit√§t ihrer Strategie bei Interessenten vorzustellen.

Naturgem√§√ü besteht das Ziel beim Social Trading f√ľr den Anleger darin, Trader auszusuchen, die best√§ndig hohe Renditen erwirtschaften. Um dem Teilnehmer die Orientierung zu erleichtern, werden Ranglisten erstellt und publiziert. Am naheliegendsten erscheint es zun√§chst, dem Trader zu folgen, der auf dem ersten Platz steht. In einem bestimmten Zeitraum hat er immerhin die h√∂chsten Renditen erzielt. Seine guten Leistungen sprechen sich in der virtuellen Profitgemeinschaft meist schnell herum, und die Gefolgschaft w√§chst. Wenn er sich unter Beweis gestellt hat und ihm viele Leute ihr Vertrauen schenken, sind das scheinbar sehr gute Gr√ľnde, sich nicht nur an seine Fersen zu heften, sondern ihm √ľberdies Anlagegelder zur Verf√ľgung zu stellen.

Dass die Performance der honorierten Top-Trader f√ľr sich spricht und sich so viele Follower doch nicht irren k√∂nnen, erscheint auf den ersten Blick, wie bereits erw√§hnt, als erfolgversprechender Ansatz. Doch wom√∂glich geht die Strategie des Traders nicht mehr auf, wenn die Volatilit√§t zunimmt oder die Kurse schlagartig einbrechen. Beispielsweise k√∂nnte das Trendfolge-Modell sehr gut in einem Aufw√§rtstrend funktionieren, jedoch in einem Seitw√§rtsmarkt √ľberwiegend Verluste einfahren. Oder ein Trader k√∂nnte seine au√üerordentliche Rendite unter sehr hohen Risiken erzielt haben. In diesem Falle w√ľrde der Investor ebenfalls an hochriskanten Gesch√§ften teilnehmen, die normalerweise nicht seinem Anlegerprofil entsprechen. Die Exempel zeigen, dass die Aussagef√§higkeit derartiger Ranglisten mit dem n√∂tigen Ma√ü an Skepsis zu betrachten bleibt.

Kennzahlen

F√ľr eine effiziente Entwicklung und Umsetzung von Handelsstrategien ist es ma√ügeblich, dass das Risiko im Blick behalten und gemanagt wird. Neben den Renditekennzahlen werden auch diverse Risikokennziffern ver√∂ffentlicht. Anhand der Analyse des Zahlenwerks kann der Anleger nach Tradern suchen, die seine eigene Anlagephilosophie widerspiegeln sowie seinen individuellen Anspr√ľchen und Bed√ľrfnissen gerecht werden. Beispielsweise kann das Mitglied die erzielte Performance in einem bestimmten Zeitraum oder die Anzahl der Follower abfragen. Weiterhin k√∂nnen auch bestimmte Trader, die man als interessant betrachtet, zun√§chst auf einer Watchlist beobachtet werden. Es besteht in der Regel die M√∂glichkeit, die Kennzahlen und Informationen je nach pers√∂nlichen W√ľnschen in einer Suchabfrage zu kombinieren.


Quelle: www.wikifolio.com. Wikifolio bietet einfache und √ľbersichtliche Suchfunktionen an. Die Suchanfragen sind nutzerfreundlich und schnell kombinierbar bzw. abrufbar.

Eine der wichtigsten und meist beachteten Kennzahlen stammt aus dem Risiko-Management und ist der sogenannte Drawdown. Der maximale Drawdown zeigt den prozentualen Verlust zwischen dem h√∂chsten Punkt und dem niedrigsten Punkt eines Performanceverlaufes in einer bestimmten Periode an. An dem Risikoma√ü l√§sst sich neben dem maximalen Verlust zudem ablesen, wie lange die R√ľckgangphase dauerte und in welchem Zeitraum das Defizit wieder aufgeholt werden konnte.


Quelle: www.ayondo.com. Bei diesem Profil auf ayondo sind wichtige Kennzahlen wie Performance, Maximum Drawdown und Volatilität sowie der prozentuale Anteil an Gewinntrades auf einen Blick ersichtlich.

Auf den jeweiligen Plattformen werden teils Handelsstrategien als Musterdepots ver√∂ffentlicht, ohne dass wirkliche Investitionen dahinterstehen. Aus der Behavioral Finance, der verhaltensorientierten Kapitalmarktforschung, ist bekannt, dass sich die Wahrnehmung bzw. das Verhalten des Anlegers √§ndert, sobald er mit realem Geld investiert ist. Beispielsweise nimmt unter solchen Bedingungen der Stressfaktor zu oder bestimmte Ereignisse werden selektiv(er) wahrgenommen. Dadurch steigt der Einfluss auf die Informationsverarbeitung dahingehend, dass er eher zu psychologisch bedingten Anlagefehlern neigt. In diesem Zusammenhang bietet wikifolio die sogenannte ‚ÄěReal Money‚Äú-Kennzahl an, wenn der Trader mit mindestens 5000 Euro in sein eigenes Portfolio investiert ist. Damit gibt er gleicherma√üen zu verstehen, dass er in seine eigene Handelsstrategie vertraut.

Die Suche nach Tradern, die den pers√∂nlich bevorzugten Vorstellungen bez√ľglich Rendite und Risikobereitschaft entsprechen, ist mit Rechercheleistung verbunden. Nachdem Trader mit einer durchdachten Strategie, die auf l√§ngere Sicht solide Gewinne einf√§hrt und Risiken auf gew√ľnschte Weise minimiert, ausfindig gemacht wurden, sollte seine Strategie und Performance kontinuierlich kritisch √ľberpr√ľft werden. Wenn sich seine Vorgehensweise √§ndern oder die angestrebten Renditen nicht einstellen sollten, ist Flexibilit√§t gefragt. Sich als Follower von ihm zu trennen und nach einem passenderen umzusehen, ist dann gegebenenfalls ein angebrachter Schritt. Die auf Devisen spezialisierte Plattform Tradency geht auf die Strategien systematisch ein. Dabei analysieren Programme mit dem sogenannten ‚ÄěStrategie-Filter‚Äú gem√§√ü der Trading-Kriterien geeignete Strategien. Das Feature ‚ÄěStrategie-Effizienz‚Äú unterst√ľtzt den Anleger dabei, eine auf detaillierten Informationen aufbauende fundierte Auswahl zu treffen. Unter diesen Gesichtspunkten sind die Kennzahlenanalyse und intelligente Filterprogramme zweckdienliche Instrumente zur Beurteilung des Chance/Risiko-Verh√§ltnisses und der darauf beruhenden R√ľckschl√ľsse auf die eigene Anlagestrategie.

Herdentrieb versus Schwarmintelligenz

Im Jahre 1906 besuchte der britische Naturforscher Francis Galton eine Ausstellung f√ľr Schlachtvieh und Gefl√ľgel im Westen Englands. Dort fand j√§hrlich ein Wettbewerb statt, bei dem das Gewicht eines Ochsen gesch√§tzt wurde. Galton ging wie die meisten davon aus, dass Sachkundige, also Metzger, Viehh√§ndler etc., eine genauere Sch√§tzung abgeben w√ľrden als die teilnehmenden Laien. Als er alle 787 get√§tigten Sch√§tzungen analysierte, wurde Galton, der √ľbrigens ein Cousin des Evolutionstheoretikers Charles Darwin war, mit etwas Unerwartetem konfrontiert: Der Durchschnitt lag bei 1197 Pfund, w√§hrend das tats√§chliche Gewicht des Ochsen mit 1198 Pfund gemessen wurde. Dieser Wert war damit n√§her an dem wirklichen Gewicht als die beste Einzelsch√§tzung des Gewinners, die bei 1207 Pfund lag. Er wollte an sich mit dem Experiment beweisen, dass die Masse, die zum Gro√üteil aus Unkundigen besteht, schlechter abschneiden bzw. ‚Äěd√ľmmer‚Äú sein m√ľsse als die Fachleute. Nach diesem Versuch revidierte der vielseitige Forscher jedoch seine Meinung; nun ging er von einer ‚Äěkollektiven Weisheit bzw. Intelligenz‚Äú der Massen aus.

Soziale Netzwerke werden oft mit einer ‚ÄěWeisheit der Vielen‚Äú oder der Schwarmintelligenz aus dem Tierreich in Verbindung gebracht. Es werden Vergleiche mit √§u√üerst effizient vorgehenden Bienenschw√§rmen oder Ameisenkolonien hergestellt. Andererseits ist als massen- bzw. sozialpsychologischer Aspekt das Thema Herdenverhalten an den B√∂rsenm√§rkten gemeinhin ein wohlbekanntes. Die emotionalen Ansteckungseffekte der Massen, die zu Kurs√ľbertreibungen nach oben oder zu dynamisierenden Beschleunigungen der Abw√§rtsbewegungen in Crashs f√ľhren, geh√∂ren zu den potenziellen Risiken des allgemeinen B√∂rsengeschehens. Dass es stets gelingt, irrationalem Herdenverhalten durch die postulierte Schwarmintelligenz der sozialen Netzwerke zwangsl√§ufig entgegenwirken zu k√∂nnen, sollte der Anleger nicht partout voraussetzen. Die Erhebungen von allgemeinen, repr√§sentativ erhobenen Stimmungsindikatoren zeigen in der Regel eine gro√üe Korrelation zu den Ergebnissen, die durch Abstimmungen in sozialen B√∂rsianer-Netzwerken ermittelt werden. Die Mechanismen eines irrationalen Herdenverhaltens schlagen nicht selten auch auf die vermeintliche Schwarmintelligenz durch.

Geteilt ‚Äď aber verzerrt

Grunds√§tzlich nehmen wir wegen der beschr√§nkten Aufnahmekapazit√§t des Gehirns aussondernd wahr. Unsere Erwartungshaltung beeinflusst unsere tats√§chliche Wahrnehmung. Diese selektive Wahrnehmung beruht aber sehr h√§ufig auch darauf, dass manche Informationen gar nicht wahrgenommen werden wollen. Gegenargumente werden hierbei vernachl√§ssigt oder verdr√§ngt. Die Neigung, die vereinfacht gesagt dazu f√ľhrt, dass wir nur das sehen, was wir sehen wollen, spielt eine zentrale Rolle bei der menschlichen Informationsverarbeitung. Beim Wissens- und Informationsaustausch in sozialen Netzwerken verbreiten sich aufgrund dessen auch derartig wahrnehmungsverzerrte Informationen. In diesem Kontext ist in der Psychologie der Effekt des ‚ÄěShared Information Bias‚Äú (geteilte Informationsverzerrung) bekannt. Darunter wird die Tendenz von Gruppenmitgliedern ‚Äď im vorliegenden Fall Mitgliedern einer Masse ‚Äď verstanden, mehr Zeit und Energie daf√ľr zu verwenden, um √ľber Informationen zu diskutieren, die allgemein bekannt sind, wobei die Informationen, deren sich nur wenige bewusst sind, kaum oder gar nicht ber√ľcksichtigt werden. Ungeteilte oder rudiment√§r geteilte Informationen, die im Grunde aufschlussreich sind, gehen unter, weil das Netzwerk darauf bedacht ist, einen Konsens zu erreichen. Der Austausch von Anlagestrategien, Sichtweisen, Markteinsch√§tzungen oder Investitionsm√∂glichkeiten ist durch die Mainstream-Meinung stark beeinflusst und kommt der menschlichen Neigung, selektiv wahrzunehmen, entgegen.

Um von der kollektiven Erfahrung des sozialen Netzwerks zu profitieren, k√∂nnen die darin flie√üenden Informationen f√ľr eine ganzheitliche Betrachtung genutzt werden. Dazu sollte der Trader bzw. der Anleger bewusst und aktiv mehr Zeit darauf verwenden, insbesondere nonkonforme Meinungen, die nur vereinzelt oder gar nicht er√∂rtert werden, mehr zu beachten. Er sollte gezielt nach Tradern bzw. Foren suchen, die Meinungen aufgreifen, die dem gemeinhin herrschenden Mainstream-Denken entgegenstehen. F√ľr denjenigen Trader, der eine antizyklische Strategie anwenden m√∂chte, bietet der Broker XTB den sogenannten ‚ÄěContra-Copy‚Äú an. Dabei wird das Gegenteil eines bereits platzierten Trades ausgef√ľhrt. Ein Trade, der die Mehrheitsmeinung widerspiegelt, kann hier als Kontraindikator bzw. ‚ÄěContra-Trade‚Äú platziert werden. Unabh√§ngig davon, ob es sich um klassische Recherche in den Medien oder in einem sozialen Netzwerk handelt, ist es letztendlich vom Einzelnen abh√§ngig, ob die jeweiligen Informationen umf√§nglich genutzt werden k√∂nnen.

Tageb√ľcher anderer

Informationsstrategisch gesehen, kann das soziale Netzwerk, das im Vergleich zu dem weltweiten B√∂rsenhandel geradezu einen Mikrokosmos abbildet, ein wahrer Fundus an frischen und unorthodoxen Sichtweisen jenseits der klassischen B√∂rsenmedien sein. Vor allem dass die Trader ihre Strategien und Motive √∂ffentlich erl√§utern, ist eine Besonderheit beim Social Trading. Sie f√ľhren quasi eine Art B√∂rsentagebuch ‚Äď was f√ľr B√∂rsianer im Allgemeinen √ľbrigens sehr empfehlenswert ist ‚Äď, das jedes Mitglied einsehen kann. Die zahlreichen Trader beschreiben ihre unterschiedlichen Interpretationen der Marktlage und geben ihre Prognosen ab. Von den publizierten Gedanken k√∂nnen alle Mitglieder profitieren. Sie k√∂nnen dadurch ihre eigene Sichtweise hinterfragen, Diskussionen ansto√üen oder schlicht von erfahrenen Tradern lernen.

Die Transparenz und der ungezwungene Umgang mit Informationen ist ein hervorstechender Vorteil des Social Trading. Ob die Strategien in den Handelsergebnissen aufgehen, l√§sst sich unmittelbar √ľberpr√ľfen. Transparenz und Aktualit√§t erg√§nzen sich in einer bisher noch nie dagewesenen Form. Daytrader oder Newstrader k√∂nnen in besonderem Ma√üe davon profitieren, weil die Verfolgung von Nachrichteneinfl√ľssen auf das B√∂rsengeschehen und die jeweiligen Handelsaktivit√§ten in Echtzeit stattfinden. Kooperationen der Social-Trading-Plattformen mit Brokern erm√∂glichen zudem den Service von aktuellen Kursen und stark marktbeeinflussenden (Eil-) Meldungen.

Informatives Geschäftsmodell

Besonders diejenigen Trader, die viele Anh√§nger haben und f√ľr die das Social Trading eine wichtige Einnahmequelle darstellt, sollten den Investoren und Interessenten kontinuierlich Informationen zum aktuellen Stand liefern ‚Äď gewisserma√üen als unternehmerischen Marketingservice. Auch wenn der Trader aus handelsstrategischen Gr√ľnden eine Zeitlang nicht oder sehr viel weniger handelt, sollte er seine Beweggr√ľnde daf√ľr ebenfalls mitteilen. Seine Anleger f√ľhlen sich dann nicht alleingelassen, sondern wissen die konstanten Ausf√ľhrungen vielmehr zu sch√§tzen.

Diversifikation

‚ÄěNicht alle Eier in einen Korb legen‚Äú lautet eine fundamentale Investmentstrategie. Die Diversifikation bzw. die Streuung des Verm√∂gens in verschiedene Anlageklassen ist in der Branche ein Gemeinplatz. Beim Social Trading sollte die Diversifikationsstrategie in zwei Schritte unterteilt werden. Im ersten Schritt steht herk√∂mmlicherweise die √úberlegung, wieviel Prozent des Gesamtverm√∂gens die Social-Trading-Investitionen ausmachen sollen. Zu den wichtigsten Faktoren bei solchen Entscheidungen geh√∂ren auch die Fragen, welcher Betrag eingesetzt wird und ob diese Anlagem√∂glichkeit im spekulativen oder konservativen Teil des Depots anzusiedeln ist. Ein Investor, der 100 000 Euro sicherheitsbewusst anlegen m√∂chte, hat andere Pr√§missen als einer, der gedenkt, 1000 Euro hochspekulativ anzulegen.

Beim Einstieg in eine Position sollte der Anleger zudem beachten, dass die H√∂he der eigenen Investition sowie das Handelsvolumen der Portfolios weitere Auswirkungen mit sich bringen, die eine differenzierte Betrachtung notwendig machen. Beispielsweise gibt es Trader, die mehrere Portfolios er√∂ffnen; wenn etwa von zehn er√∂ffneten Portfolios nur zwei gut laufen, wird der Trader diese in den Vordergrund stellen, obwohl er keine klare Strategie verfolgt, sondern einfach nur alle M√∂glichkeiten quasi ausprobiert hat. Wenn auch nur zwei Portfolios angelegt werden, bei der eines auf steigende und das andere auf fallende Kurse setzt, kommt der gleiche Effekt zustande. Die Vorgehensweise ist an die sogenannte Straddle-Strategie angelehnt, die im Grunde aus der Optionsscheinstrategie stammt. Es werden Call- und Put-Optionsscheine, die jeweils von steigenden bzw. fallenden Kursen profitieren, (zum selben Basiswert) gleichzeitig gekauft. Dabei gleichen sich die Verluste des einen durch die Gewinne des anderen Scheins aus, wobei erhoffte gro√üe Kursschwankungen in die eine oder andere Richtung mit entsprechenden Profiten einhergehen, da sie die Geb√ľhren f√ľr den Erwerb beider Scheine √ľbersteigen. Der Anleger muss also genau analysieren, ob der Trader eine handfeste Strategie anwendet oder ob er einfach nur alle m√∂glichen Optionen ausprobiert und die erfolgreichen zur Schau stellt.

Ebenfalls zu beachten ist, dass die H√∂he der Investitionssumme sich auf die Ausf√ľhrung von Orders auswirkt. Je h√∂her der Betrag ist, desto schwerf√§lliger wird die Abwicklung der Order. Bei einer Platzierung einer Order mit z. B. 10 000 Euro ist der Trader flexibler als mit einer Order √ľber 200 000 Euro. Zudem ist dabei die Problematik der sogenannten Slippage gegeben. Dabei wird das gesetzte Limit zu einem ung√ľnstigeren Preis ausgef√ľhrt. Der erwartete Kurs weicht vom tats√§chlich abgerechneten Kurs ab. Die Ausf√ľhrungsprinzipien im B√∂rsenhandel k√∂nnen also die Festsetzung eines gew√ľnschten bzw. eingegebenen Betrags nachteilig beeinflussen, je h√∂her der Investitionsbetrag ist.


Quelle: www.wikifolio.com. In der Graphik ‚ÄěKrisensichere Investments‚Äú ist ein Beispiel abgebildet, das f√ľr den sicherheitsbewussten Anleger interessant ist. Der User erh√§lt unter anderem Informationen √ľber die Strategie, Zusammenstellung und Performance des wikifolios.

Im zweiten Schritt gilt f√ľr die ausgew√§hlten Trader das Gleiche, was f√ľr die Anlagen ebenfalls gilt: Das Risiko muss gestreut werden. Die Handelsstrategien sind von Trader zu Trader sehr unterschiedlich. Aufgrund der individuell angewandten Methoden haben die einzelnen H√§ndler in den jeweiligen Marktphasen oft ihre St√§rken und Schw√§chen. In diesem Sinne ist es wichtig zu beobachten, wie sich die verschiedenen Trader in den jeweiligen B√∂rsenphasen eines Aufw√§rts- oder Abw√§rtstrends und in Seitw√§rtsbewegungen verhalten. Welcher Trader bewahrt in nerv√∂sen Marktphasen bzw. w√§hrend eines Crashs einen k√ľhlen Kopf und setzt w√§hrenddessen ein erfolgreiches Risikomanagement um? Welcher Trader hat ein gutes Gesp√ľr daf√ľr, √úbertreibungsphasen zu erkennen? Aus der Beantwortung dieser und √§hnlicher Fragen l√§sst sich ableiten, wer in welcher Marktlage zu bevorzugen ist. Tradency beispielsweise bietet mit ‚ÄěTading-Portfolio‚Äú ein Tool an, welches ausgew√§hlte Trading-Strategien mit automatischem Spiegeln von Trades verbindet, um zu einer ausgeglichenen Diversifikation beizusteuern. Im Rahmen der Anlagestrategie ist mit derartigen Schritten eine umfangreiche Ausgangslage geschaffen, bei Bedarf gezielter und flexibler umzuschichten.

Die 10 Regeln des Social Trading

1. Machen Sie zu Beginn einen Anbieter-Check.
Machen Sie sich mit Bedienfunktionen vertraut; kommen Sie damit zurecht? Lesen Sie sich die AGBs gr√ľndlich durch. Sagen Ihnen bspw. die Kostenstrukturen zu? Nutzen Sie Angebote von Testphasen bzw. Demokonten. Setzen Sie sich mit den Serviceangeboten sowie ihren Vor- und Nachteilen aus Ihrer Sicht auseinander. Wer z. B. Devisen handeln m√∂chte, die von Montag bis Freitag 24 Stunden am Tag gehandelt werden k√∂nnen, sollte gegebenenfalls darauf achten, dass die Hotline wie bei dem Broker GKFX rund um die Uhr besetzt ist. Der Broker XTB etwa bietet individuelle Betreuung durch pers√∂nliche Tradingexperten.

2. Achten Sie auf ‚ÄěErfahrungs‚Äú-Werte.
Auf den Plattformen gibt es viele Anbieter von Strategien. Achten Sie darauf, dass der Trader, dem Sie folgen, neben einer guten Performance auch Erfahrung mitbringt. Ayondo beispielsweise gliedert die Trader in f√ľnf Karrierestufen ein.

3. Finden Sie den Trader mit passendem Chance/Risiko-Verhältnis.
Machen Sie sich bewusst, welche Rendite sie anstreben, welches Risiko Sie bereit sind einzugehen und wie es um Ihren Zeithorizont beschaffen ist. Suchen Sie nach denjenigen Tradern, die Ihren diesbez√ľglichen Anforderungen am ehesten gerecht werden.

4. Analysieren Sie Kennzahlen, um die Trader-Leistung zu beurteilen.
Analysieren Sie die Leistung der Trader mithilfe von Risikokennziffern. Das Problem der meisten Trader, warum sie scheitern, liegt in einem mangelnden Risiko-Management. Daher ist vor allem der maximale Drawdown von großer Signifikanz bei der Beurteilung.

5. Bevorzugen Sie Real-Money-Trader.
Trader, die ihr eigenes Geld einsetzen, signalisieren ihr Vertrauen in ihre Strategie. Wenn Real-Money-Trader fortw√§hrend robuste Gewinne erzielen, spricht das f√ľr einen Typus von H√§ndler, der es versteht, sein Money- und Risikomanagement unter Realbedingungen diszipliniert umzusetzen ‚Äď so, wie es von richtigen Profis erwartet wird.

6. √úberpr√ľfen Sie die Leistungen der Trader permanent und kritisch.
Ein Trader, der √ľber viel Wissen und Erfahrung verf√ľgt, ist noch keine Garantie f√ľr stetige und ununterbrochene Gewinne. Seien Sie gegebenenfalls dazu bereit, sich (vorl√§ufig) von ihm zu trennen, auch wenn er Ihnen in Vergangenheit gute Gewinne gebracht hat. Arbeiten Sie mit Watchlists, auf denen Sie die verschiedenen Trader ‚Äď denen Sie fr√ľher gefolgt sind oder deren Strategie Sie interessant finden ‚Äď fortlaufend beobachten.

7. Seien Sie flexibel ‚Äď schichten Sie marktphasenabh√§ngig um.
Ein Trader, der im Boom genauso erfolgreich ist wie im Crash oder in Seitw√§rtsphasen, ist ein wahrer Gl√ľcksgriff. Doch h√§ufig neigen Trader dazu, in den verschiedenen B√∂rsenphasen ihre St√§rken und Schw√§chen zu entwickeln. Beziehen Sie die Individualit√§t der Trader in ihre Diversifikationsstrategie mit ein.

8. Managen Sie Ihr Risiko aktiv.
Ein ausgewählter Trader mag sorgfältig auf die Umsetzung eines konsequenten Risiko-Managements achten. Dennoch sollte nach Möglichkeit nicht auf zusätzlich angebotene Sicherheitsmechanismen verzichtet werden. Ayondo beispielsweise bietet die sogenannte "Loss-Protection" (eine Art automatisch greifende Verlustbegrenzungsmarke zum Schutz der Kontosubstanz) an. Oder XTB bietet garantierte Stops während der Handelszeiten.

9. Lernen Sie kontinuierlich hinzu.
Das Trading bzw. das gesamte B√∂rsenwesen ist ein komplexes Gebilde, das ein gewisses Verst√§ndnis f√ľr die Zusammenh√§nge erfordert. Um eine planvolle Handelsstrategie entwickeln zu k√∂nnen, sind Fachkenntnisse von gro√üer Bedeutung. Weniger erfahrene Anleger ben√∂tigen einen bestimmten Wissensstand, um die passenden Trader heraussuchen zu k√∂nnen. Beispielsweise bieten die Broker GKFX oder XTB eine Reihe von Webinar-Angeboten, in denen spezielle Themen behandelt werden. XTB veranstaltet auch Live-Trading-Seminare, wo der Teilnehmer vor Ort und unmittelbar an dem Geschehen teilnehmen und sich die Beweggr√ľnde erl√§utern lassen kann.

10. Setzen Sie sich mit abweichenden Meinungen auseinander.
Picken Sie nicht nur diejenigen Meinungen aus den Foren und Kommentaren sowie aus den Medien heraus, die Ihre Meinung best√§tigen und Ihren Erwartungen entsprechen. Das Gemeinschaftsgef√ľhl eines sozialen Netzwerks verleitet h√§ufig dazu. Den "advocatus diaboli" zu spielen, um die eigene Meinung kritisch zu hinterfragen, ist b√∂rsenpsychologisch betrachtet eine ad√§quate Strategie, um der selektiven Wahrnehmung entgegenzuwirken.

Banken und Finanzprodukte

Die Finanzkrise hat ihre Spuren hinterlassen und besch√§ftigt die Weltwirtschaft immer noch. Ein Faktor, der daf√ľr sorgte, dass es √ľberhaupt zu den Verwerfungen kommen konnte, bestand in komplex strukturierten Zertifikaten, die die US-amerikanische Immobilienbranche betrafen. Sie waren so kompliziert zusammengesetzt, dass sogar viele Fachleute ‚Äď geschweige denn Branchenfremde ‚Äď ihre Funktionsweise nicht verstehen oder nachvollziehen konnten. Eine Konsequenz dessen war, dass zahlreiche Anleger, die ihren Banken oder Fondsanbietern vorher vertraut hatten, entt√§uscht wurden. Seitdem werden strukturierte Zertifikate oder undurchsichtige Hedgefonds vermehrt mit einer Skepsis hervorrufenden Aversion betrachtet. Die Intransparenz der komplexen Anlageprodukte, die den Kunden auch teils mit sehr fragw√ľrdigen Methoden verkauft wurden, hat die Glaubw√ľrdigkeit der Finanzinstitute ersch√ľttert und zu einem Imageschaden gef√ľhrt.

Dass Social Trading verst√§rkt auf Resonanz st√∂√üt und an Beliebtheit gewinnt, liegt vor allem auch daran, dass die allgemeine Funktionsweise des Produkts leicht verst√§ndlich ist und dass gro√üe Transparenz geboten wird. Im Unterschied zu klassischen Anlageprodukten k√∂nnen Investoren sogar genaue Transaktionsdetails √ľber Kauf- und Verkaufszeitpunkte, aktuell laufende Investitionen oder das Zustandekommen der Preise einsehen. Zudem ist das Investieren, anders als bei Banken und Fondsgesellschaften, die oft wegen √ľbergezogener Geb√ľhrenpolitik kritisiert werden, sehr kosteng√ľnstig. Das Missbehagen bez√ľglich kompliziert strukturierter Zertifikate oder bedenklicher Kundenpraktiken gro√üer Finanzunternehmen macht das Social Trading zu einer pragmatischen Alternative. Dabei bietet die netzwerkorientierte Finanzinnovation dem Anleger noch weitere Vorteile. Einer dieser positiven Aspekte ist, dass der Anleger bereits mit relativen kleinen Betr√§gen einsteigen kann. Bei wikifolio oder ayondo beispielsweise sind Investitionen ab 100 Euro m√∂glich. Au√üerdem kommt hinzu, dass viele Kunden mit der Beratungsleistung ihrer Bank bzw. ihres Finanzdienstleisters unzufrieden sind. Praktisch gesagt, vertraut der Anleger gegebenenfalls der Meinungsauthentizit√§t eines Real Money Traders mehr als der des Beraters bei der Hausbank, der im Zweifelsfall eher seine Provision im Blick hat. Die verschiedenen Blickwinkel in den Foren bzw. Kommentaren der Social-Trading-Plattformen bieten umfangreiche Markteinsch√§tzungen, die einer professionellen Finanzberatung in Nichts nachstehen m√ľssen. Fragen, die an den Berater gestellt werden, k√∂nnen ebenso in der Gemeinschaft ausf√ľhrlich und meinungsvielf√§ltig diskutiert werden.

Jeder kann Fondsmanager werden

Aus Sicht des Traders tun sich beim Social Trading ebenfalls eine Reihe von zweckm√§√üigen M√∂glichkeiten auf. Zun√§chst kann er damit nat√ľrlich Geld verdienen und seinen Handel bequem und unkompliziert durchf√ľhren. Dar√ľber hinaus ist mit dem Social Trading weiterer Ideenreichtum verbunden, aus dem sich verwertbare Neuerungen entfalten. Zu den herausstechendsten Innovationen geh√∂rt die Gelegenheit f√ľr jeden, sein eigenes Wertpapier zu emittieren. Das Handelskonto des Traders wird mit einer eigenen ISIN (Internationale Identifikationsnummer f√ľr Wertpapiere) ausgestattet. Bei wikifolio kann der Anleger das Papier direkt √ľber die B√∂rse Stuttgart oder √ľber den D√ľsseldorfer Broker Lang & Schwarz erwerben. Die ISIN ist, wie jeder andere b√∂rsengelistete Anteilsschein ebenfalls, auf herk√∂mmliche Weise √ľber alle Banken und Broker handelbar. So kann jeder kosteng√ľnstig und komfortabel sein eigenes Finanzprodukt √ľber die Kapitalm√§rkte anbieten. Das stellt vor allem eine bahnbrechende Entwicklung f√ľr private erfahrene B√∂rsenakteure dar, die von ihrem Trading-Wissen auf relativ einfache Art und Weise profitieren wollen. Heiko M√ľller vom Broker Alpari, der mit TraderConnect dieses Jahr dessen eigene Social-Trading-Plattform eingef√ľhrt hat, die den Community-Charakter, und nicht die Verg√ľtung des Traders ganz klar in den Vordergrund stellt, bringt es auf den Punkt: ‚ÄěPrivatanleger werden mit Hilfe von Social Trading zunehmend in die Lage versetzt, wie Profis zu agieren.‚Äú

Fazit

Social Trading geh√∂rt zu den innovativsten Konzepten auf dem Finanzmarkt seit dem Aufkommen des Online Trading. Die Expertise und die Erfahrung der Trader bieten eine gute Basis, um in fundierte Anlagen zu investieren. Zudem kann sich der Investor im Austausch mit den anderen im B√∂rsendschungel besser orientieren sowie frische Anlageideen und Anregungen sammeln. F√ľr manch einen Investor mag es bequem und verlockend erscheinen, das Gef√ľhl der Verantwortung ein St√ľck weit abgeben und gleichzeitig Geld verdienen zu k√∂nnen. Doch auch wenn andere f√ľr den Anleger handeln, ist es notwendig, sich auszukennen. Letztendlich bleibt die Verantwortung f√ľr seine Investments bei ihm selbst. Daher sollte er bestrebt sein, sich in der Branche auszukennen, die Informationen in den sozialen Netzwerken ausgiebig zu nutzen und fortw√§hrend dazuzulernen.

Bei den verschiedenen Social-Trading-Anbietern ist es wichtig, denjenigen zu finden, der den individuellen Vorstellungen und Anforderungen am besten entspricht. Eine differenzierte Betrachtung k√∂nnte von der bevorzugten Anlageklasse abh√§ngig gemacht werden. Wer auf dem Gebiet der Devisen investieren m√∂chte, k√∂nnte sich beispielsweise Alpari als einen der global f√ľhrenden Devisenbroker anschauen. Auf wikifolio kommen Aktien- und ETF-Fans auf ihre Kosten, da hier eine gro√üe Plattform daf√ľr gegeben ist. Au√üerdem unterscheiden sich die verschiedenen Anbieter in ihren Kostenstrukturen und Gesch√§ftsbedingungen. Eine gr√ľndliche Analyse der Angebote ist ein erster wichtiger Schritt. Testphasen sollten genutzt werden, um den pers√∂nlichen Favoriten ausfindig machen zu k√∂nnen.


Quelle: www.traderconnect.com. W√§hrungsinvestoren kommen bei TraderConnect auf ihre Kosten. Bei dem Devisenspezialisten werden zahlreiche W√§hrungspaare gehandelt und von den Mitgliedern ausf√ľhrlich besprochen.

Die Social-Trading-Branche entwickelt sich rasant und ist dabei, einen Strukturwandel in der Finanzwelt auszul√∂sen. Social Trading ist ein ‚ÄěGame Changer‚Äú in der Branche; die Spielregeln √§ndern sich. Die Privatanleger emanzipieren sich von den klassischen Finanzunternehmen, was einen Demokratisierungsprozess weiter f√∂rdert. Der Paradigmenwechsel wird auch weiterhin f√ľr neue Innovationen sorgen, die vor allem dem aktiven privaten Investor entgegenkommen. Die Angebote werden in Zukunft sukzessive um weitere Anlageklassen erg√§nzt. Die Integration in Finanz- und Wirtschaftsportale, wie die Kooperation zwischen Wikifolio und OnVista oder das Zusammenwirken mit Brokern, wird neue Voraussetzungen schaffen. Die Abh√§ngigkeit von traditionellen Finanzinstitutionen wird sich verringern. Social Trading bedeutet, das Trading tatkr√§ftig und unabh√§ngig selbst, besser gesagt gemeinsam, in die Hand zu nehmen ‚Äď der Anleger und der Trader.


Tabelle: Verschiedene Social-Trading-Anbieter im direkten Vergleich. Darin enthalten ist auch das Unternehmen eToro, das seit 2007 einer der weltweiten Protagonisten war.

√úber den Autor Oguz Calli
Zur Person: Oguz Calli ist Behavioral-Finance-Experte und Gr√ľnder von SCIEPORT. Das Unternehmen wendet Analyse-Systeme auf Basis von Computerprogrammen an, die hochinnovative Ans√§tze wie die semantische Analyse integrieren. Die Schwerpunkte von SCIEPORT liegen auf b√∂rsenpsychologischen Handelsstrategien sowie der interdisziplin√§ren Analyse zukunftstechnologischer Branchen und Aktien. SCIEPORT analysiert ebenfalls Stimmungen in sozialen Netzwerken. Im Laufe des Jahres wird das Unternehmen ein eigenes Wertpapier auf Social-Trading-Basis anbieten. Weitere Informationen finden Sie unter www.scieport.com.

Dieser Artikel ist erschienen im Derivate Magazin. | Ausgabe 2 | 2013

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Charttechnischer Ausblick - DAX-Future (Kontrakt 06-18) - 14. KW 2018

LYNX Broker - Indizes - Analysen - 03.04.2018
Der DAX-Future (FDAX) konnte in der letzten Handelswoche die aktuellen Jahrestiefs nur f√ľr kurze Zeit geringf√ľgig ausbauen und tendierte danach, wie angenommen, in Richtung 12.000 und folgend knapp √ľber den Widerstand von 12.100 Punkten. ... mehr

ETFs: Suche nach Alternativen

Börse Frankfurt - Indizes - 03.04.2018
3. April 2018. FRANKFURT (B√∂rse Frankfurt). Der Start in den April ist an der B√∂rse gr√ľndlich misslungen: Vor Ostern war es noch nach oben gegangen, so kletterte der DAX am Gr√ľndonnerstag auf 12.096,73 Punkte. Am heutigen Dienstag sieht es vor dem Hintergrund schwacher US-B√∂rsen aber tiefrot aus, am Mittag notiert der DAX bei nur 11.962 Z√§hlern. Der sich versch√§rfende Handelsstreit zwischen den USA und China belastet: ... mehr

Euwax Trends: Nervosität nach Ostern: Verkaufsdruck bei Chip-Werten - Handelsstreit belastet den Aktienmarkt

Börse Stuttgart - Marktberichte - 03.04.2018
Die Kurse am deutschen Aktienmarkt rutschen nach Ostern erneut ab. So notiert der DAX aktuell bei 12.022 Punkten mit 0,6 Prozent im Minus. Das vorl√§ufige Tagestief wurde am Vormittag bei 11.913 Z√§hlern festgestellt. Nun ist also erneut die Marke von 12.000 Punkten, die der Leitindex erst am vergangenen Donnerstag zur√ľckerobert hatte, zeitweise nach unten durchbrochen worden. ... mehr

Charttechnischer Ausblick - S&P-Future (Kontrakt 06-18) - 14. KW 2018

LYNX Broker - Indizes - Analysen - 03.04.2018
Der S&P-Future zeigte in der vergangenen Handelswoche eine eher seitw√§rts tendierende Bewegung, mit der Marke von rund 2.660,00 Punkten als obere und dem Unterst√ľtzungsbereich 2.590,00 als untere Grenze. Geplante Verk√§ufe an Widerst√§nden hielten somit recht gute Trade-Szenarien bereit. ... mehr

Charttechnischer Ausblick - Bund-Future (Kontrakt 06-18) - 14. KW 2018

LYNX Broker - Bonds - Analysen - 03.04.2018
Ohne nennenswerte Anzeichen schob sich der Bund-Future in den vergangenen Handelstagen weiter nach oben und erreichte am Mittwoch das Wochenziel von knapp 159,75. Widerst√§nde in den aktuellen Kursbereichen stellten nur geringf√ľgige Hindernisse dar und konnten teilweise sauber durchsto√üen werden. ... mehr

Charttechnischer Ausblick - EUR/USD - 14. KW 2018

LYNX Broker - Forex - Analysen - 03.04.2018
Mit merklichem Momentum konnte sich der EUR/USD in der vergangenen Handelswoche √ľber die Hochs der vorletzten Handelswoche schieben, was zu interessanten Kaufchancen f√ľhrte. Mit dem Erreichen des Hochs von 1,2475 war der Aufw√§rtsmove jedoch wieder vorbei und der Wert fiel in die Schiebezone zwischen 1,2400 und 1,2250 zur√ľck. ... mehr

Tagesausblick Aktien: DAX wieder unter Druck

Helaba Floor Research - Indizes - 03.04.2018
Aktienmarkt Am Donnerstag ging der DAX bei 12.096,72 Z√§hlern aus dem Handel. Dies entsprach einem Plus in H√∂he von 1,3 Prozent. Anleger nutzen das zuvor reduzierte Kursniveau zum Einstieg, wenngleich auch das Quartalsende (Stichwort: ‚Äúwindow dressing‚Äú) eine wesentliche Rolle gespielt haben d√ľrfte. ... mehr

Henkel ‚Äď den DAX langfristig geschlagen

LYNX Broker - Indizes - Aktien - 03.04.2018
Fundamentalbetrachtung der Henkel AG Die Die Henkel AG & Co. KGaA verf√ľgt den eigenen Angaben zufolge weltweit √ľber ein diversifiziertes Portfolio mit starken Marken, Innovationen und Technologien in seinen drei Unternehmensbereichen. Im st√§rksten Konzernsegment Adhesive Technologies ‚Äď dem Klebstoffbereich ‚Äď mit einem Umsatzanteil von 47 Prozent gilt Henkel als globaler Marktf√ľhrer. ... mehr

Bund Future - Erwartete Trading Range: 158.57-160.07

Helaba Floor Research - Bonds - 03.04.2018
An den internationalen Finanzmärkten kehrte vorösterliche Ruhe ein. Nach einem von großer Verunsicherung und Nervosität geprägten Handelsverlauf standen im Handelsstreit der USA mit China die Zeichen auf Entspannung. Während der Ausverkauf an den Aktienbörsen zum Stillstand kam, legten auch festverzinsliche Papiere eine Verschnaufpause ein. ... mehr

Tagesausblick Renten/Devisen: Stimmungsindikatoren im Fokus

Helaba Floor Research - Forex - 03.04.2018
statistDie verk√ľrzte Handelswoche startet mit den Einkaufsmanagerindizes des Verarbeitenden Gewerbes in der Eurozone. Vorabsch√§tzungen in Deutschland und Frankreich lassen auf nachlassende Stimmungsumfragen schlie√üen. Auch der schwelende Handelskonflikt mit den USA k√∂nnte negativen Einfluss auf die Stimmung der Einkaufsmanager aus√ľben. ... mehr

Ripple (XRP): Bärische Ostern belasten den Kurs

DailyFX - Marktberichte - Kryptowährungen - 03.04.2018
Der bankennahe Token ist nicht gut auf Ostern zu sprechen. √úber die Feiertage hatte der Kurs zeitweise rund 14 Prozent ausgehend von Freitag nachgegeben. Dar√ľber hinaus steht die 0,50-US-Dollar-Marke aktuell unter Beschuss. Die Osterfeiertage konnten den Ripple-Kurs nicht befl√ľgeln. ... mehr

DAX: Unsicherheiten bleiben bestehen

IG Markets Research - Marktberichte - 03.04.2018
03.04.2018 ‚Äď 07:15 Uhr (Werbemitteilung): US-Pr√§sident Donald Trump bleibt auch weiterhin ein Risikofaktor f√ľr die Finanzm√§rkte. Der drohende Handelskrieg zwischen den Vereinigten Staaten und China d√ľrfte auch zu Beginn des zweiten Quartals das zentrale Thema sein. Vorb√∂rslich d√ľrfte der DAX mit deutlichen Kursabschl√§gen in die Woche starten. ... mehr

Neue ETFs: Dividendenstarke Aktien aus USA und weltweit

Börse Frankfurt - Trading Business - 03.04.2018
3. April 2018. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Die Deutsche Asset Management erweitert das Angebot an Exchange Traded Funds auf Xetra und im Frankfurter Parketthandel. Mit den zwei neuen Aktien-ETFs erhalten Anleger die Möglichkeit, an der Wertentwicklung von Unternehmen mit hoher Dividendenrendite und soliden Finanzkennzahlen zu partizipieren. ... mehr

Neuer ETF: Inflationsgesch√ľtzte US TIPS

Börse Frankfurt - Trading Business - 03.04.2018
3. April 2018. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Der Emittent iShares erweitert das Angebot an Renten-ETFs auf Xetra und an der Börse Frankfurt. Mit dem Rentenindex-ETF können Anleger an der Wertentwicklung von auf US-Dollar lautenden, inflationsindexierte Anleihen des US-Schatzamtes (US TIPS) partizipieren. ... mehr

Charttechnik: Bitcoin, Bitcoin Cash, Ethereum

Formationstrader I H. Esnaashari - Forex - Kryptowährungen - 02.04.2018
Video-Chartanalyse Kryptow√§hrungen Der Bitcoin-Preis l√§uft eine untergeordnete Unterst√ľtzung an. Von hier aus hat Preis Stabilisierungspotential. ... mehr

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