Wissen I Grundlagen Optionsscheine

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Grundlegende Begriffe

Grundlagen Optionsscheine

Basiswert:
Der Basiswert ist der Wert, auf den sich der Optionsschein bezieht.
Dies können sein
‚ÄĘ Aktien
‚ÄĘ Indizes
‚ÄĘ Rohstoffe
‚ÄĘ W√§hrungen
‚ÄĘ Zinsen

Basispreis (oder Aus√ľbungspreis):
Der Basispreis is der Preis, zu dem Sie sp√§ter Ihr recht auf den Kauf bzw. den Verkauf des Basiswertes aus√ľben k√∂nnen.
Ein Optionsschein mit einem Basispreis von 15 Euro f√ľr eine Aktie = Sie k√∂nnen die Aktie sp√§ter zu einem Preis von 15 Euro beziehen

Bezugsverhältnis (Optionsverhältnis):
Das Bezugsverh√§ltnis dr√ľckt aus, wieviele Einheiten des Basiswertes mit einem Optionsschein kaufen k√∂nnen.
Beispiel: Bezugsverh√§ltnis 1:10 = 1 Aktie:10 Optionsscheine, d.h. um sp√§ter eine Aktie beziehen zu k√∂nnen, m√ľssen Sie 10 Optionsscheine erwerben

Der Emittent:
Optionsscheine werden idR. von Banken ausgeben.
Diese werden dann als Emittenten bezeichnet und sorgen f√ľr die n√∂tige Liquidit√§t und die Preisfindung der Optionsscheine.

Out of Money/In the Money/At the Money:
Der aktuelle Kurs des Basiswertes liegt unter dem Basispreis des Optionsscheines:
F√ľr einen Kaufoptionsschein (Call) bedeutet das, das er "out of money", also aus dem Geld ist.
F√ľr einen Verkaufsoptionsschein (Put) heisst das, das er "in the money" ist, also sich im Geld befindet.
Der aktuelle Kurs des Basiswertes entspricht dem Aus√ľbungspreis:
Der Optionsschein wird als "at the money" (im Geld) bezeichnet.
Der aktuelle Kurs des Basiswertes liegt unter dem Basispreis des Optionsscheines:
F√ľr einen Kaufoptionsschein (Call) bedeutet das, das er "out of money", also aus dem Geld ist.
F√ľr einen Verkaufsoptionsschein (Put) heisst das, das er "in the money" ist, also sich im Geld befindet

Laufzeit:
Die Laufzeit eines Optionsscheines ist zeitlich begrenzt.
Diese Zeit wird auch als Aus√ľbungszeitraum bezeichnet.
Sollte der Optionsschein nicht innerhalb des Zeitraums ausge√ľbt werden, so verf√§llt dieser und ist wertlos.

Geld Kurs/Brief Kurs:
Der Geldkurs, auch Bid genannt, gibt an, zu welchem Preis der Emittent bzw. ein anderer Veräusserer bereit ist, Optionsscheine zu erwerben.
Der Briefkurs, auch Sk genannt, gibt an, zu welchem Preis der Emittent bzw. ein anderer Veräusserer bereit ist, Optionsscheine zu verkaufen.
Die Spanne zwischen Geld- und Briefkurs wird als Bid/Ask Spread bezeichnet, welche aus Renditegr√ľnden immer m√∂glichst gering sein sollte.

Optionsscheinpreis:
Die OS-Kennzahlen spielen die entscheidene Rolle bei der Preisfindung.
An dieser Stelle sollen die kurz wichtigsten Kennzahlen erläutert werden.

Der innere Wert:
Die Differenz zwischen Basispreis und dem Wert des Basiswertes, also z.b. dem Kurs der Aktie, bezeichnet den inneren Wert eines Optionsschein.

Beispiel: Call
Kurs Aktie :50 Euro
Basispreis: 40 Euro
Differenz: 10 Euro = innerer Wert

Liegt der Kurs der Aktie unter dem Basispreis, so w√ľrde w√ľrde der innere Wert null betragen und der Schein w√§re aus dem Geld.

Zeitwert bzw. Fairer Wert:
Der Zeitwert reflektiert die Differenz zwischen dem Kurs des Optionscheins und dem inneren Wert.
Die Vorteile des Optionsscheinkäufers verringern sich mit abnehmender Restlaufzeit des Optionsscheins, so daß auch der Zeitwert sinkt, bis er am Ende der Laufzeit Null beträgt und sich der Gesamtwert des Optionsscheins allein aus dem inneren Wert ermittelt.
Ist der innere Wert eines Optionsscheins Null, resultiert der Preis des Optionsscheins ausschließlich aus dem Zeitwert.

Das Aufgeld:
Das Aufgeld dr√ľckt aus, um wieviel Prozent der Kurs der Aktie prozentual bis zur F√§lligkeit des Optionsscheins steigen (Call) bzw. fallen (Put) mu√ü, damit der Investor keinen Verlust erleidet
Bei starken Kursschwankungen und steigender Volatilität besteht die Möglichkeit, das OS mit hohem Aufgeld sich undurchschnittlich entwickeln.
Das Aufgeld verringert sich mit mit der abnehmenden Restlaufzeit des OS.

Der Hebel:
Der Hebel gibt an, um wieviel mehr ein Optionsschein steigt bzw. fällt, wenn der jeweilige Basiswert um ein Prozent steigt oder fällt.
Bei einem konstanten Aufgeld w√ľrde das heissen, das wenn eine aktie um 2% steigt un der OS einen Hebel von 10 hat, der OS 20% an Wert zulegt.
In der Realität kommt eine solche Übereinstimmung allerdings nur in den wenigsten Fällen vor.

Das Omega:
Das Omega gibt an, um welchen Prozentsatz ein Optionsschein steigt. bzw. fällt, wenn der jeweilige Basiswert um ein Prozent steigt.
Anders als der Hebel, der eine glecih starke Kursver√§nderung von Optionsschein und Basiswert unetrstellt, misst Omega durch die Ber√ľcksichtigung des Delta die tats√§chlische prozentuale Hebelleistung des OS.

Das Delta:
Das Delta beschreibt wie sich der Wert des OS bei einer geringf√ľgigen Ver√§nderung des B√∂rsenkurses entwickelt.

Beispiel:
Ein Delta von 0,8 bedeutet, das der Optionsschein 0,80 Euro an Wert gewinnt wenn der Basiswert um 1 Euro steigt.
Das Delta ist eine dynamsiche Kennzahl und verändert sich mit den Kursveränderungen des Basiswertes.
Calls besitzen immer ein Delta zwischen 0 und 1, während Puts ein Delta zwischen -1 und 0 aufweisen.

Volatilität:
Mißt, wie stark der Kurs eines Finanzinstruments schwankt.

Die historische Volatilität Schwankungsintensität in der Vergangenheit):(
Die historische Volatilität bemisst die Schwankunsintensität des Basiswertes innerhalb eines bestimmten Zeitraumes in der Vergangenheit.
Je höher die Volatilität des Basiswerts ist, desto teurer wird in der Regel der Optionsschein sein.

Implizite Volatilit√§t (Gesch√§tzte Schwankungsintensit√§t f√ľr die Zukunft):
Ma√ü f√ľr die erwartete Preisfluktuation des Basiswertes das aufgrund der aktuellen Marktpreise und nicht aufgrund historischer Daten √ľber die Preisfluktuationen des Basiswertes berechnet wird.
Ein Optionsschein ist um so teurer, je h√∂her die k√ľnftigen Preisschwankungen der Aktie vom Emittenten beurteilt werden.
Verringert sich die Volatilität, so verringert sich der Wert des OS, obwohl sich der Kurs der Basiswertes nicht verändert-

Theta:
Das Theta beschreibt um wieviel der theoretische Wert des OS bei Konstanz aller Bewertungsparameter sinkt, wenn sich die Restlaufzeit des Optionsscheins um einen Tag oder eine Woche verringert.
Das Theta beschreibt den Zeitwertverfall des Optionsscheins.


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