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300.000 Euro Verlust pro Tag!

Sebastian Hell I QTrade - Trading Business - 06.06.2014

Liebe Leserinnen,
Liebe Leser,

gestern hat EZB-Pr√§sident Mario Draghi seine neue Zinspolitik bekannt gegeben. Der Notenbanker wird zum ersten Mal zweckgebundene Kredite vergeben. Dadurch will er Geld direkt in Unternehmen und Haushalte lenken. Bisher hat dieses Experiment noch Niemand gewagt. Zudem hat er einen negativen Einlagenzinssatz ausgerufen. Banken die ihr Geld bei der EZB parken, m√ľssen demnach -0,1 Prozent Zinsen pro Jahr bezahlen. Bei aktuell etwa 110 Milliarden die bei der EZB liegen, sind dies 110 Millionen Euro im Jahr oder gut 300.000 Euro pro Tag an Strafzins.

Trader sagen ‚ÄěDanke‚Äú!

Trader mit denen ich gesprochen habe, freuen sich √ľber die offensive Politik von Draghi. Es wurde deutlich, dass die EZB den Euro zu hoch findet und massiv intervenieren will, wenn dieser nicht nach unten geht. Dadurch sollen zus√§tzlich das Wachstum und die Inflation in der EU angekurbelt werden. In den letzten Ausgaben hatte ich bereits √ľber die niedrige Volatilit√§t an den M√§rkten berichtet. Gestern gab es endlich wieder gute Bewegungen und die EZB k√∂nnte die Lethargie an den M√§rkten gebrochen haben. Der Begriff ‚ÄěCurrency Wars‚Äú zu Deutsch ‚ÄěW√§hrungskriege‚Äú kommt wieder ins Ged√§chtnis. Auch andere Zentralbanken d√ľrften versuchen ihre W√§hrungen zu dr√ľcken um das Wachstum anzukurbeln.

Neue Chancen!

Durch die steigenden Schwankungen steigen die Chancen f√ľr Trader enorm. Die engen Spannen in denen sich viele M√§rkte befinden sind nahezu unertr√§glich. Viele H√§ndler warten seit Monaten auf Impulse, damit endlich wieder Trends entstehen. Volatilit√§tsbarometer wie VDAX, VIX oder EVZ f√ľr den Euro waren ohnehin schon in der N√§he historischer Tiefstst√§nde. Doch Draghi k√∂nnte nun alles ver√§ndert haben!

Wer profitiert und wer verliert?

Steigt die Vola wieder an, gewinnen vor allem aktive Trader und schnelle Handelsstrategien. Diese waren in den letzten Monaten auf der Verliererseite. Investoren hingegen k√∂nnten abgeschreckt werden. Diese sind die Schwankungen in ihren Portfolios gar nicht mehr gewohnt und m√ľssen daher reagieren. Auch die Rallye im DAX steht infrage, da dieser zwar die Marke von 10.000 Punkten erreicht hat, aber bisher immer wieder abverkauft wurde. Die kommenden Tage und Wochen d√ľrften sehr spannend werden!

Ihr Sebastian Hell
CFD-Experte & Börsenjournalist
https://qtrade.de/tradingblog

Die obenstehende Kolumne wird Ihnen präsentiert von QTrade (www.qtrade.de)!

√úber den Autor & Qtrade
Sebastian Hell hat Internationale Finance in Deutschland und den USA studiert. Er ber√§t Verm√∂gensverwalter und Hedge Fonds bei der Umsetzung von Handelsstrategien und ver√∂ffentlich regelm√§√üig im Auftrag von QTrade (www.qtrade.de) Kolumnen √ľber die Finanzm√§rkte. QTrade mit Sitz in M√ľnchen bietet seinen Kunden neben Top-Handelskonditionen umfangreiche Zusatzsoftware f√ľr den MetaTrader 4 und 5 wie Actionlines, Sekunden-Trader, QCentral, QSnap und vieles mehr! Mehr Infos unter www.qtrade.de

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