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Baader Bond Markets: EZB muss sich ihr Pulver trocken halten

K. Stopp I Baader Markets - Bonds - 03.04.2014

Leisten kann sich eine Erhöhung der Refinanzierungskosten keine Regierung - daher wird weiterhin auf Zeit gespielt.
Trotz einer geringen Inflationsrate ist heute nicht mit einer Zinssenkung zu rechnen.

Bereits am gestrigen Mittwoch war die Geldpolitik der Europ√§ischen Zentralbank (EZB), die heute auf dem Pr√ľfstand steht, Thema an den B√∂rsen. Ein besonderes Augenmerk wird hierbei auf die erl√§uternden Worte des EZB-Pr√§sidenten, Mario Draghi, w√§hrend der anschlie√üenden Pressekonferenz gerichtet sein. Allerdings wird mit keiner weiteren Zinssenkung gerechnet - trotz einer Inflationsrate, die in der Eurozone geringer als erwartet ausgefallen ist. Denn hierbei handelt es sich aufgrund der gesunkenen Energie- und Lebensmittelpreise voraussichtlich um ein vor√ľbergehendes Ph√§nomen. Da auch keinerlei Sch√§den f√ľr die Wirtschaftsentwicklung gesehen werden, ist damit zu rechnen, dass die EZB ihr noch verbliebenes Pulver zur √úberwindung einer nicht auszuschlie√üenden ‚ÄěEiszeit‚Äú zwischen Russland und der Europ√§ischen Union trocken halten wird.

Gegen eine Deflation spricht eindeutig, dass man nicht den Eindruck hat, K√§ufe w√ľrden auf einen sp√§teren Zeitpunkt verschoben. Ganz im Gegenteil, um das Geld selbst noch ausgeben zu d√ľrfen und nicht in irgendeiner Art und Weise ‚Äěenteignet‚Äú zu werden, konsumieren die Menschen - sofern sie es sich leisten k√∂nnen.

Dar√ľber hinaus scheint auch unser Finanzminister Wolfgang Sch√§uble nicht mit einer weiteren Zinssenkung zu rechnen, sondern eher mit bald h√∂heren Zinsen. Er spricht hierbei allerdings lediglich √ľber einen Anstieg der Renditen bei zehnj√§hrigen Bundesanleihen von derzeit ca. 1,55% auf ca. 2,00% und somit √ľber keine signifikante Steigerung der Refinanzierungskosten. Bei einem Schuldenberg von √ľber 2 Bill. ‚ā¨ w√ľrde - bei einer vollst√§ndigen Neurefinanzierung - jeder Prozentpunkt Mehrkosten von 20 Mrd. ‚ā¨ j√§hrlich verursachen und das Ziel eines ausgeglichenen Haushalts zeitlich nach hinten verschieben. Dabei ist anzumerken, dass diesem theoretischen Ansatz nat√ľrlich mittels unterschiedlicher Zinsbindungsfristen und Vorfinanzierungen entgegengewirkt wird. Eines steht in diesem Zusammenhang allerdings fest: Leisten kann sich eine Erh√∂hung der Refinanzierungskosten keine Regierung und somit wird weiterhin auf Zeit gespielt.

Yellen √ľbt die kleine Rolle r√ľckw√§rts
Die neuen Aussagen der Fed-Chefin deuten nun eher wieder auf eine spätere Zinswende hin.

Dass Marktbeobachter bei den Aussagen von Notenbankpr√§sidenten akribisch zwischen den Zeilen zu lesen wissen, ist ein altes Ritual - so auch bei der amtierenden Chefin der US-Notenbank Fed, Janet Yellen. Ihre Bemerkung, die US-Wirtschaft brauche noch f√ľr ‚Äěeinige Zeit" eine au√üergew√∂hnliche Unterst√ľtzung durch die Notenbank, wurde prompt als Signal zur Fortsetzung der lockeren Geldpolitik gedeutet. Ein bisschen klingt es auch nach einer Rolle r√ľckw√§rts, nachdem Yellen noch vor rund zwei Wochen durch die Blume verk√ľndet hatte, die Leitzinsen bereits im April 2015 anheben zu wollen. In Erwartung h√∂herer Zinsen waren in einer ersten Reaktion die Anleiherenditen gestiegen und die Aktienkurse gefallen. Beobachter waren damals davon ausgegangen, dass die Fed fr√ľher als bisher gedacht ihren Leitzins anheben wird. Yellens jetzige Aussagen deuten nun aber wieder eher auf eine sp√§tere Zinswende hin!

Offenbar erscheint der Fed die Lage am Arbeitsmarkt, wo laut Yellen eine ‚Äěbetr√§chtliche Flaute" herrscht, noch nicht als normalisiert. Daher werde es noch einige Zeit dauern, bis die Notenbank ihre Ziele erreicht habe. Die Drosselung der Anleihek√§ufe in den vergangenen Monaten bedeutet laut Yellen nicht, dass die Fed ihre Verpflichtung, Fortschritte erzielen zu wollen, weniger ernst nehme. Derzeit kauft die Fed monatlich Anleihen im Wert von 55 Mrd. US-Dollar - 30 Mrd. US-Dollar weniger als im Dezember des vergangenen Jahres, als die Fed den allm√§hlichen R√ľckzug aus der ultralockeren Geldpolitik eingel√§utet hatte.

Paris reißt Defizitziel und bekommt einen Wink mit dem Zaunpfahl
Sollte das Land seine Neuverschuldung bis 2015 nicht in den Griff bekommen, w√ľrde dies f√ľr die Eurozone eine gewaltige Unwucht bedeuten.

Aus Anlass des Regierungswechsels hat Jens Weidmann Paris einen Wink mit dem Zaunpfahl gegeben und an das Einhalten europ√§ischer Haushaltsregeln erinnert. Er hoffe darauf, dass Frankreich sich seiner Verantwortung f√ľr das Funktionieren des Regelwerks auch weiterhin bewusst sei, sagte der Bundesbank-Pr√§sident. Paris hatte von der EU bis 2015 Zeit bekommen, sein Staatsdefizit unter die Marke von drei Prozent der Wirtschaftsleistung zu dr√ľcken. Und wenn einer wie Weidmann sich gen√∂tigt f√ľhlt, das Land daran zu erinnern, muss eine virulente Gefahr bestehen, dass Frankreich seine Defizitziele bis 2015 rei√üen k√∂nnte. Schlie√ülich ist dies 2013 schon geschehen. Statt der anvisierten 4,1% lag das franz√∂sische Staatsdefizit im vergangenen Jahr bei 4,3%.

Sollte Frankreich seine Neuverschuldung bis 2015 nicht in den Griff bekommen, w√ľrde dies f√ľr die gesamte Eurozone eine gewaltige Unwucht bedeuten. Schlie√ülich handelt es sich bei unserem westlichen Nachbarn um die zweitgr√∂√üte europ√§ische Volkswirtschaft. Und um diese zu retten, w√§re jeder Rettungsschirm zu klein.

Im Gegensatz zu Frankreich hat es √Ėsterreich 2013 geschafft, sein Budgetdefizit zu verringern. Dank sprudelnder Steuereinnahmen hat die Alpenrepublik ihre Neuverschuldung von 2,6% auf 1,5% gedr√ľckt.

Und auch das Euro-Krisenland Portugal hat sein Klassenziel klar erreicht. So wurde die vorgegebene Marke von 5,5% mit 4,9% deutlich unterschritten. Als Ursache nannte Lissabon einen deutlichen Anstieg der Steuereinnahmen. Vielleicht sollte sich Paris ja mal bei seinem s√ľdlichen Nachbarn nach erfolgversprechenden Haushaltsmodellen umsehen.

Liebe Gr√ľ√üe aus Moskau
Russland droht eine Herabstufung seiner Kreditw√ľrdigkeit.
Vizeministerpr√§sident Dworkowitsch sagt, man d√ľrfe sich keine Pause in den wirtschaftlichen Beziehungen erlauben.

Auch wenn dies nicht auf h√∂chster Ebene geschieht, so redet man doch darunter noch miteinander. So √ľberbrachte der russische Vizeministerpr√§sident Arkadi Dworkowitsch auf der deutsch-russischen Rohstoff-Konferenz in Dresden so etwas wie liebe Gr√ľ√üe aus Moskau. Die Tatsache, dass er an der Konferenz teilnehme, zeige die Bedeutung, wie die Beziehungen zu Deutschland in Moskau eingesch√§tzt w√ľrden, sagte Dworkowitsch vor dem Hintergrund der Krim-Krise.

Ja, dass die Bundesregierung eine Art ‚ÄěPause‚Äú im Verh√§ltnis zu Russland eingelegt habe, das verstehe er. Der Konferenz fern geblieben war √ľbrigens Au√üenminister Frank-Walter Steinmeier. In den wirtschaftlichen Beziehungen d√ľrfe man sich aber keine Pause erlauben, sagte der Mann aus Moskau. Dies h√§tte direkten Einfluss auf das Leben, das die Menschen in beiden L√§ndern f√ľhrten. Das klingt nicht nach S√§belrasseln, sondern nach Einsicht in die wirtschaftlichen Gegebenheiten.

Denn die Aussichten f√ľr Russland sind alles andere als rosig und der Druck von au√üen nimmt zu. So hat z.B. Moody's im Zusammenhang mit dem Ukraine-Konflikt Russland mit einer Herabstufung seiner Kreditw√ľrdigkeit gedroht. Problematisch ist zus√§tzlich, dass die Ratingagentur Standard & Poor's die Bonit√§tsnote der von Russland annektierten Halbinsel Krim zun√§chst auf ‚ÄěD" wie Zahlungsausfall gesenkt hat, um die Bewertung im Anschluss komplett zu streichen. Die zun√§chst erfolgte Bonit√§tsabstufung basiert auf einer am 21. M√§rz ausgefallenen Zinszahlung i.H.v. 4,8 Mio. Griwna auf eine Anleihe der Krim im Volumen von 133 Mio. Griwna (ca. 8,75 Mio. ‚ā¨). Vor deren Abspaltung war die Ukraine f√ľr den Schuldendienst der Krim zust√§ndig gewesen, weil die einst autonome ukrainische Halbinsel dort ein Sonderverm√∂gen unterhalten hat, aus dem bisher die Zinszahlungen geflossen sind. Dagegen greift der Internationale W√§hrungsfonds IWF der Ukraine mit einer Finanzhilfe von 14 bis 18 Mrd. US-Dollar unter die Arme. Im Gegenzug muss die Ukraine unter anderem freie Wechselkurse einf√ľhren.

Athen peilt R√ľckkehr an Kapitalmarkt an
Ob Griechenland ein Fass ohne Boden an der √Ąg√§is bleiben wird, h√§ngt auch davon ab, ob es Athen gelingen wird, eine neue Anleihe zu platzieren.

Die Euro-Partner st√§rken dem griechischen Premier Antonis Samaras den R√ľcken. Das krisengesch√ľttelte Griechenland erh√§lt neue Rettungshilfen in H√∂he von 8,3 Mrd. Euro, davon den L√∂wenanteil noch vor den Europawahlen. Samaras hatte erst vor kurzem ein Reformpaket mit Ach und Krach durch das heimische Parlament gepeitscht, aber die neuen Gelder sollen Europa als gro√üen Bruder erscheinen lassen. Nun m√ľssten aber dennoch die zugesagten Reformen vollst√§ndig umgesetzt werden, forderte der Chef der Europ√§ischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi. Athen sicherte zumindest zu, den Energiemarkt umzubauen und Privatisierungen von Staatseigentum zu forcieren. Bei den neuen Hilfen, die noch aus dem alten Euro-Rettungsfonds EFSF stammen und f√ľr die die Euro-L√§nder einstehen, gab es Zeitdruck, denn Athen muss im n√§chsten Monat milliardenschwere Schulden tilgen.

Ob Griechenland ‚Äědas Fass ohne Boden an der √Ąg√§is‚Äú bleiben wird, h√§ngt auch davon ab, ob es Athen im Juni und in der zweiten Jahresh√§lfte gelingen wird, eine Staatsanleihe im Volumen von insgesamt 4 oder 5 Mrd. ‚ā¨ mit einer Laufzeit zwischen drei und f√ľnf Jahren zu platzieren. Damit w√ľrde sich das Land erstmals seit Mai 2010 wieder selbst am Kapitalmarkt refinanzieren. In Br√ľssel will man sich daher nicht darauf festlegen, ob Athen ein drittes Hilfspaket braucht oder nicht. Zumindest f√ľr die kommenden zw√∂lf Monate sei Griechenland voll finanziert, sagt Eurogruppenchef Jeroen Dijsselbloem.

Damit dies auch so bleibt, dazu soll eine neuer Aktionsplan beitragen, an dem von deutscher Seite die F√∂rderbank KfW beteiligt sein wird. Eurol√§nder wie Deutschland und Frankreich sollen sich am Kapital eines neuen Topfes beteiligen, der besonders Mittelst√§ndler in Griechenland finanzieren soll. Die Kreditanstalt f√ľr Wiederaufbau, wof√ľr KfW steht, die sich in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg bew√§hrt hatte, soll also nun zum Wiederaufbau der griechischen Wirtschaft nach der Schuldenkrise beitragen.

Corporate Bonds: Walmart geht an europäischen Kapitalmarkt
Deutsche Annington emittiert eine Hybrid-Anleihe mit einer Laufzeit von 60 Jahren.

Elia System Operator, ein b√∂rsennotierter belgischer √úbertragungs-Netzbetreiber mit Sitz in Br√ľssel, begab eine 15-j√§hrige Anleihe (A1ZFXD) mit F√§lligkeit April 2029. Der Kupon der 350 Mio. ‚ā¨ schweren Anleihe betr√§gt 3,00%. Gepreist wurde die Anleihe bei +82 bps √ľber Mid Swap, was einem Emissionspreis von 99,086% entsprach.

Der US-Einzelhandelsriese Walmart emittierte eine 8-j√§hrige Anleihe (A1ZFYT) mit F√§lligkeit April 2022 und eine 12-j√§hrige Anleihe (A1ZFYU) mit F√§lligkeit April 2026. Die Kupons liegen bei 1,9% respektive 2,55%. Gepreist wurde die 850 Mio. ‚ā¨ schwere 8-j√§hrige Anleihe bei +43 bps √ľber Mid Swap, was einem Emissionspreis von 99,706% gleichkommt. Und die 12-j√§hrige Anleihe, deren Volumen 650 Mio. ‚ā¨ betr√§gt, wurde bei +58 bps √ľber Mid Swap bzw. einem Emissionspreis von 99,551% fixiert.

Deutsche Annington, ein Immobilienverwalter mit Sitz in D√ľsseldorf, emittierte eine Hybrid-Anleihe (A1ZFW5) mit einer Laufzeit von 60 Jahren. Der Kupon der 700 Mio. ‚ā¨ schweren Anleihe betr√§gt 4,625%. Gepreist wurde der Titel bei +369,6 bps √ľber Mid Swap, was einem Emissionspreis von 99,782% entsprach.

Hellabrunn und der Euro Bund-Future
Verstärkt sich der Trend nach dem Zinsentscheid?

Im Tierpark Hellabrunn begeistern momentan zwei Eisb√§renbabys die Besucher. Kleine B√§ren sehen immer so tapsig und doch zugleich putzig aus. Als B√∂rsianer verbindet man allerdings mit B√§ren noch etwas anderes und diese Gruppe hat zurzeit den Bund-Future-Markt zu ihrem Spielball erkl√§rt. Die Bullen haben vor√ľbergehend kapituliert und in Erwartung eines Non-Events bei der heutigen EZB-Sitzung haben sich viele Marktteilnehmer f√ľr eine Gewinnrealisierung bzw. Absicherung ihrer Positionen entschieden. Ob dieser Trend nach der Beschlussfassung in London und Frankfurt noch weiterhin bestehen bleibt oder sich sogar noch verst√§rken wird, ist sicherlich nicht zuletzt den anschlie√üenden Ausf√ľhrungen des EZB-Pr√§sidenten, Mario Draghi, geschuldet.

Oftmals ist in solch volatilen M√§rkten eine R√ľckbesinnung auf charttechnische Leitplanken sinnvoll und diese verlaufen als Unterst√ľtzung bei ca. 142,50% (diverse Hochs im Februar und M√§rz d.J.) und als Widerstand bei 144,08%, dem H√∂chststand vom vergangenen Freitag. Da es sich bei B√§ren allerdings um Raubtiere handelt, kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Unterst√ľtzung zerfleischt wird. Sollte diese durchbrochen werden, ist die n√§chste Unterst√ľtzung im Bereich um 141,81% (Tief vom 7.3.2014) angesiedelt.

Neuemissionen: Spanien und Frankreich nutzen die Gunst der Stunde
In den USA gönnt man den Investoren eine kleine Verschnaufpause

In dieser Handelswoche hat man den Investoren in den USA eine kleine Verschnaufpause geg√∂nnt und insgesamt lediglich 98 Mrd. US-Dollar mittels Geldmarktpapieren refinanziert. Allerdings werden in der kommenden Woche neben den √ľblichen Geldmarktpapieren auch T-Bonds mit einer Laufzeit von drei, zehn und 30 Jahren angeboten werden.

In Euroland ist man am heutigen Donnerstag gespannt, ob das Interesse der Anleger nach spanischen Staatsanleihen der j√ľngsten Marktentwicklung entspricht. Insgesamt sollen √ľber Aufstockungen bereits gehandelter Altemissionen mit F√§lligkeit in 2019, 2024 und 2026 ca. 5 Mrd. ‚ā¨ aufgenommen werden. Auch Frankreich beabsichtigt zeitgleich auf dem gleichen Weg ca. 7,5 Mrd. ‚ā¨ f√ľr sieben, zehn und 31 Jahre zu beschaffen. Ob hierbei die Neubildung der Regierung in Paris die Platzierung positiv beeinflusst, bleibt abzuwarten.

Bereits am gestrigen Mittwoch wurde planm√§√üig - wie im Emissionskalender angek√ľndigt - das Volumen der aktuellen Bundesobligation Serie 168 (114168) um 3 Mrd. ‚ā¨ auf insgesamt 16 Mrd. ‚ā¨ erh√∂ht. Die Zuteilung erfolgte bei einer 1,9-fachen √úberzeichnung mit einer Durchschnittsrendite von 0,66%.

Währungsanleihen: Euro vor der Entscheidung
TRY nach der Wahl deutlich stabilisiert

√úber das sch√∂ne Wetter in Bayern kann sich nicht jeder freuen, denn mit den sch√∂nen Tagen beginnt f√ľr Allergiker wieder die Leidenszeit. Wie man bei Heuschnupfen fast den gesamten Tag mit Schniefen und Niesen besch√§ftigt ist, besch√§ftigte sich das W√§hrungspaar EUR/USD, w√§hrend der vergangenen Handelswoche, fast ausschlie√ülich mit der zuk√ľnftigen Geldpolitik der EZB. Bei diesem Thema sind die Marktteilnehmer aktuell in zwei Lager gespalten. Zu Beginn der Handelswoche gaben die Spekulationen auf eine Ausweitung der lockeren Geldpolitik den Takt vor und dr√ľckten den Euro auf ein neues Monatstief bei 1,3704 USD. Anschlie√üend ging es f√ľr die Gemeinschaftsw√§hrung bis auf 1,3819 USD bergauf. Grund hierf√ľr war die Zuversicht der Anleger, trotz eines erneuten R√ľckgangs der Inflation in Deutschland, vorerst ein stabiles Zinsniveau vorzufinden. Ob es sich bei der aktuellen Aufw√§rtstendenz des Euros um das Luftholen vor einem Niesanfall handelt oder ob lediglich die frische Fr√ľhlingsluft tief eingeatmet wird, zeigt sich m√∂glicherweise nach der heutigen EZB-Sitzung oder morgen nach der Ver√∂ffentlichung der US-Arbeitsmarktdaten. Zur Stunde bewegt sich die Gemeinschaftsw√§hrung um die Marke von 1,3760 USD.

F√ľr Heuschnupfengeplagte gestaltet sich der Fr√ľhling am Meer meist ertr√§glicher, jedoch nicht so an der K√ľste der T√ľrkei. Hier blies dem Euro ein unangenehmer Wind entgegen. Der Wahlsieg von Ministerpr√§sident Erdogan befl√ľgelte die t√ľrkische Lira und dr√ľckte den Euro auf ein neues Jahrestief bei 2,9176 TRY.

Zur Bekämpfung niedriger Renditen in Eurobonds entschieden sich viele Privatanleger in dieser Handelswoche zu Handelsaktivitäten in Anleihen auf brasilianische Real, norwegische Kronen und russische Rubel.

Der Autor dieses Artikels ist Klaus Stopp, Leiter der Skontrof√ľhrung Renten bei der Baader Bank AG. www.Baadermarkets.de

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