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Chartanalyse: Gold testet Widerstandsbollwerk

Björn Heidkamp I Kagels Trading - Commodities - Analysen - 23.08.2017 - Interactive Chart: COMEX:GC1!

Zeitpunkt der Analyse: 23.08.2017
Markt: Gold Future Endlos Kontrakt (COMEX)
Letzter Kurs: 1.291 USD/Unze
Analyst: Björn Heidkamp, www.kagels-trading.de

Der abgebildete Chart zeigt die historische Kursentwicklung des Gold Futures von 1981 bis heute, bei Kursen von 1.291 USD/Unze. Ein Notierungsstab bildet die Kursschwankungen des Gold Futures f√ľr ein Quartal ab.

Während des Freitagshandels erreichte Gold bei 1.300,70 ein neues Jahreshoch. Damit wurde zum ersten Mal seit November 2016 an der 1.300er Marke gekratzt.
Der erste Anlauf dieser psychologischen Barriere wurde dann sofort abverkauft, so dass ein klassisches Intraday-Reversal mit Stop-Fishing zu beobachten war. Demzufolge wurde der Wochenausklang mit einem etwas negativen Beigeschmack beendet.

Gold verlässt Dreieck nach oben

Aus der Perspektive des historischen Quartalscharts handelte das gelbe Edelmetall zwischen der Abwärtstrendlinie (gestrichelt im Chart eingezeichnet) mit den Verbindungspunkten des Hochs aus 2012 und dem Hoch aus 2016 und der Aufwärtstrendlinie (gestrichelt im Chart eingezeichnet) mit den Verbindungspunkten des Tiefs aus 2015 und dem Tief aus Dezember 2016.

Dieses Dreieck wurde in den letzten Wochen √ľberschritten. Diese Tatsache ist f√ľr die Bullen positiv zu bewerten. Ausgehend von der klassischen Chartanalyse zieht ein Ausbruch aus diesem Dreieck idealtypischerweise in der Mehrzahl der F√§lle eine l√§ngere Anschlussbewegung in Richtung der etablierten Kursbewegung nach sich.

Außenstab auf Quartalschart

Im Zuge des mittelfristigen Aufw√§rtsimpuls wurde das Vorquartalshoch √ľberschritten, so dass der laufende Notierungsstab des Quartals einen bis dato bullischen Au√üenstab ausgebildet hat. (Outsidebar).

Mittelfristig weiter neutral

Aus der Perspektive des mittelfristigen Wochencharts handelt Gold seit Februar in einer neutralen Seitw√§rtsbewegung mit den Unterst√ľtzungen bei 1.190 bis 1.200 und 1.215 und dem Widerstandsbereich als Oberbegrenzung bei 1.280 bis 1.310.

Seit Anfang Juli legte der Goldpreis um √ľber 90 US$ ohne wesentliche Korrektur zu und erreichte am Freitag mit verbrauchten Momentum das Widerstandsbollwerk der Seitw√§rtsbewegung. Im Normalfall m√ľssen sich Investoren und Spekulanten erst an das erh√∂hte Kursniveau gew√∂hnen, so dass der erste Anlauf h√§ufig scheitert und zu Gewinnmitnahmen genutzt wird.

Bullische Saisonalität

Der Zeitraum von Anfang Juli bis Anfang Oktober ist aus Sicht der Historie als der st√§rkste saisonale Zeitraum des ganzen Jahres zu beurteilen. Auch in diesem Jahr erreichten die Kurse des gelben Edelmetalls Anfang Juli mit dem Unterschreiten des vorherigen Quartalstiefs ein neues zyklisches Tief bei 1.206,60, ehe Gold ohne kurzfristige Umkehrformation zu einer starken Aufw√§rtsbewegung ansetzte. Diese Tatsache ist weiterhin positiv f√ľr die Bullen zu definieren, besonders weil der bisherige Kursverlauf dem historischen Jahresverlauf stark √§hnelt.

Long-Positionierungen des ‚ÄěManaged Moneys‚Äú steigen √ľber Niveau von Mai und Juni

Im Zusammenhang mit der seit Juli laufenden Aufw√§rtsbewegung haben am Terminmarkt viele spekulative Investoren neue Long-Positionen aufgebaut. Mittlerweile befindet sich das Niveau der Netto-Long-Positionen des ‚ÄěManaged Moneys‚Äú √ľber dem Stand vom November 2016 und Mai und Juni aus 2017.
Diese Positionierungen sind eher negativ f√ľr die Goldbullen zu beurteilen, da w√§hrend der oben angef√ľhrten Zeitr√§ume stets ein starker R√ľcksetzer folgte, begleitet von einer Bereinigung der Long-Engagements des ‚ÄěManaged Moneys‚Äú.

Fazit

Mittelfristig pendelt Gold neutral zwischen den o.a. Begrenzungsmarken, w√§hrend langfristig das √úberschreiten des Dreiecks und des Quartalshochs zusammen mit der bullischen Saisonalit√§t als positiv zu bewerten sind. Dadurch steigen die Chancen f√ľr die Bullen auf langfristige Sicht.
Gelingt es Gold den Widerstandsbereich um das April- und Junihoch, und dem Jahreshoch aus 2015 zwischen 1.280 und 1.310 zu √ľberwinden, er√∂ffnet sich Kurspotential bis 1.375 und 1.390. Dort befinden sich Hochpunkte aus 2016 und 2014.

Die Dynamik der Aufw√§rtsbewegung der letzten Wochen hat den kurzfristigen Trend aus technischer Sicht jedoch etwas √ľberreizt, so dass sich ein schneller Ausbruch √ľber die gestaffelte Widerstandszone zwischen 1.280 und 1.310 im Moment noch als schwierig erweisen d√ľrfte. F√ľr einen weiteren kurzfristigen R√ľcksetzer und eine neue Schleife sprechen auch die Positionierungen des ‚ÄěManaged Moneys‚Äú an der Comex und der negative Wochenausklang.

F√ľr die Goldbullen ist es extrem wichtig, dass der Unterst√ľtzungsbereich zwischen 1.190 und 1.200 nicht unterschritten wird. Bei Kursen darunter tr√ľbt sich das langfristige Chartbild stark ein. Bei diesem negativen Szenario ist von einem erneuten Test des Unterst√ľtzungsbereiches zwischen 1.140 und 1.124 auszugehen

Autor: Björn Heidkamp, Kagels Trading GmbH
www.kagels-trading.de

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