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Baader Bond Markets: Fed hat geliefert

K. Stopp I Baader Markets - Bonds - 16.03.2017

Endlich war es soweit. Den von Janet Yellen ausgesandten Signalen folgten nun Taten. Der Leitzins liegt somit in einer Spanne zwischen 0,75% und 1%. Zu begr√ľnden war die Zinsanhebung um einen Viertelpunkt mit den guten US-Konjunkturdaten, der steigenden Inflation, dem leergefegten Arbeitsmarkt und nicht zuletzt den vom US-Pr√§sidenten angek√ľndigten Investitionsma√ünahmen sowie der in Aussicht gestellten Steuerreform. Die Entscheidung wurde allerdings nicht einstimmig getroffen, aber das wird die Marktteilnehmer nur bedingt st√∂ren. Denn wenn heute keine √Ąnderung der Zinspolitik beschlossen worden w√§re, dann h√§tte die Gefahr bestanden, dass in wenigen Wochen ein zu hohes Tempo bei den Zinserh√∂hungen notwendig geworden w√§re.

Auf der gestrigen Pressekonferenz hat die Fed-Pr√§sidentin betont, dass die Entscheidung konjunkturunterst√ľtzend wirken soll und hat f√ľr dieses Jahr noch zwei weitere Schritte in Aussicht gestellt. Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang, dass die Kapitalm√§rkte von dieser Ank√ľndigung nicht verschreckt wurden. Denn grunds√§tzlich sind Zinserh√∂hungen Gift f√ľr die Aktienm√§rkte. Doch in diesem Fall vertraut man auf die ruhige Hand der Fed-Chefin. Zus√§tzlich scheint sich aus Sicht der Investoren, die Kombination aus Konjunkturprogramm und den daraus resultierenden Zinsanhebungen zu neutralisieren. Ganz anders wird dies allerdings au√üerhalb der USA wahrgenommen. Denn insbesondere f√ľr Euroland kommt der Zinsschritt nicht passend, da der Renditeunterschied zwischen dem amerikanischen und dem europ√§ischen Zinsniveau in den kommenden Monaten zur Zerrei√üprobe wird.

Normalerweise geben die amerikanischen Kapitalm√§rkte die Marschrichtung vor und da die in den USA zu erzielenden Zinsen um ein Vielfaches √ľber den als Benchmark fungierenden Renditen bei deutschen Staatsanleihen liegen, ist mit einer Verschiebung der Kapitalstr√∂me hin nach Amerika zu rechnen. Selbst deutsche Investoren werden der Verlockung - gepaart mit einem aus politischen Gr√ľnden - instabilen Euro nur schwerlich widerstehen k√∂nnen. Der Wettkampf um die Gunst der Investoren hat also jetzt erst richtig begonnen.

In diesem Zusammenhang sollte man sich stets vor Augen f√ľhren, dass bei den Amerikanern die Freundschaft beim Geld aufh√∂rt und wenn es darum geht, die Kapitalstr√∂me in die USA zu lenken, kein Mittel tabu ist. Somit wird der Kapitalbedarf Amerikas in diesem Jahr noch f√ľr manche √úberraschung sorgen.

Nun droht Trump der ‚ÄěGovernment Shutdown‚Äú

Ups, da haben die Kapitalmarktbeobachter zumindest in Europa doch lange eine Frist √ľbersehen, die bei fr√ľheren Gelegenheiten die M√§rkte wochenlang zuvor schon in Unruhe versetzt hatte. Die USA sto√üen an ihr Schuldenlimit. Vom 15. M√§rz, Ortszeit, an ist die Obergrenze der US-Schulden bei 20 Billionen Dollar gedeckelt. D. T., der Unberechenbare, darf dann keine neuen Schulden mehr machen!

Wir erinnern uns an den Sommer 2013, als die Republikaner Barack Obamas Regierung den Geldhahn zugedreht hatten ‚Äď mit Folgen f√ľr das ganze Land. Der ‚ÄěGovernment Shutdown‚Äú f√ľhrte zur Schlie√üung von Beh√∂rden und Nationalparks. Nun ist die vor√ľbergehende Aussetzung der Schuldenobergrenze, auf die man sich im Oktober 2015 verst√§ndigt hatte, abgelaufen.

Der 15. M√§rz bedeutet damit das Ende des Schulden-Aufschubes und daher darf das US-Finanzministerium ab 16. M√§rz keine neuen, zus√§tzlichen Anleihen mehr begeben. Wie in der Vergangenheit m√ľsse man wahrscheinlich au√üergew√∂hnliche Ma√ünahmen ergreifen, sagt dazu Trumps Finanzminister Steven Mnuchin. Das bedeutet, dass die Regierung ihre letzten Cent zusammenkratzt, um die Schlie√üung von Beh√∂rden zu verhindern.

Immerhin hatte der Streit von 2013 die USA ihr Triple-A-Rating gekostet und das Land seitdem mehrmals fast in die technische Staatspleite getrieben. Nun aber bringt die Situation die Republikaner, die in beiden Kammern die Mehrheit haben, in die Zwickm√ľhle. W√§hrend sie sich bisher geleistet hatten, einen ideologischen Dauerkrieg gegen Obama zu f√ľhren, sind sie nun in der Regierungsverantwortung. Und ihr Pr√§sident will so richtig Geld ausgeben, allein 54 Mrd. USD mehr f√ľr's Milit√§r. Gegenfinanzieren will er die Summe mit K√ľrzungen bei nahezu allen anderen Ministerien, den massivsten Streichungen seit Ronald Reagan in den 80er Jahren.

Dennoch d√ľrfte Trump um eine Erh√∂hung der Schulden nur schwer herumkommen. Dies d√ľrfte entweder im gro√üen Streit mit der Partei enden, wie Beobachter sagen, oder die Republikaner in Washington drohen ihre Glaubw√ľrdigkeit zu verlieren.

Die Frage ist nun, ob die Haushaltsfalken der Republikaner, Ted Cruz und Paul Ryan, die sich f√ľr ein ‚ÄěSmall Government‚Äú stark machen und seit Jahren gegen h√∂herer Staatsausgaben wettern, aus der Deckung wagen und den Konflikt mit dem US-Pr√§sidenten suchen. Jedoch wissen wir alle, wie es enden wird!

Riskantes Spiel von Number 10

Jetzt fehlt nur noch die Unterschrift der Queen. Nachdem das britische Oberhaus kurz aufbegehrt hatte, wurde das Gesetz zum Austritt Gro√übritanniens aus der Europ√§ischen Union (EU) ohne √Ąnderungen durchgewunken. Ganz nach dem Geschmack der Hardliner unter den Brexiteers um Premierministerin Theresa May. Noch vor Ende M√§rz will sie in Br√ľssel die Scheidungspapiere einreichen ‚Äď dann mit dem Plazet von K√∂nigin Elisabeth II.

R√ľcksicht auf die Schotten oder die Nordiren, die im Juni 2016 gegen den EU-Austritt gestimmt hatten, wurde nicht genommen. Damit spielt die Regierung in Number 10, Downing Street, freilich ein riskantes Spiel. Denn nun sorgen separatistische Tendenzen in Schottland und Nordirland f√ľr Unruhe. Die schottische Regierungschefin Nicola Sturgeon hat bereits Forderungen nach einem neuen Unabh√§ngigkeitsreferendum erhoben. Die Nordiren f√ľrchten um den freien Handel mit der Republik Irland. Laut Sturgeon soll das Referendum zwischen Herbst 2018 und Fr√ľhjahr 2019 stattfinden, doch die Entscheidung dar√ľber liegt beim Parlament in Westminster. May machte aber schnell klar, dass sie ein Referendum nicht zulassen werde. In der Folge war das britische Pfund gegen√ľber dem US-Dollar auf den tiefsten Stand seit knapp zwei Monaten gesunken.

Doch nicht nur derartige Spaltungstendenzen bergen Risiken, die sich Gro√übritannien mit dem Brexit aufb√ľrdet. Bei den Verhandlungen geht es ums Eingemachte, wobei London es nicht wirklich in der Hand hat, welche Themen in welcher Reihenfolge verhandelt werden. √úber allem schwebt das Damoklesschwert einer ‚Äěgesalzenen Rechnung‚Äú, wie es EU-Pr√§sident Jean-Claude Juncker ausgedr√ľckt hatte. Nicht von Ungef√§hr hatte diese Woche Brexiteer und Au√üenminister Boris Johnson gesagt, auch kein Abkommen mit der EU w√§re vollkommen okay. Bevor‚Äôs etwas kostet, mag man hinzuf√ľgen.

Es gibt mit der Staats- aber vor allem der Privatverschuldung noch ein anderes Risiko, das √ľber Number 10 schwebt. Denn bereits heute leben die privaten Haushalte √ľber ihre Verh√§ltnisse und die √∂ffentliche Schuldenquote liegt bei rund 90% des BIP. Volkswirte des Centrums f√ľr Europ√§ische Politik (CEP) schlussfolgern daraus, dass die Kreditf√§higkeit Gro√übritanniens seit 2012 Jahr f√ľr Jahr verfalle. Daf√ľr sei ma√ügeblich ‚Äědie hohe Konsumneigung der Bev√∂lkerung" verantwortlich. Seit 2012 konsumierten die Briten mehr als 100% des verf√ľgbaren Einkommens, w√§hrend die Investitionen hinterherhinkten. Hielte diese Entwicklung an, bek√§me die britische Volkswirtschaft irgendwann Probleme, im Ausland aufgenommene Schulden zur√ľckzuzahlen.

Aber darauf ist sie laut CEP dringend angewiesen. Denn die Verbindlichkeiten der privaten Haushalte haben dazu gef√ľhrt, dass in der Leistungsbilanz des Landes eine L√ľcke von rund 5% der Wirtschaftsleistung klafft, die mit ausl√§ndischem Kapital gef√ľllt werden muss. Sollten hier die Kapitalgeber das Vertrauen verlieren, droht den Briten eine Finanzkrise. Es wird also viel davon abh√§ngen, wie die Investoren auf den Brexit-Antrag und vor allem die nachfolgenden Austrittsverhandlungen reagieren werden.

Heute interessiert es, wenn in China ein Sack Reis umfällt

‚ÄěDas interessiert so wenig, als w√ľrde in China ein Sack Reis umfallen‚Äú. Mit diesem Satz wird gerne die Irrelevanz dessen, was im Reich der Mitte passiert, f√ľr unsere hiesige Welt beschrieben. Doch dies kann in Zeiten von Trump, Putin und Erdogan so nicht mehr behauptet werden. Denn die Welt ist eine andere geworden. Und insbesondere Deutschland hat mit China einen extrem wichtigen Handelspartner, den es zu hegen und pflegen gilt. Heute interessiert es uns sehr wohl, wenn in China der sprichw√∂rtliche Sack Reis umf√§llt.

Aus diesem Grund werden hierzulande beispielsweise die von Chinas Premier Li vorgelegten und von Chinas Volkskongress gebilligten Haushaltspl√§ne nicht nur zur Kenntnis, sondern auch genau unter die Lupe genommen. So will China mit einer vorsichtigen Wirtschaftspolitik f√ľr Stabilit√§t sorgen und setzt auf ‚Äělediglich‚Äú 6,5% Wachstum. 2016 ist Chinas Wirtschaft zwar noch um 6,7% gewachsen, was allerdings die geringste Steigerung seit 26 Jahren war. Doch zumindest die Verteidigungsausgaben und einige andere Ausgaben sollen in diesem Jahr um 7% gesteigert werden, so dass auch das Haushaltsdefizit ansteigen wird. Dieses wird sich auch heuer wieder auf 3% der Wirtschaftsleistung belaufen, was in absoluter Zahl ca. 324 Mrd. ‚ā¨ entspricht. Verglichen mit dem Devisenschatz des Landes in H√∂he von ca. 3 Bill. US-Dollar ist diese Haushaltsl√ľcke allerdings nur bedingt der Rede wert.

Dennoch hat sich die chinesische Notenbank zu dem Verschuldungsgrad der Unternehmen ge√§u√üert und darauf hingewiesen, dass ihrer Meinung nach dieser au√üerhalb des Finanzsektors zu hoch ist. Die von der Bank f√ľr Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) ver√∂ffentlichten Daten best√§tigen die Aussagen des Notenbank-Chefs Zhou Xiaochuan. So addieren sich die Verbindlichkeiten der Unternehmen inzwischen auf ca. 169% des BIPs. Positiv anzumerken ist hierbei, dass noch vor Jahren eine solche kritische Sichtweise nicht m√∂glich gewesen w√§re. Es dr√§ngt sich somit der Eindruck auf, dass China die von D.T., dem Unberechenbaren, verursachte L√ľcke schlie√üen m√∂chte.

Diese Transparenz wurde seit Jahren von Wolfgang Sch√§uble vorgelebt, der im Gegensatz zu China auch in den kommenden vier Jahren ohne Neuverschuldung auskommen will. Die Mehrausgaben von ca. 1,9% in diesem Jahr infolge einer Steigerung u.a. der Milit√§rausgaben sollen mit einem Einnahmenzuwachs ausgeglichen werden. Dies bedeutet aber auch, dass Steuersenkungen - einem im Wahlkampf beliebten Zugest√§ndnis ‚Äď nur begrenzt zur Verf√ľgung stehen. Denn sollten auch noch - wie von unserem Finanzminister gefordert - die zu niedrigen Zinsen in Euroland steigen, so w√ľrde der Spielraum zus√§tzlich eingeengt werden.

Auf dem am 17. und 18. M√§rz in Baden-Baden stattfindenden G20-Treffen wird er diese Forderung allerdings zur Sprache bringen. Angesichts der Zinssteigerung in den USA und dem daraus resultierenden Ungleichgewicht bei der Ertragskraft europ√§ischer und amerikanischer Banken w√§re ein Beibehalten der bisherigen EZB-Geldpolitik sch√§dlich und w√ľrde die Vormachtstellung der US-Banken zementieren. Die Herausforderung f√ľr die Europ√§er ist allerdings hierbei nicht zu untersch√§tzen, denn es m√ľssen zuerst die Voraussetzungen geschaffen werden, um mit einem h√∂heren Zinsniveau wieder zurechtzukommen.

Viele Akteure am Primärmarkt sind verunsichert

Die Unsicherheitsfaktoren an den Finanzmärkten prägten in dieser Woche die Emissionstätigkeit der Unternehmen. In einer Zeit, die von den Wahlen in den Niederlanden und dem Fed-Zinsentscheid bestimmt war, zeigten sich am Kapitalmarkt lediglich Peugeot SA und Statkraft AS aktiv und refinanzierten sich jeweils mit einem Bond.

Dabei d√ľrfte Peugeot auch die Privatanleger erfreut haben, denn der Bond (A19EYW) wurde mit einer kleinsten handelbaren Mindestst√ľckelung von 1.000 ‚ā¨ begeben und ist am 23.03.2024 endf√§llig. Die 600 Mio. ‚ā¨ schwere Tranche zahlt den Investoren einen j√§hrlichen Zins von 2% und wurde zu pari begeben. Dies entsprach einem Spread von +205,1 bps √ľber der vergleichbaren Bundesanleihe. In die Anleihebedingungen wurde eine Make Whole Option zugunsten des Emittenten aufgenommen.

Der aktuellen Flaute im Energiesektor zum Trotz besorgte sich der norwegische Energiekonzern Statkraft erfolgreich frisches Geld am Kapitalmarkt. So flossen 500 Mio. ‚ā¨ in die Kassen des staatlichen Unternehmens mit Sitz in Oslo. Der Bond (A19EWG) ist mit einem j√§hrlichen Zins von 1,125% ausgestattet und der Emissionspreis betrug 99,863%, was einem Emissionsspread von +102,2 bps √ľber Bund gleichkam. Die Mindestst√ľckelung von 100.000 ‚ā¨ d√ľrfte allerdings in erster Linie f√ľr institutionelle Investoren interessant sein und auch dieser Bond wurde mit einer Make Whole Option ausgestattet.

Die √Ąngste von gestern m√ľssen den Fakten von heute weichen

Die Angst vor den Rechtspopulisten hat zumindest seit Wochenbeginn f√ľr eine Stabilisierung des Euro-Bund-Future gesorgt und ihn wieder in die N√§he der psychologischen Marke von 160% sowie nach dem Zinsentscheid sogar auf 160,45% katapultiert. Doch sp√§testens heute zum Handelsbeginn werden die Karten neu gemischt und die √Ąngste von gestern, m√ľssen den Fakten von heute weichen. Denn im Gegensatz zum gestrigen Fed-Entscheid hat heute - am Tag der Notenbanken - Japan bereits die Beibehaltung der Geldpolitik beschlossen und die Zentralbanken von Norwegen, der Schweiz und England werden im Laufe der n√§chsten Stunden ihre Entscheidungen bekanntgeben.

Somit startete das Sorgenbarometer der Eurozone mit 160,23% in den heutigen Handel und notiert aktuell bei 159,75%. Jetzt liegen zwar die ersten Karten auf dem Tisch, aber erst in den kommenden Tagen wird sich die Tragweite der Entscheidungen den Marktteilnehmern vollst√§ndig erschlie√üen. Somit ist es oftmals sinnvoll, sich der Charttechnik zu bedienen. Hierbei verlaufen die Unterst√ľtzungslinien bei 159,14% und 158,87%. Trotz √úberwinden des Pivot-Widerstands bei 159,90% sowie der psychologischen Marke bei 160%, sollte angesichts der weiteren Zinserh√∂hungsphantasie in den USA das Erholungspotential bei 160,69% begrenzt sein.

Euroländer auf der Suche nach Investoren

In dieser Handelswoche schicken sich die Eurol√§nder an, um die Gunst der Investoren zu buhlen. So er√∂ffnete Italien bereits am Montag mit diversen Aufstockungen und einer Neuemission den Reigen. Die Niederlande nutzten den Tag vor der gestrigen Wahl zur Refinanzierung von 2,275 Mrd. ‚ā¨ mittels der 5-j√§hrigen Anleihe (A1VPZX). Zur Wochenmitte erh√∂hte die Finanzagentur der Bundesrepublik Deutschland das Emissionsvolumen der bereits 2014 begebenen Anleihe (110234 / 2046) um 1 Mrd. ‚ā¨ auf nunmehr 21 Mrd. ‚ā¨. Die Zuteilung der √ľberzeichneten Gattung erfolgte bei einer Durchschnittsrendite von 1,18%.

Heute schlie√üt eine wahre Emissionsflut Spaniens (A19B40 / 2022 ; A1VQCB / 2028 ; A18YZ6 / 2046) und Frankreichs (A19B3W / 2020 ; A189GE / 2022 ; A1HAW9 / 2022 ; A0TRKW / 2023 ; A1ZKRV / 2030 ; A0LPPD / 2040) die Woche ab. Insgesamt wurden ca. 24 Mrd. ‚ā¨ am Kapitalmarkt aufgenommen.

In den USA mussten sich die Investoren mit Geldmarkttiteln (4 Wochen, 3 und 6 Monate) im Gesamtvolumen von 121 Mrd. USD zufrieden geben. Dies hat allerdings nichts mit dem Erreichen der Schuldenobergrenze in den USA zu tun, sondern ist lediglich dem Emissionskalender geschuldet.

Politischer Konflikt l√§sst T√ľrkische Lira kalt

Der Devisenmarkt stand in den vergangenen Handelstagen vollkommen im Zeichen der Notenbanken. Nach der EZB-Sitzung vom vergangenen Donnerstag wurde gestern der Zinsentscheid der US-amerikanischen Notenbank Fed bekanntgegeben und in der anschlie√üenden Pressekonferenz erl√§uterte die Fed-Chefin Janet Yellen den Marktteilnehmern ihre k√ľnftige Zinspolitik.

Die Kursentwicklung des W√§hrungspaares Euro/US-Dollar war somit von zwei geldpolitischen Entscheidungen gepr√§gt und hat sich in dieser Zeit in einer Range zwischen 1,0523 USD und 1,0714 USD bewegt. Den kurzzeitigen Sprung √ľber die Marke von 1,07 USD hat die europ√§ische Gemeinschaftsw√§hrung der Spekulationen √ľber eine m√∂gliche Zinsanhebung im Euroraum zu verdanken. Jedoch waren es eben nur Ger√ľchte und so fiel der Euro anschlie√üend wieder auf das Niveau der vergangenen Handelstage bei 1,0650 USD zur√ľck. Bei der Fed gibt es nach gestern Abend keine Spekulationen mehr, denn die dritte Zinserh√∂hung seit Dezember 2015 ist nun Gewissheit. Dementsprechend startet der Euro heute Morgen bei 1,0730 USD in den Handel.

Wenig beeindruckt zeigt sich die Landesw√§hrung der T√ľrkei vom aktuellen Trubel um das Referendum sowie die zunehmenden Anspannungen der diplomatischen Beziehungen zu Europa. In der vergangenen Berichtswoche handelte die doch immer wieder sehr anf√§llige t√ľrkische Lira in einer relativ engen Bandbreite zwischen 3,9333 TRY und 4,0169 TRY. Zur Stunde notiert die W√§hrung vom Bosporus bei 3,95 TRY.

Bei den Fremdw√§hrungsanleihen standen in dieser Woche Anleihen auf t√ľrkische Lira und s√ľdafrikanische Rand im Fokus der Anleger. Es sind aber auch nach wie vor US-Dollar-Bonds, die immer wieder nachgefragt werden.

Der Autor dieses Artikels ist Klaus Stopp, Leiter der Skontrof√ľhrung Renten bei der Baader Bank AG. www.bondboard.de

Disclaimer
Die Baader Bank AG ist eine der f√ľhrenden Investmentbanken f√ľr die DACH-Region (Deutschland, √Ėsterreich, Schweiz) und Marktf√ľhrer im Handel von Finanzinstrumenten.
Als Market Maker ist die Bank f√ľr die b√∂rsliche und au√üerb√∂rsliche Preisfindung von √ľber 800.000 Finanzinstrumenten verantwortlich.
Im Investment Banking entwickelt sie Finanzierungsl√∂sungen f√ľr Unternehmen und bietet institutionellen Anlegern umfassende Dienstleistungen beim Vertrieb und dem Handel von Aktien, Anleihen und Derivaten.

Herausgeber:
Baader Bank AG
Weihenstephaner Str. 4
85716 Unterschleißheim
Deutschland
www.baaderbank.de

Redaktion:
Robert Halver,
Leiter Kapitalmarktanalyse der Baader Bank AG
Marc Schlömer, Kapitalmarktanalyse, Baader Bank AG

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