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Baader Bond MarketsEuropa am Scheideweg

K. Stopp I Baader Markets - Bonds - 03.09.2015

Es wird immer deutlicher, dass das in den K√∂pfen von Politikern entstandene Konstrukt eines gemeinsamen Europas einer Runderneuerung bedarf. Nicht zuletzt die Fl√ľchtlingsfrage f√ľhrt vor Augen, wie unterschiedlich die einzelnen Regierungen bereit sind, sich an internationalen Aufgaben zu beteiligen. Sp√§testens jetzt wird vielen Menschen klar, dass Worten nicht immer Taten folgen und in den einzelnen Mitgliedsl√§ndern eine unterschiedliche Abw√§gung zwischen den Vor- und Nachteilen erfolgt. Geht es um die finanzielle Unterst√ľtzung f√ľr die eigene Bev√∂lkerung, so erinnert man sich und die Partnerl√§nder schnell und gerne daran, ein Mitgliedsland zu sein - und somit unterst√ľtzungsw√ľrdig. Geht es um Unterst√ľtzung anderer, stellen sich manche aber schnell taub. Dass hierbei EU-Recht gebeugt wird, sollte zus√§tzlich zu denken geben.

Daher sind die Forderungen von Politikern aus den unterschiedlichsten Parteien nachvollziehbar, die eine Weiterentwicklung Europas und somit auch der Eurozone anmahnen. Denn das bisherige System ist ein Auslaufmodell, das zur Verwaltung des Status Quo noch dienlich sein mag, aber keine Perspektiven f√ľr die EU-Bev√∂lkerung bietet. Aber was muss sich √§ndern?

1. Abschaffung des politischen ‚ÄěWasserkopfes‚Äú, der die Identifizierung der Menschen mit Europa zumeist verhindert.
2. Leistung muss sich auch k√ľnftig noch lohnen. Eine Staatengemeinschaft, die lediglich auf einer Transferunion aufbaut, ist zum Scheitern verurteilt.
3. Schaffung verbindlicher Regeln, die f√ľr alle Mitglieder gelten. Diese d√ľrfen nicht willk√ľrlich au√üer Kraft gesetzt werden, und Verst√∂√üe m√ľssen konsequent geahndet werden.

Insbesondere an der Glaubw√ľrdigkeit eines neuen Europas bzw. der Eurozone muss gearbeitet werden. Das w√§re der Schl√ľssel zum Erfolg, wie es inzwischen auch eine Reihe von Politikern erkennt. Daher sind Forderungen von Frank-Walter Steinmeier nach einer Weiterentwicklung der W√§hrungsunion mit gemeinsamen europ√§ischen Leitplanken - wie beispielsweise einer Insolvenzordnung f√ľr Euro-Staaten - nachvollziehbar. √Ąhnlich argumentiert auch der franz√∂sische Wirtschaftsminister Emmanuel Macron, der innerhalb der 19 Euro-L√§nder die Wirtschafts-, Finanz- und Sozialpolitik koordinieren m√∂chte. Dazu m√ľssten die einzelnen Staats- und Regierungschefs allerdings den Wegfall nationaler Befugnisse beschlie√üen. Die Frage wird also sein, ob man die Neugr√ľndung Europas angehen will oder den Part des Totengr√§bers √ľbernehmen m√∂chte.

Zweifel an baldiger Zins-Wende in den USA keimen auf

Was vielen als eine ausgemachte Sache erschien, wird nun immer unwahrscheinlicher. So melden sich vermehrt Stimmen, die ihre Zweifel an einer Zinsanhebung der US-Notenbank Fed im September hegen und f√ľr die Beibehaltung der Niedrigzinsen pl√§dieren. Es sei noch zu fr√ľh um jetzt Aussagen √ľber eine Leitzinsanhebung im September zu treffen, hatte etwa Stanley Fischer, der stellvertretende Vorsitzende der US-Notenbank, gesagt.

Die Fed habe noch Zeit, um in den n√§chsten zwei Wochen die Konjunkturdaten zu beobachten. Es gibt laut Fischer zudem gute Gr√ľnde daf√ľr, dass die Anpassung an ein normales Zinsniveau diesmal in deutlich kleineren Schritten komme als bei den beiden vorangegangenen Zinswenden. Oder Eric Rosengren: Es mache aus √∂konomischer Sicht kaum einen Unterschied, ob die Zinswende nun einige Monate fr√ľher oder sp√§ter komme, sagte der Chef der Boston Fed. Der Chef der regionalen Notenbank von Minneapolis, Narayana Kocherlakota, geht sogar noch weiter, wenn er sagt, er halte eine baldige Leitzinsanhebung f√ľr nicht angemessen.

Solche Aussagen d√ľrften Hinweise daf√ľr sein, dass die T√ľr f√ľr eine Zinserh√∂hung im September nicht mehr so weit offen steht, wie das noch Anfang des Sommers der Fall war. Auch die j√ľngsten Hinweise auf eine schw√§chere Weltkonjunktur, was eine weitere Erholung am US-Arbeitsmarkt in Frage stellt, k√∂nnte die Fed dazu bringen, die Zinserh√∂hung im September nicht anzupacken. Vertreter der US-Notenbank (Fed) kommen das n√§chste Mal am 16. und 17. September zusammen, um √ľber die weitere Zinspolitik zu entscheiden.

Doch bereits vorher werden sich die Marktteilnehmer einem anderen Gro√üereignis zuwenden, n√§mlich der heutigen Pressekonferenz der EZB. Bei diesem Termin wird sich EZB-Pr√§sident Mario Draghi auch zu Wachstum und Inflation √§u√üern. Das beschleunigte Kreditwachstum im Euroraum wird er als Best√§tigung seiner Geldpolitik ansehen und gleichzeitig eine m√∂gliche Aufstockung oder Verl√§ngerung des Anleihenankaufprogramms andeuten. Manchmal f√ľhlt man sich bei ihm an Wilhelm Buschs strengen Lehrer L√§mpel erinnert.

Lange Warteschlangen vor Europas Banken nicht ausgeschlossen

Lange Warteschlangen von Bankkunden, die an ihr Erspartes ran wollen, k√∂nnen auch in Europa nicht ausgeschlossen werden. So h√§lt eine Studie des Volkswirts der Deutschen Bundesbank ‚ÄěBank-Runs" in Europa f√ľr m√∂glich. Um diese Gefahr zu bannen, sollte man bei der Ver√∂ffentlichung der Ergebnisse von Banken-Stresstests den Ball flachen halten. Sprich: ‚Äě√úbertriebene Offenheit‚Äú bei Banken-Stresstests sei gef√§hrlich, mahnen die Wissenschaftler.

Mit dieser Argumentation bewegen sich die Autoren aber auf einem schmalen Grat. Denn folgte man den Empfehlungen der Studie, die von Bundesbank-Volkswirt Thilo Pauschy und dem √Ėkonomen Wolfgang Gick von der Freien Universit√§t Bozen verfasst wurde, bedeutet dies auch eine Einschr√§nkung der Transparenz, so dass sich Bankkunden keinen umfassenden Eindruck mehr √ľber die Situation ihrer Kreditinstitute machen k√∂nnten. Wohlweislich geht die Europ√§ische Zentralbank (EZB) ob der Studie in Deckung und l√§sst verlautbaren, die Aussagen g√§ben lediglich die Meinung der Autoren wider.

Pauschy und Gick legen den Bankenaufsehern nahe, sich bei ihrer Informationspolitik eher bedeckt zu halten. Ansonsten k√∂nnte es bei schw√§chelnden Instituten zu einem Ansturm auf die Einlagen kommen. Au√üerdem f√ľrchten sie, dass gesunde Geldh√§user dazu verleitet werden k√∂nnten, zu hohe Risiken einzugehen. Die Autoren sehen aber auch die Gefahr, dass Bankkunden eine falsche Sicherheit vorgegaukelt werden k√∂nnte. Nach ihrer √úberzeugung sollten die Aufseher umso weniger Informationen ver√∂ffentlichen, je verwundbarer der Bankensektor erscheint.

2016 m√ľssen sich 50 bis 60 europ√§ische Gro√übanken erneut einem Stresstest unterziehen. Im vergangenen Jahr waren noch 130 Institute unter die Lupe genommen worden und davon hatten 25 Banken den Test nicht bestanden.

Krisensymptome in den BRICS-Staaten

Zur Eurokrise gesellen sich nun auch immer mehr Krisensymptome in den BRICS-Staaten. Vor allem die Entwicklungen in China, Russland und Brasilien beeinträchtigen die deutsche Exportwirtschaft, auch wenn etwa in China die Wachstumsraten nach den offiziell veröffentlichten Zahlen immer noch ordentlich erscheinen.

Angeheizt wird die stotternde wirtschaftliche Entwicklung in den Schwellenl√§ndern durch den Verfall der Rohstoffpreise, der zu einem gro√üen Teil auf die Schw√§che Chinas zur√ľckzuf√ľhren ist. Damit ist eine Abw√§rtsspirale in Gang geraten. Hinzu kommen die Probleme in Russland, das massiv unter den Sanktionen der EU leidet und mit einem R√ľckgang des BIP um 3,3% rechnet. F√ľr die deutsche Exportwirtschaft geht der Ostausschuss der deutschen Wirtschaft 2015 von einem R√ľckgang der Ausfuhren um ein Viertel oder 9 Mrd. ‚ā¨ aus.

Nachdem nun auch die schw√§chelnde Wirtschaft in China f√ľr einen Einbruch der Aktienm√§rkte gesorgt hat, geht der Deutsche Industrie- und Handelskammertag f√ľr die deutschen Exporte nach China nur noch von einem Wachstum von 2% aus. Dies trifft vor allem die deutsche Automobilindustrie, f√ľr die das Reich der Mitte der wichtigste Absatzmarkt ist.

Ganz eigene Probleme hat das BRICS-Land Brasilien, das Deutschlands wichtigster Handelspartner in S√ľdamerika ist und mit einer Rezession zu k√§mpfen hat, die von hoher Arbeitslosigkeit und hoher Inflation gepr√§gt ist. Im zweiten Quartal brach die Wirtschaftsleistung der siebtgr√∂√üten Volkswirtschaft der Welt im Vergleich zum Vorquartal um 1,9% ein - nach einem Minus von 0,7% im ersten Vierteljahr.

Unterm Strich hat man den Eindruck, dass auch bei den BRICS-Staaten alles auf einmal kommt ‚Äď so als ob man in Europa nicht schon gen√ľgend eigene Probleme h√§tte.

Steht Abverkauf des US-Dollars bevor?

Einer Studie der Deutschen Bank zufolge werden die internationalen Zentralbanken im Kampf gegen Kapitalabfl√ľsse bis Ende 2016 Fremdw√§hrungsreserven im Umfang von 1,5 Billionen US-Dollar absto√üen. Besonders China, so das Kalk√ľl, k√∂nnte sich mit einem Abverkauf Mittel verschaffen, die f√ľr eine Ankurbelung der Wirtschaft benutzt werden k√∂nnten.

‚ÄěDie Gefahr ist, dass das tats√§chlich noch schneller abl√§uft‚Äú, zitieren die Deutschen Wirtschaftsnachrichten den W√§hrungsstrategen George Saravelos, der die Untersuchung mitverfasst hat. Schwellenl√§nder wie vor allem China h√§tten in j√ľngster Zeit ihre Reserven reduziert, nachdem sie in den vergangenen zwei Jahrzehnten immer mehr davon aufgebaut hatten.
Das Reich der Mitte besitzt aktuell mit rund 3,65 Billionen US-Dollar im internationalen Vergleich die h√∂chsten Fremdw√§hrungsreserven. Der L√∂wenanteil d√ľrfte dabei aus auf US-Dollar lautenden US-Staatsanleihen bestehen.

Tsipras‚Äė Rechnung k√∂nnte nicht aufgehen

Just nachdem die neue griechische √úbergangsregierung unter der Richterin Vasiliki Thanou vereidigt worden ist, macht sich in Athen erneut Unsicherheit breit. Denn die Umfragen zum Ausgang der Neuwahlen, die am 20. September stattfinden sollen, lassen ein Kopf-an-Kopf-Rennen erahnen.

Nach j√ľngsten Umfragen liegt bei den Parteien in der W√§hlergunst Syriza noch knapp vor Nea Dimokratia. Damit sieht es so aus, als ob die Rechnung von Alexis Tsipras, der sich von Neuwahlen einen klaren Schub erwartet hatte, nicht aufgehen k√∂nnte. Von einer erhofften absoluten Mehrheit ist der bisherige Regierungschef jedenfalls weiter entfernt denn je. Damit w√§re keine der Parteien in der Lage, eine regierungstaugliche Koalition zu bilden. W√§hrend Syriza nach der Einigung mit der EU √ľber das dritte Hilfspaket zerfallen ist, konnten sich die Konservativen nicht als bessere L√∂sung positionieren. Laut einer Befragung ist in Griechenland noch jeder vierte B√ľrger unentschlossen, welche Partei er w√§hlen solle. Die H√§ngepartie geht also weiter!

Doch nach Berichten des Nachrichtendienstes der Deutschen B√∂rse, Market News International (MNI), haben die Gl√§ubigervertreter Athen klargemacht, dass sich jede gew√§hlte Regierung strikt an die Vorgaben der Troika zu halten habe. Erst wenn dies sichergestellt sei, w√ľrden die noch offenen 3 Mrd. ‚ā¨ aus der ersten Tranche ausgezahlt. Dann wollen wir mal hoffen, dass dies im Zweifel auch so gehandhabt wird.

Der Primärmarkt erwacht langsam

Die Sommerflaute am Primärmarkt scheint endlich beendet zu sein und es ist zu erwarten, dass sich in den kommenden Wochen noch das ein oder andere Unternehmen am Kapitalmarkt refinanzieren wird.

Allen voraus machte bereits zum Wochenbeginn Merck Financial Service mit gleich drei neuen Anleihen auf sich aufmerksam. Das im Biotechnologie-Sektor t√§tige Unternehmen refinanzierte 550 Mio. ‚ā¨ mittels einer 7-j√§hrigen Anleihe (A161Y7) mit einer Laufzeit bis zum 01.09.2022. Der j√§hrliche Kupon bel√§uft sich auf 1,375% und bleibt w√§hrend der gesamten Laufzeit konstant. Das Papier wurde mit +73 bps √ľber Mid Swap gepreist, was einen Emissionspreis von 99,649% ergab. In Erg√§nzung wurde als zweites eine 4-j√§hrige Anleihe (A161Y8) im Volumen von 800 Mio. ‚ā¨ aufgelegt. Das Papier ist am 02.09.2019 f√§llig und bietet dem Anleger einen festen j√§hrlichen Zinssatz in H√∂he von 0,75%. Das Pricing erfolgte bei +50 bps √ľber Mid Swap, wodurch der Ausgabepreis 99,851% betrug. Beide Anleihen sind allerdings mit einem jederzeitigen Emittentenk√ľndigungsrecht zu festgelegten Spreads √ľber Referenzanleihen ausgestattet. Der dritte Bond im Bunde ist ein 2-j√§hriger Floater (A161Y9) im Volumen von 700 Mio. ‚ā¨. Der Kupon errechnet sich aus dem 3-Monats-Euribor +23 bps, was aktuell einem Zinssatz von 0,197% entspricht. Dieser Zinssatz bleibt bis zum 01.12.2015 konstant. Der Ausgabepreis dieses Papiers lag bei 100%. Merck Financial Service hat bei allen genannten Anleihen die privatanlegerfreundliche Mindestst√ľckelung von 1.000 ‚ā¨ gew√§hlt.

Ebenso aktiv bei der Kapitalaufnahme am Prim√§rmarkt zeigte sich das britische Versorgerunternehmen SSE PLC. Die begebene 8-j√§hrige Anleihe (A1Z55L) im Volumen von 700 Mio. ‚ā¨ ist mit einem bis zum Laufzeitende am 08.09.2023 konstanten j√§hrlichen Kupon i.H.v. 1,75% ausgestattet. Der Bond wurde mit +93 bps √ľber Mid Swap gepreist, was einem Kurs von 99,616% entsprach. Aufgrund der vom Emittenten gew√§hlten Mindestanlagesumme von 100.000 ‚ā¨ zielt diese Anleihe vorwiegend auf institutionelle Anleger ab.

Die Zeiten der Schock-Absorption sind vor√ľber

Auch in dieser Woche wurde deutlich, dass das Sorgenbarometer zwar von der Risikoaversion profitieren kann, dass aber die Zeiten der Schock-Absorption vor√ľber sind. Denn bei der weltweiten Kursentwicklung an den Aktienm√§rkten, w√§ren vor Monatsfrist im Rentenbereich noch ganz andere H√∂hen erklommen worden. So haben Bankenh√§ndler in fr√ľheren Krisen Anleihebest√§nde aufgebaut, um die logischerweise aufkommende Nachfrage durch Verm√∂gensberater besser bedienen zu k√∂nnen. Dies hat sich inzwischen gewandelt und mit Vork√§ufen halten sich die Marktteilnehmer gr√∂√ütenteils zur√ľck. Und nur auf die EZB zu warten, macht auch keinen Sinn. Somit wird nur noch das gehandelt, was wirklich gebraucht wird. So √§ndern sich die Zeiten!

In diesem Umfeld greift man gerne auf die Charttechnik zur√ľck. Aktuell pendelt der Euro-Bund-Future um die Marke von ca. 153,00% und somit √ľber der Unterst√ľtzungslinie bei 152,65% (Tief vom 1.09.). Nach oben blickend entdeckt man einen ersten Widerstand bei 153,50% (mehrere Tiefs Ende August).

Da am kommenden Dienstag der letzte Handelstag f√ľr den September-Kontrakt sein wird, ist es an der Zeit, sich die Auf- bzw. Abschl√§ge gegen√ľber dem Dezember-Kontrakt zu analysieren. Der von uns charttechnisch durchleuchtete Euro-Bund-Future unterscheidet sich nur marginal von den bisherigen Werten (ca. +0,08). √Ąhnlich verh√§lt es sich auch beim Euro-Schatz-Future (ca. -0,02), aber der Buxl hat einen Abschlag von ca. 1,20 und der Bobl-Future notiert sogar ca. 1,80 niedriger.

Euroland brauchte auch mal wieder Geld

In dieser Handelswoche hatten die Investoren in den USA nur die Möglichkeit ihre Gelder kurzfristig anzulegen, denn lediglich T-Bills im Volumen von 35 Mrd. USD mit einer Laufzeit von 4 Wochen sowie jeweils 24 Mrd. USD mit einer Fälligkeit in 3 bzw. 6 Monaten standen zur Auswahl. Doch bereits in der kommenden Woche wird das Angebot um T-Bonds mit Laufzeiten von drei, zehn und 30 Jahren erweitert.

Gegen√ľber den Vorwochen wurden in Euroland endlich wieder verschiedene Staaten am Kapitalmarkt aktiv und emittierten Titel f√ľr insgesamt ca. 18,5 Mrd. ‚ā¨. So stockte am Dienstag √Ėsterreich zwei Altemissionen (A0DW7E / 2020 und A1Z3D2 / 2025) um insgesamt 1,3 Mrd. ‚ā¨ auf. Am gestrigen Mittwoch tat es Deutschland in der f√ľnfj√§hrigen Bundesobligation Serie 172 (114172) gleich, allerdings wurden hierbei 4 Mrd. ‚ā¨ aufgenommen. Die Zuteilung der mit einem Kupon von 0,25% ausgestatteten Gattung erfolgte bei einem gewogenen Durchschnittskurs von 100,64%, was einer Durchschnittsrendite von 0,12% entsprach. Am heutigen Donnerstag werden Spanien und Frankreich sich ebenfalls am Kapitalmarkt mittels verschiedener Aufstockungen refinanzieren und dabei ca. 13 Mrd. ‚ā¨ einnehmen. Es werden Interessenten f√ľr folgende Altemissionen gesucht (Spanien: A1Z23N / 2020 ; A1Z2RV / 2025 ; A1HR6Q / 2044 und als ILB in der A1ZJHS / 2024) (Frankreich: A1HKFP / 2023 und A1ZHSU / 2030).

Schwellenländer leiden

Nach wettertechnisch hei√üen Wochen hat der neue Monat auch f√ľr einen Wetterwechsel gesorgt. Solche Umschw√ľnge sind f√ľr Devisenh√§ndler nichts Neues und so erinnert man sich gerne an das alte Sprichwort: Auf Regen folgt Sonnenschein.

So hat sich auch in den vergangenen Tagen das Geschehen merklich beruhigt und die Kursspr√ľnge geh√∂ren der Historie an. Zum Monatsauftakt er√∂ffnete der Euro den Handel um die Marke von 1,12 USD. Auf die vergangene Berichtswoche betrachtet pendelte die Einheitsw√§hrung in einer Range zwischen 1,1364 und 1,1155 USD. Kein Vergleich zur Berg- und Talfahrt der vergangenen Wochen. Jedoch ist mit Blick auf bevorstehenden Termine, wie die heutige EZB-Sitzung sowie die mit viel Spannung erwarteten US-Arbeitsmarktdaten ein gewisses Potenzial f√ľr volatile M√§rkte vorhanden. Aktuell notiert die Gemeinschaftsw√§hrung gegen√ľber dem Greenback bei 1,1233 USD.

Doch ein besonderes Augenmerk richten die Investoren auf die unter den chinesischen Konjunktursorgen leidenden Währungen der Schwellenländer. Überdeutlich wird dies an der Kursentwicklung des brasilianischen Reals. Seit Monaten befindet sich die Währung des Zuckerhuts auf dem absteigenden Ast. Im Vergleich zum Euro gipfelte dies in einem neuen All-Time-High bei 4,2398 BRL.

Um f√ľr jeden Fall gewappnet zu sein, investierten Privatanleger zur Risikostreuung in ausgesuchte Fremdw√§hrungsanleihen. Dazu geh√∂rten W√§hrungsanleihen auf US-Dollar, t√ľrkische Lira, s√ľdafrikanische Rand sowie brasilianische Real.

Der Autor dieses Artikels ist Klaus Stopp, Leiter der Skontrof√ľhrung Renten bei der Baader Bank AG. www.bondboard.de

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