Research I Bonds

weitere Kolumnen & Analysen

Anzeigen

Baader Bond Markets: Kurswechsel von Athen in letzter Minute?

K. Stopp I Baader Markets - Bonds - 19.02.2015

Im dramatischen Schuldenpoker zwischen der Europ√§ischen Union und der griechischen Regierung deutet sich nun doch noch ein Kurswechsel der neuen Regierung in Athen an. Wenige Tage vor Ablauf eines ersten Ultimatums der Euro-Partner am morgigen Freitag wollte Athen urspr√ľnglich noch am gestrigen Mittwoch einen offiziellen Antrag zur Verl√§ngerung des laufenden Hilfspakets bei der Eurogruppe einreichen.

Athen versicherte dazu, dass noch am selben Tag ein entsprechender Brief an Eurogruppenchef Jeroen Dijsselbloem versandt werde. Doch auch dieses Versprechen wurde nicht eingehalten! Offen bliebe allerdings auch dann noch die Frage, ob denn nun Griechenland die Auflagen der internationalen Geldgeber akzeptiert oder nicht.

Es ist schon bezeichnend, dass bereits die Begriffe Sparprogramm und Kreditprogramm Anlass zu Diskussionen geben. Somit geht es nach Ansicht der neuen griechischen Regierung um die Verl√§ngerung des Kreditprogramms, unter gleichzeitiger Ablehnung des Sparprogramms. Damit aber ist die Unsicherheit nicht vom Tisch, denn der Deal, der f√ľr die in Athen ungeliebte Troika aus Internationalem W√§hrungsfonds (IWF), Europ√§ischer Zentralbank (EZB) und EU-Kommission immer gegolten hat, war: Geld gegen Reformen als Teil des Sparprogramms. Und weil sich das nicht ge√§ndert hat, w√§re ein Antrag auf Verl√§ngerung des Kreditabkommens bei gleichzeitiger Ablehnung des Sparprogramms sinnlos, w√ľrde er doch von den Europartnern nicht akzeptiert werden. Gleichzeitig ist aber auch klar: Ohne eine Verl√§ngerung des Kreditprogramms ist Griechenland am 1. M√§rz 2015 pleite.

Daher haben mehrere Euro-L√§nder die Regierung in Athen gedr√§ngt, bis Freitag eine Verl√§ngerung des bisherigen Rettungsprogramms f√ľr Hellas zu beantragen. Die grundlegenden Probleme w√§ren damit aber nicht gel√∂st, Griechenland w√ľrde sich lediglich neue Zeit erkaufen ‚Äď wovon bereits von der Vorg√§ngerregierung jede Menge verspielt worden ist. Wenn die neue Regierung die gewonnene Zeit dann auch sinnvoll nutzen w√ľrde, lie√üen sich die Euro-Partner bestimmt auf eine Verl√§ngerung des Deals ein. Im gemeinsamen Interesse sollte doch sein, das sozial unausgewogene Reformpaket st√§rker zu Lasten derer anzupassen, die sich bisher den Einschnitten des Sparprogramms entziehen konnten. Dazu bedarf es freilich solch grundlegender Dinge wie dem Aufbau einer funktionierenden Steuerbeh√∂rde.

Athen sitze am k√ľrzeren Hebel, sagte der Pr√§sident des Deutschen Instituts f√ľr Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher, und sei dabei, sich ‚Äězu verzocken". In Sachen Zocken haben die Griechen freilich einen Profi am Start. Denn Finanzminister Giannis Varoufakis selbst hat sich mit Spieltheorie besch√§ftigt und dazu B√ľcher ver√∂ffentlicht.

Ob Athen tats√§chlich am k√ľrzeren Hebel sitzt, ist gar nicht klar. Vielmehr kann man es auch so sehen, dass die Geldgeber in der Zwickm√ľhle sitzen. Denn wenn sie den Griechen nachgeben, m√ľssen sie mit weiteren Forderungen aus Athen rechnen - und wom√∂glich auch anderer Schuldenl√§nder. Wenn sie aber nicht nachgeben und Griechenland in die Pleite verabschieden, kommen die Gew√§hrleistungen zum Tragen, mit denen man einst den Euro-Rettungsschirm √ľber Griechenland aufgespannt hatte.

Doch erst am 28. Februar um Mitternacht wird Kassensturz gemacht und vorher wird von allen Seiten nur gepokert!

EZB bereitet das erste geldpolitische Weltwunder vor

Die j√ľngst ver√∂ffentlichten Zahlen zum aktuellen Stand der Anleihekaufprogramme zeigen eine eindeutig steigende Tendenz. Insbesondere haben sich in der Woche zum 13. Februar 2015 die Best√§nde an Covered Bonds, die im Rahmen des dritten Ankaufprogramms mit dem un√ľbersichtlichen K√ľrzel CCBP3 erworben wurden, deutlich erh√∂ht. So wurden in der Berichtswoche f√ľr 5,699 Mrd. ‚ā¨ (Vorwoche: 4,071 Mrd. ‚ā¨) Titel angekauft. Der Gesamtbestand bel√§uft sich dadurch f√ľr diese Assetklasse auf 45,954 Mrd. ‚ā¨. Bei den anzukaufenden ABS-Titeln hingegen wurden insgesamt lediglich 2,87 Mrd. ‚ā¨ aufgelesen.

Doch der gro√üe Schwung steht noch aus. Denn ab M√§rz sollen die Zentralbanken der Eurol√§nder monatlich Anleihen f√ľr 60 Mrd. ‚ā¨ aus dem Markt nehmen. Nach Meinung des franz√∂sischen Notenbankgouverneurs Christian Noyer wird dieser Schritt die Inflationsrate wieder deutlich nach oben treiben. Das erkl√§rte Ziel der Notenbanker ist eine Inflation von ann√§hernd 2%. Dennoch scheinen in das aktuell g√ľltige geldpolitische Weltbild die bisherigen Marktmechanismen nicht mehr zu passen. Es wird erwartet, dass die gro√üe Nachfrage die Kurse nach oben treiben wird. Dies w√ľrde sicherlich allen Staaten die M√∂glichkeit der g√ľnstigen Refinanzierung er√∂ffnen, was nicht allen Notenbankern gef√§llt. Denn Quantitative Easing ist kein Ersatz f√ľr eine oftmals √ľberf√§llige Reformpolitik! Der Zusammenhang zwischen Inflationsrate und Rendite wurde zwar in den vergangenen Jahren auf den Kopf gestellt. Dennoch besteht immer noch ein gewisser Zusammenhang, da Investoren auch weiterhin nach der Formel vorgehen:

Rendite ./. Inflationsrate = Ertrag

Fr√ľher war dieser Ertrag stets in einer Gr√∂√üenordnung von 0,5 bis 1% p.a. zu sehen. Aber diese Zeiten sind schon lange vorbei. Inzwischen ist der Ertrag oftmals negativ und hat die Funktion einer Sicherheitspr√§mie √ľbernommen. Dennoch w√ľrde zuk√ľnftig mit einer steigenden Inflationsrate nicht nur die Sicherheitspr√§mie gr√∂√üer werden, sondern in einem gewissen Rahmen auch die Rendite ansteigen m√ľssen. Wie das genau funktionieren soll, d√ľrfte noch nicht allen klar sein, so dass hier mehr Fragen als Antworten zur√ľckbleiben. Oft erinnert man sich in diesem Zusammenhang an den Spruch: ‚ÄěWasch‚Äė mir den Pelz, aber mach‚Äė mich nicht nass!‚Äú Wie soll Inflation erzeugt und gleichzeitig den Investoren der notwendige Ausgleich verwehrt werden? Das geht sicherlich eine gewisse Zeit lang gut, aber bestimmt nicht auf Dauer. Eines der Ziele wird verfehlt werden! Sollte dennoch die Theorie in der Praxis dauerhaft funktionieren, dann w√§re das erste geldpolitische Weltwunder vollbracht!

Spaniens Schulden klettern weiter

Ungeachtet des Sparkurses der Regierung in Madrid sind die Schulden Spaniens 2014 auf ein Rekordvolumen von 1,03 Bill. ‚ā¨ geklettert. Nach Angaben der Madrider Zentralbank kommt dies im Vergleich zum Vorjahr einem Anstieg von 7,0% gleich. Die Schulden des Staates entsprechen damit rund 98% des Bruttoinlandsprodukts (BIP), 0,5%-Punkte mehr als von der Regierung erwartet worden war. Die Regierung in Madrid geht davon aus, dass die Staatsverschuldung trotz der wirtschaftlichen Erholung 2015 die Marke von 100% des BIP √ľbertreffen wird. Somit ist es auch nicht verwunderlich, dass sich der spanische Finanzminister Luis de Guindos vehement gegen einen Schuldenschnitt f√ľr Griechenland ausgesprochen hat. Denn seit 2010 hat Madrid Athen Kredite i.H.v. 26 Mrd. ‚ā¨ gew√§hrt und das teilweise zu geringeren Zinsen als man sich das Geld geliehen hat. Spanien, das selbst mit einer Arbeitslosigkeit von nahezu 23 Prozent zu k√§mpfen hat, fordert demnach Vertragstreue und sonst nichts.

Spanische Staatsanleihen notieren trotz des Schuldenberges auf einem weiterhin hohen Niveau. Im f√ľnfj√§hrigen Bereich rentieren die Titel bei 0,84%, wie eine Staatsanleihe aus Madrid (WKN: A1ASF1) mit Laufzeit 4/2020 zeigt. Im zehnj√§hrigen Bereich liegt die Rendite bei rund 1,60%, was anhand einer spanischen Staatsanleihe (A1ZVCP), die 4/2025 f√§llig wird, deutlich wird.

Fitch stuft Ukraine herab und entzieht √Ėsterreich seine Bestnote

Ungeachtet der internationalen Milliardenhilfen hat die Ratingagentur Fitch die Kreditw√ľrdigkeit der Ukraine auf die Note ‚ÄěCC‚Äú gesenkt. Damit rangiert die Bonit√§t des vom Krieg um seinen √∂stlichen Teil gesch√ľttelten Landes knapp √ľber der Zahlungsunf√§higkeit. Der Internationale W√§hrungsfonds (IWF) hatte allerdings erst k√ľrzlich der vom Staatsbankrott bedrohten Ukraine ein neues Hilfspaket √ľber insgesamt 40 Mrd. US-Dollar zugesagt.

Auch die Bonit√§t des Nachbarlandes Russland war k√ľrzlich gesenkt worden. So hatte die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) die Kreditw√ľrdigkeit Moskaus auf ‚ÄěRamschniveau" herabgestuft.

Schlechtere Zensuren muss nun auch √Ėsterreich hinnehmen, das Fitch wegen einer deutlich gestiegenen Verschuldung auf ‚ÄěAA+‚Äú herabgestuft und somit seiner Bestnote entledigt hat. Bei den anderen beiden gro√üen Ratingagenturen, Moody‚Äôs und Standard & Poor‚Äôs, wird die Alpenrepublik weiterhin mit der Bestnote ‚ÄěAAA‚Äú bewertet.

Damit gibt es im Euro-Raum mit Deutschland und Luxemburg nur noch zwei L√§nder, die von allen drei Ratingagenturen mit Bestnoten bewertet werden. Angesichts der B√ľrden, die sich wegen der B√ľrgschaftsverpflichtungen aus den EU-Rettungsschirmen ergeben k√∂nnen, ist allerdings nicht auszuschlie√üen, dass auch Deutschlands Topnote eines Tages fallen wird.

Bank of England lässt sich mit Zinswende Zeit

Die Bank of England (BoE) hat offenbar keine Eile, ihre Leitzinsen anzuheben. Dies geht aus dem Protokoll (Minutes) zur j√ľngsten Zinssitzung Anfang Februar hervor. Demnach pl√§diert der geldpolitische Ausschuss der BoE daf√ľr, vor einer Zinsanhebung zun√§chst die Unterauslastung der britischen Wirtschaft zu verringern. Daf√ľr sehen die Notenbanker gute Chancen, haben sie doch erst k√ľrzlich ihre Wachstumsprognose f√ľr 2015 von 2,6 auf 2,9% angehoben. Zugleich erwartet die BoE, dass die L√∂hne 2015 mit 3,5% doppelt so stark anziehen werden wie im Vorjahr. Die BoE h√§lt den Leitzins seit mehr als f√ľnf Jahren auf dem historisch niedrigen Niveau von 0,5%.

Ende des vergangenen Jahres war die Arbeitslosigkeit in Gro√übritannien √ľberraschend um weitere 0,1%-Punkte auf 5,7% gesunken, woraufhin es Stimmen aus der Bank of England (BoE) gab, eine Anhebung des Leitzinses gegebenenfalls vorzuziehen. Somit wird nach jeder Bekanntgabe konjunktureller Daten immer wieder das Vorziehen oder Verschieben einer Zinserh√∂hung thematisiert und ver√§ndert auch den Au√üenwert des britischen Pfunds.

Vor diesem Hintergrund wird an den M√§rkten zwar mit einer Zinswende innerhalb der kommenden elf Monate gerechnet. Allerdings will die Entwicklung der Inflation der BoE einen Strich durch die Rechnung machen. Denn nachdem die Teuerungsrate im Januar wegen sinkender Energie- und Lebensmittelpreise auf 0,3% und damit den tiefsten Stand seit den 1960er Jahren gefallen war, ist die Unsicherheit √ľber den Zeitpunkt der urspr√ľnglich f√ľr 2015 erwarteten Zinswende der Notenbank gestiegen. Das Ziel der BoE einer Inflationsrate von 2,0% ist damit jedenfalls wieder weiter in die Ferne ger√ľckt. Und so schlie√üt Notenbankchef Mark Carney selbst eine weitere Zinssenkung nicht aus, sollte die Gefahr eines Preisverfalls auf breiter Front drohen, wie er in einem Brief an Finanzminister George Osborne schrieb.

ThyssenKrupp sechsfach √ľberzeichnet

Am gestrigen Mittwoch stand die Begebung zweier Anleihen von ThyssenKrupp im Mittelpunkt des Anlegerinteresses. Dies kam auch in der Tatsache zum Ausdruck, dass beide Anleihen 6-fach √ľberzeichnet waren. Die erste Tranche mit einer Laufzeit von 5 Jahren (A14J57), einem Kupon i.H.v. 1,75% und einem Volumen von 750 Mio. ‚ā¨ wurde bei einem Emissionsspread von +150 bps √ľber Mid Swap aufgelegt, was einem Preis von 99,328% entsprach. Die zweite Tranche (A14J58) mit einer Laufzeit von 10 Jahren, einem Kupon i.H.v. 2,50% und einem Volumen von 600 Mio. ‚ā¨ wurde bei einem Emissionsspread von +190 bps √ľber Mid Swap begeben, was einem Kurs von 98,818% gleich kam.

Aber auch das Pharmaunternehmen Roche trat gestern am Kapitalmarkt in Erscheinung und nahm mittels einer 10-j√§hrigen Anleihe 1 Mrd. ‚ā¨ auf. Das mit einem j√§hrlichen Kupon von 0,875% ausgestattete Wertpapier ist am 25.02.2025 endf√§llig und wurde bei 99,743% gepreist, was einem Emissionsspread von +17 bps √ľber Mid Swap entsprach.

Zumindest bei diesen drei Anleihen hat man sich wieder der vielen Privatinvestoren erinnert und dementsprechend als kleinste handelbare Einheit nominal 1.000,-- ‚ā¨ gew√§hlt.

Noch resistent gegen√ľber US-Renditeanstieg

In den USA ruhte am Montag infolge des Feiertags "Presidents‚Äė Day" das gesamte B√∂rsengeschehen. Aber auch in Deutschland wurde gefeiert, und zwar Rosenmontag, der Auftakt zum Endspurt im n√§rrischen Treiben. Dieses ist am Aschermittwoch vorbei, aber an den internationalen Finanzm√§rkten treiben die Verhandlungen mit der neuen griechischen Regierung sowie die angespannte politische Lage in der Ukraine weiter ihr Unwesen. Jeder Versch√§rfung bzw. Entspannung der Situation rund um die Krisenherde Athen, Br√ľssel, Kiew und Moskau f√ľhrt zu Marktreaktionen, die nicht immer rational erscheinen. So konnte das Sorgenbarometer zum Wochenstart seinem Namen alle Ehre machen und bis auf 159,37% klettern. Als sich die Situation etwas entspannte, setzten Gewinnmitnahmen den Euro-Bund-Future unter Druck. Aktuell notiert das Rentenbarometer bei 158,78%.

In solch schwierigen Zeiten ist die Charttechnik ein probates Mittel zur Meinungsbildung und zeigt folgende Fakten auf:

1. Von der bisherigen Bestmarke bei 159,54% (30.01.15) hat man sich infolge des Anstiegs der US-Renditen f√ľr US-Treasuries vorerst entfernt.

2. Ein nachhaltiges Unterschreiten der Marke bei 158,31% w√ľrde den seit Dezember vergangenen Jahres intakten Aufw√§rtstrend beenden. Dieser Punkt verschiebt sich t√§glich um ca. 11 BP nach oben und somit ist es nur eine Frage der Zeit, bis die untere Begrenzungslinie durchbrochen wird.

3. Unterst√ľtzungslinien verlaufen aktuell bei 157,70% (diverse Hochs und Tiefs im Januar 2015) und bei 156% (Tief am 22.01.2015).

Allerdings bleibt die Unsicherheit an den internationalen Finanzm√§rkten so hoch, dass die genannten Leitplanken bereits in wenigen Tagen wieder Makulatur sein k√∂nnen. Fakt ist aber dennoch, dass sich der Anstieg der amerikanischen Renditen bisher nur in geringem Ma√üe auf unsere Renditen auswirkte, und das wird nicht f√ľr immer so bleiben!

Deutschland ‚Äď Spanien \ 0,37% : 1,60% und 0 : 2

W√§hrend der in den USA feiertagsbedingt verk√ľrzten Handelswoche mussten sich die Investoren mit kurzlaufenden Geldmarkttiteln zufrieden geben. So wurden z.B. 40 Mrd. USD mittels T-Bills mit einer Laufzeit von 4 Wochen, 26 Mrd. USD f√ľr 3 Monate und 24 Mrd. USD f√ľr 6 Monate refinanziert. Den kr√∂nenden Abschluss bildet am Freitag die Aufstockung des 30-j√§hrigen inflationsindexierten T-Bonds im Volumen von 9 Mrd. USD.

In Euroland werden auch in dieser Woche wesentlich kleinere Betr√§ge aufgerufen. So stehen der Mittelaufnahme am Geldmarkt i.H.v. ca. 15 Mrd. ‚ā¨ fast 18 Mrd. ‚ā¨ an R√ľckzahlung gegen√ľber. Bei den Staatsanleihen hingegen wurden unter Ber√ľcksichtigung der Mittelverwendung (R√ľck- und Kuponzahlung) per Saldo nur ca. 9 Mrd. ‚ā¨ neu aufgenommen. Insbesondere Frankreich und Spanien werden am heutigen Donnerstag mittels Neu- und Altemissionen mit Laufzeiten zwischen 2 und 10 Jahren aktiv werden. Am gestrigen Mittwoch wurde bereits die aktuelle zehnj√§hrige Anleihe der Bundesrepublik Deutschland um 4 Mrd. ‚ā¨ auf insgesamt 9 Mrd. ‚ā¨ aufgestockt. Bei einer 1,4-fachen √úberzeichnung erfolgte die Zuteilung bei einer Durchschnittsrendite von 0,37%. Eine solche Rendite wird bei der heutigen Auktion der vergleichbaren spanischen Anleihe nicht zu erzielen sein. Daraus ergibt sich 0,37% : 1,60% im deutsch-spanischen Vergleich, mit Vorteil Deutschland. Dagegen sind im Fu√üball die gr√∂√üeren Zahlen besser und somit signalisiert das Ergebnis 0 : 2 zwischen Schalke und Madrid einen klaren Vorteil f√ľr Spanien.

Devisenkurse als Spiegelbild der News

Viele Marktteilnehmer sind zwar wintersportbegeistert, aber viele denken sich inzwischen auch: ‚ÄěWann wird‚Äė s mal wieder richtig Sommer?‚Äú Bei dieser Gelegenheit denkt mancher sicherlich an L√§nder wie Griechenland, Italien, Portugal und Spanien. Aber insbesondere Griechenland ist auch au√üerhalb der Urlaubsplanung ein Thema und die Kursentwicklung der Gemeinschaftsw√§hrung gibt ein Spiegelbild der neuesten Meldungen wider. Dennoch kann man unter‚Äôm Strich konstatieren, dass der Euro gegen√ľber dem US-Dollar in den vergangenen Tagen stabil handelte. Entweder stand eine 3 oder eine 4 an der zweiten Stelle nach dem Komma. Aktuell handelt er bei 1,1416 USD. Aber diese Kurse sind sicherlich nicht in Stein gemei√üelt.

Einige Marktteilnehmer erinnern sich aber vielleicht auch an ihren letzten, klassischerweise verregneten, England-Urlaub. Denn das Pfund Sterling steigerte seinen Wert gegen√ľber der europ√§ischen Gemeinschaftsw√§hrung infolge der wieder aufflammenden Diskussion um eine doch fr√ľher als erwartete Zinserh√∂hung auf der Insel. So fiel der Euro bis auf 0,7344 GBP zur√ľck und pendelt aktuell um die Marke von 0,7382 GBP.

Besonderes Augenmerk legten Privatanleger in dieser Handelswoche auf Fremdw√§hrungsanleihen, lautend auf US-Dollar, s√ľdafrikanische Rand und norwegische Kronen.

Der Autor dieses Artikels ist Klaus Stopp, Leiter der Skontrof√ľhrung Renten bei der Baader Bank AG. www.Baadermarkets.de

Disclaimer
Die hier wiedergegebenen Publikationen, Kommentare oder sonstigen Beitr√§ge wurden von den im Namen der Baader Bank AG Stellung nehmenden Autoren oder Kommentatoren sorgf√§ltig zusammengestellt und beruhen zum Teil auf allgemein zug√§nglichen Quellen und Daten Dritter, f√ľr deren Richtigkeit und Vollst√§ndigkeit wir keine Gew√§hr √ľbernehmen k√∂nnen. Sie stellen eine √úbersicht und Zusammenfassung ausgew√§hlter Meldungen und Zahlen dar. Die Informationen stellen keine Anlageberatung, keine Anlageempfehlung und keine Aufforderung zum Erwerb oder zur Ver√§u√üerung dar.

Die Informationen wurden einzig zu Informations- und Marketingzwecken zur Verwendung durch den Empf√§nger erstellt. Sie stellen keine Finanzanalyse i.S. des ¬ß 34b WpHG dar und gen√ľgen deshalb nicht allen gesetzlichen Anforderungen zur Gew√§hrleistung der Unvoreingenommenheit von Finanzanalysen und unterliegen nicht dem Verbot des Handelns vor der Ver√∂ffentlichung von Finanzanalysen.

Es wird keine Gew√§hr f√ľr die Geeignetheit und Angemessenheit der dargestellten Finanzinstrumente sowie f√ľr die wirtschaftlichen und steuerlichen Konsequenzen einer Anlage in den dargestellten Finanzinstrumenten und f√ľr deren zuk√ľnftige Wertentwicklung √ľbernommen. Die in der Vergangenheit erzielte Performance ist kein Indikator f√ľr zuk√ľnftige Wertentwicklungen. Bitte beachten Sie, dass Aussagen √ľber zuk√ľnftige wirtschaftliche Entwicklungen grunds√§tzlich auf Annahmen und Einsch√§tzungen basieren, die sich im Zeitablauf als nicht zutreffend erweisen k√∂nnen. Es wird daher dringend geraten, unabh√§ngigen Rat von Anlage- und Steuerberatern einzuholen.

Durch das Zurverf√ľgungstellen dieser Informationen wird der Empf√§nger weder zum Kunden der Baader Bank AG, noch entstehen der Baader Bank AG dadurch irgendwelche Verpflichtungen und Verantwortlichkeiten dem Empf√§nger gegen√ľber, insbesondere kommt kein Auskunftsvertrag zwischen der Baader Bank AG und dem Empf√§nger dieser Informationen zustande.

Es wird darauf hingewiesen, dass die Baader Bank an f√ľnf deutschen B√∂rsen als Skontrof√ľhrer t√§tig ist und es m√∂glich ist, dass das Institut in den beschriebenen Anlageinstrumenten eigene Positionen h√§lt. Dieser Aspekt kann Einfluss auf die Informationen haben. Bitte beachten Sie auch die Ausf√ľhrungen in dem Dokument "Umgang mit Interessenkonflikten bei der Baader Bank Aktiengesellschaft" das Sie unter www.baaderbank.de abrufen k√∂nnen.

Der Versand oder die Vervielf√§ltigung dieses Dokuments ist ohne die vorherige schriftliche Zustimmung der Baader Bank AG nicht gestattet. Dieses Dokument enth√§lt m√∂glicherweise Links oder Hinweise auf die Webseiten von Dritten, welche von der Baader Bank AG nicht kontrolliert werden k√∂nnen und daher kann die Baader Bank AG keine Verantwortung f√ľr den Inhalt von solchen Webseiten Dritter oder darin enthaltenen weiteren Links √ľbernehmen.

Copyright © 2012: Veröffentlicht von Baader Bank AG, Weihenstephaner Straße 4, 85716 Unterschleißheim, Deutschland.

Baader Bank AG ist eine Aktiengesellschaft nach dem Recht der Bundesrepublik Deutschland mit Hauptgesch√§ftssitz in M√ľnchen. Baader Bank AG ist beim Amtsgericht in M√ľnchen unter der Nummer HRB 121537 eingetragen und wird beaufsichtigt von der Bundesanstalt f√ľr Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), Lurgiallee 12, 60439 Frankfurt am Main und Graurheindorfer Stra√üe 108, 53117 Bonn. Die Umsatzsteueridentifikationsnummer von Baader Bank AG ist DE 114123893.

Der Vorsitzende des Aufsichtsrats ist Dr. Horst Schiessl. Die Mitglieder des Vorstands sind Uto Baader (Vorsitzender), Nico Baader, Dieter Brichmann und Dieter Silmen.

Marktticker

Quotes by TradingView

Research

weitere Kolumnen & Analysen

Anzeigen

Charttechnischer Ausblick - DAX-Future (Kontrakt 06-18) - 14. KW 2018

LYNX Broker - Indizes - Analysen - 03.04.2018
Der DAX-Future (FDAX) konnte in der letzten Handelswoche die aktuellen Jahrestiefs nur f√ľr kurze Zeit geringf√ľgig ausbauen und tendierte danach, wie angenommen, in Richtung 12.000 und folgend knapp √ľber den Widerstand von 12.100 Punkten. ... mehr

ETFs: Suche nach Alternativen

Börse Frankfurt - Indizes - 03.04.2018
3. April 2018. FRANKFURT (B√∂rse Frankfurt). Der Start in den April ist an der B√∂rse gr√ľndlich misslungen: Vor Ostern war es noch nach oben gegangen, so kletterte der DAX am Gr√ľndonnerstag auf 12.096,73 Punkte. Am heutigen Dienstag sieht es vor dem Hintergrund schwacher US-B√∂rsen aber tiefrot aus, am Mittag notiert der DAX bei nur 11.962 Z√§hlern. Der sich versch√§rfende Handelsstreit zwischen den USA und China belastet: ... mehr

Euwax Trends: Nervosität nach Ostern: Verkaufsdruck bei Chip-Werten - Handelsstreit belastet den Aktienmarkt

Börse Stuttgart - Marktberichte - 03.04.2018
Die Kurse am deutschen Aktienmarkt rutschen nach Ostern erneut ab. So notiert der DAX aktuell bei 12.022 Punkten mit 0,6 Prozent im Minus. Das vorl√§ufige Tagestief wurde am Vormittag bei 11.913 Z√§hlern festgestellt. Nun ist also erneut die Marke von 12.000 Punkten, die der Leitindex erst am vergangenen Donnerstag zur√ľckerobert hatte, zeitweise nach unten durchbrochen worden. ... mehr

Charttechnischer Ausblick - S&P-Future (Kontrakt 06-18) - 14. KW 2018

LYNX Broker - Indizes - Analysen - 03.04.2018
Der S&P-Future zeigte in der vergangenen Handelswoche eine eher seitw√§rts tendierende Bewegung, mit der Marke von rund 2.660,00 Punkten als obere und dem Unterst√ľtzungsbereich 2.590,00 als untere Grenze. Geplante Verk√§ufe an Widerst√§nden hielten somit recht gute Trade-Szenarien bereit. ... mehr

Charttechnischer Ausblick - Bund-Future (Kontrakt 06-18) - 14. KW 2018

LYNX Broker - Bonds - Analysen - 03.04.2018
Ohne nennenswerte Anzeichen schob sich der Bund-Future in den vergangenen Handelstagen weiter nach oben und erreichte am Mittwoch das Wochenziel von knapp 159,75. Widerst√§nde in den aktuellen Kursbereichen stellten nur geringf√ľgige Hindernisse dar und konnten teilweise sauber durchsto√üen werden. ... mehr

Charttechnischer Ausblick - EUR/USD - 14. KW 2018

LYNX Broker - Forex - Analysen - 03.04.2018
Mit merklichem Momentum konnte sich der EUR/USD in der vergangenen Handelswoche √ľber die Hochs der vorletzten Handelswoche schieben, was zu interessanten Kaufchancen f√ľhrte. Mit dem Erreichen des Hochs von 1,2475 war der Aufw√§rtsmove jedoch wieder vorbei und der Wert fiel in die Schiebezone zwischen 1,2400 und 1,2250 zur√ľck. ... mehr

Tagesausblick Aktien: DAX wieder unter Druck

Helaba Floor Research - Indizes - 03.04.2018
Aktienmarkt Am Donnerstag ging der DAX bei 12.096,72 Z√§hlern aus dem Handel. Dies entsprach einem Plus in H√∂he von 1,3 Prozent. Anleger nutzen das zuvor reduzierte Kursniveau zum Einstieg, wenngleich auch das Quartalsende (Stichwort: ‚Äúwindow dressing‚Äú) eine wesentliche Rolle gespielt haben d√ľrfte. ... mehr

Henkel ‚Äď den DAX langfristig geschlagen

LYNX Broker - Indizes - Aktien - 03.04.2018
Fundamentalbetrachtung der Henkel AG Die Die Henkel AG & Co. KGaA verf√ľgt den eigenen Angaben zufolge weltweit √ľber ein diversifiziertes Portfolio mit starken Marken, Innovationen und Technologien in seinen drei Unternehmensbereichen. Im st√§rksten Konzernsegment Adhesive Technologies ‚Äď dem Klebstoffbereich ‚Äď mit einem Umsatzanteil von 47 Prozent gilt Henkel als globaler Marktf√ľhrer. ... mehr

Bund Future - Erwartete Trading Range: 158.57-160.07

Helaba Floor Research - Bonds - 03.04.2018
An den internationalen Finanzmärkten kehrte vorösterliche Ruhe ein. Nach einem von großer Verunsicherung und Nervosität geprägten Handelsverlauf standen im Handelsstreit der USA mit China die Zeichen auf Entspannung. Während der Ausverkauf an den Aktienbörsen zum Stillstand kam, legten auch festverzinsliche Papiere eine Verschnaufpause ein. ... mehr

Tagesausblick Renten/Devisen: Stimmungsindikatoren im Fokus

Helaba Floor Research - Forex - 03.04.2018
statistDie verk√ľrzte Handelswoche startet mit den Einkaufsmanagerindizes des Verarbeitenden Gewerbes in der Eurozone. Vorabsch√§tzungen in Deutschland und Frankreich lassen auf nachlassende Stimmungsumfragen schlie√üen. Auch der schwelende Handelskonflikt mit den USA k√∂nnte negativen Einfluss auf die Stimmung der Einkaufsmanager aus√ľben. ... mehr

Ripple (XRP): Bärische Ostern belasten den Kurs

DailyFX - Marktberichte - Kryptowährungen - 03.04.2018
Der bankennahe Token ist nicht gut auf Ostern zu sprechen. √úber die Feiertage hatte der Kurs zeitweise rund 14 Prozent ausgehend von Freitag nachgegeben. Dar√ľber hinaus steht die 0,50-US-Dollar-Marke aktuell unter Beschuss. Die Osterfeiertage konnten den Ripple-Kurs nicht befl√ľgeln. ... mehr

DAX: Unsicherheiten bleiben bestehen

IG Markets Research - Marktberichte - 03.04.2018
03.04.2018 ‚Äď 07:15 Uhr (Werbemitteilung): US-Pr√§sident Donald Trump bleibt auch weiterhin ein Risikofaktor f√ľr die Finanzm√§rkte. Der drohende Handelskrieg zwischen den Vereinigten Staaten und China d√ľrfte auch zu Beginn des zweiten Quartals das zentrale Thema sein. Vorb√∂rslich d√ľrfte der DAX mit deutlichen Kursabschl√§gen in die Woche starten. ... mehr

Neue ETFs: Dividendenstarke Aktien aus USA und weltweit

Börse Frankfurt - Trading Business - 03.04.2018
3. April 2018. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Die Deutsche Asset Management erweitert das Angebot an Exchange Traded Funds auf Xetra und im Frankfurter Parketthandel. Mit den zwei neuen Aktien-ETFs erhalten Anleger die Möglichkeit, an der Wertentwicklung von Unternehmen mit hoher Dividendenrendite und soliden Finanzkennzahlen zu partizipieren. ... mehr

Neuer ETF: Inflationsgesch√ľtzte US TIPS

Börse Frankfurt - Trading Business - 03.04.2018
3. April 2018. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Der Emittent iShares erweitert das Angebot an Renten-ETFs auf Xetra und an der Börse Frankfurt. Mit dem Rentenindex-ETF können Anleger an der Wertentwicklung von auf US-Dollar lautenden, inflationsindexierte Anleihen des US-Schatzamtes (US TIPS) partizipieren. ... mehr

Charttechnik: Bitcoin, Bitcoin Cash, Ethereum

Formationstrader I H. Esnaashari - Forex - Kryptowährungen - 02.04.2018
Video-Chartanalyse Kryptow√§hrungen Der Bitcoin-Preis l√§uft eine untergeordnete Unterst√ľtzung an. Von hier aus hat Preis Stabilisierungspotential. ... mehr

Anzeigen