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Reine Glückssache – Die DAX-Prognosen der Banken!

Sebastian Hell I QTrade - Indizes - 05.01.2015

Wie sagte schon Mark Twain: Prognosen sind eine schwierige Sache. Vor allem, wenn sie die Zukunft betreffen. Das trifft der Kern der Sache ziemlich genau. Als Anleger sollten Sie sich frei machen von den Vorhersagen der sogenannten Experten. Werfen wir einen Blick auf die Dax-Prognosen der gut bezahlten Analysten. Man sollte davon ausgehen, dass zumindest eine gewisse Einigkeit bezüglich der Aussichten besteht, schließlich stehen die wesentlichen Daten jedem zur Verfügung. Aber siehe da, die eine oder andere Glaskugel scheint doch noch ein paar Geheimnisse mehr zu kennen. Wie sonst wäre es zu erklären, dass die DZ Bank ein Kursziel von 9500 Punkten ausgibt, die Bayern LB den deutschen Leitindex bei 10500 zum Ende des Jahres sieht und die Deutsche Bank bullische 11500 Punkte prognostiziert? Die ernüchternde Antwort: Reine Glückssache! Es ist wie mit dem Wetter – je länger der Vorhersagezeitraum, desto geringer die Eintrittswahrscheinlichkeit.

Sell-Side-Analysten

Generell muss man feststellen, dass es für einen Analysten wesentlich einfacher ist, eine Aussage bezüglich der Zukunft eines einzelnen Unternehmens zu treffen. Die Zahl der Einflussfaktoren kann im Einzelfall immer noch recht hoch sein, ist aber sicher deutlich geringer, als es wenn es um ein Verlaufsmodell für den Gesamtmarkt geht. Dennoch sollten Sie im Hinterkopf behalten, dass praktisch das gesamte frei zugängliche Research-Material der Feder von Sell-Side-Analysten entspringt. Diese Analysen dienen einem wesentlichen Zweck – der Generierung von Aufträgen, an denen die entsprechende Investmentbank durch ihre Kommissionen verdient. Daran ist nichts verwerflich und es spricht nicht zwangsläufig gegen eine gute Qualität der Arbeit. Ihnen sollte aber klar sein, dass zumindest die theoretische Versuchung besteht, etwas schwankungsfreudigere Einschätzungen abzuliefern. Am Ende des Jahres werden die Analysten nun mal nicht von ihren Kunden bezahlt, sondern erhalten ihren Anteil aus den Einnahmen des Investmentbankings.

Buy-Side-Analysten

Zieht eine Studie genügend Aufmerksamkeit (und damit verbunden entsprechende Ordertätigkeit) nach sich, ist der Job des Sell-Side-Analysten getan. Im Gegensatz dazu arbeiten Buy-Side-Analysten häufig für Fondgesellschaften und Hedge-Fonds. Sie werden, vereinfacht ausgedrückt, daran gemessen, wie oft sie richtig liegen. Es liegt auf der Hand, dass wir mit dieser Sorte von Profis lieber in einem Boot sitzen würden. Der Haken an der Sache – die Ergebnisse der Buy-Side-Analysten sind nicht für die Öffentlichkeit bestimmt. Schließlich möchte man in eine Position einsteigen bevor der große Rest der Masse die vermeintliche Chance entdeckt und dadurch einen Wettbewerbsvorteil erzielen.

Pflichtmitteilungen

Zu unserem Vorteil sind Beteiligungen an Unternehmen aber meldepflichtig, sobald bestimmte Grenzen überschritten werden. Fündig werden Sie für deutsche Werte auf der Seite der Deutschen Börse unter Pressemitteilungen und Pflichtmitteilungen. Entsprechende Daten für ausländische Werte sind jeweils an der Heimatbörse erhältlich. Bitte interpretieren Sie nicht jeden Kauf als Interesse einer großen Firma. Gerade Investmentbanken müssen häufig diese Statusmeldungen abgeben, verschieben die Anteile aber später in die Depots verschiedener Kunden.

Legale Insiderinformationen

Nach $14 des Wertpapierhandelsgesetzes ist Insiderhandel verboten und mit Freiheitsstrafen bis zu 5 Jahren geahndet. Völlig legal ist aber die Verwendung von Daten, die uns Insider kostenlos liefern und die jedem zugänglich sind. Ich spreche dabei von den sogenannten Director’s Dealings nach §15 WpHG. Unter diesen Paragraphen fallen Wertpapiergeschäfte von Mitgliedern des Managements börsennotierter Gesellschaften oder diesen nahestehenden Personen oder Gesellschaften mit Wertpapieren des eigenen Unternehmens. Die entsprechende Datenbank finden Sie auf der Homepage der BaFin (https://portal.mvp.bafin.de/database/DealingsInfo/). Auch hier ziehen Sie bitte keine voreiligen Schlüsse aus den Daten. Umfangreichen Käufen darf man durchaus eine positive Bedeutung beimessen. Gerade für Verkäufe gibt es aber zahlreiche Gründe, die nicht unbedingt mit einer negativen Erwartungshaltung einhergehen müssen. Gelegentliche und zahlenmäßig überschaubare Verkäufe können auch einfach der Diversifikation des Vermögens gelten. Skeptisch sollte man eher werden, wenn Aktien im großen Stil verkauft werden, obwohl der Kurs sich nahe seiner Tiefststände bewegt.

Ihr Sebastian Hell
CFD-Experte & Börsenjournalist

Die obenstehende Kolumne wird Ihnen präsentiert von QTrade (www.qtrade.de)!
Weitere Artikel von Sebastian Hell finden Sie auch unter https://qtrade.de/tradingblog

Über den Autor & Qtrade
Sebastian Hell hat Internationale Finance in Deutschland und den USA studiert. Er berät Vermögensverwalter und Hedge Fonds bei der Umsetzung von Handelsstrategien und veröffentlich regelmäßig im Auftrag von QTrade (www.qtrade.de) Kolumnen über die Finanzmärkte. QTrade mit Sitz in München bietet seinen Kunden neben Top-Handelskonditionen umfangreiche Zusatzsoftware für den MetaTrader 4 und 5 wie Actionlines, Sekunden-Trader, QCentral, QSnap und vieles mehr! Mehr Infos unter www.qtrade.de

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