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 Kolumne

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Fixed Income Daily - US-Datenveröffentlichungen zum Wochenschluss im Fokus

Helaba Floor Research - Bonds - 17.03.2017

Praet (EZB): Konjunkturrisiken weniger stark ausgeprägt, sie überwiegen aber noch.

Nowotny (EZB): Leitzinsen könnten auch vor Beendigung des QE-Programms erhöht werden, Reihenfolge noch offen.

Zum Wochenschluss dominieren erneut US-Datenveröffentlichungen den Kalender. Zunächst steht die Industrieproduktion im Mittelpunkt des Interesses. Die Vorgaben sind uneinheitlich. So stiegen zwar Stimmungsindikatoren des Verarbeitenden Gewerbes (beispielsweise der Einkaufsmanagerindex) im Februar deutlich an, der Index der geleisteten Arbeitsstunden aber lag laut Arbeitsmarktbericht nur leicht im Plus. Zudem war der Februar wie auch schon der Januar gemessen an den Heating Degree Days ungewöhnlich warm. Dies dürfte bei der Versorgerproduktion, die einen Anteil am gesamten Ausstoß der Industrie von rund 11 % besitzt, zu einem deutlichen Minus führen. Per saldo erscheint daher trotz der sehr guten Unternehmensstimmung nur ein kleiner Anstieg im Monatsvergleich möglich, welcher von der Aktivität des Verarbeitenden Gewerbes getragen werden sollte. Der schwache Quartalsauftakt (-0,3 % VM) dürfte dementsprechend nicht kompensiert werden. Mithin sollte es keinen Grund für eine Forcierung der Zinsspekulationen in den USA geben. Auch das Michigan Sentiment (vorläufige Daten für den laufenden Monat) steht unter gemischten Vorzeichen. Die wöchentliche Bloomberg-Befragung hat sich nochmals deutlich verbessert, das IPSOS-Verbrauchervertrauen und der TIPP-Index haben dagegen auf hohem Niveau nachgegeben. Insofern scheint es keine ausgemachte Sache zu sein, dass das Michigan Sentiment wieder zulegen kann, nachdem im Vormonat bereits ein leichter Rückgang ermittelt wurde. Insgesamt freundlich entwickelt sich jedoch der Index der Frühindikatoren des Conference Boards. Summa summarum sind Zweifel an dem Wachstumsszenario nicht angebracht und auch eine fortgesetzte graduelle Straffung der Geldpolitik seitens der US-Notenbank steht damit zunächst nicht in Frage.

Bund-Future Der Future ist daran gescheitert, das 38,2 %-Retracement des jüngsten Abwärtsimpulses bei 160,41 zu überwinden. In der Folge hat eine Korrektur eingesetzt und das technische Bild bleibt mit den intakten Verkaufssignalen von MACD, Stochastic und DMI mit Risiken behaftet. Auf der Unterseite stehen die Marken 158,73 (März-Tief) und 158,26 (zyklisches Tief von Ende Januar) im Fokus. Trading-Range: 158,30 – 160,00.

Primärmarkt Eine ereignisreiche Woche neigt sich dem Ende zu. Nach einer Zinserhöhung in den USA, einer mit Spannung erwarteten Parlamentswahl und einem umfangreichen Angebot an den europäischen Kapitalmärkten bleibt es heute ruhig. Der Primärmarktkalender hält einzig Informationen zu den Auktionen der kommenden Woche bereit. So gibt das belgische Schatzamt das Volumen der am Montag stattfinden Emissionen bekannt. Insgesamt werden drei OLO-Serien mit Laufzeiten zwischen 10 und 24 Jahren aufgestockt. Außerdem bietet sich auch für die portugiesische Schuldenagentur die Möglichkeit, eine Auktion für den kommenden Mittwoch anzukündigen. Nachdem sich das Marktumfeld im Nachgang der Wahl in den Niederlanden und einer moderaten US-Notenbank beruhigt hat, wäre der Zeitpunkt hierfür nicht ungünstig. Zwar hat sich der 10-jährige portugiesisch-deutsche Renditespread zuletzt sprunghaft von knapp 360 auf 377 Bp. erhöht, dies ist allerdings auf einen Wechsel der unterliegenden Benchmark-OT zurückzuführen. Außerdem ist der Angebotsdruck in der kommenden Woche eher gering, denn neben Belgien und möglicherweise Portugal finden sich lediglich noch die Slowakei und Deutschland im EWU-Kalender. Auktionen in Großbritannien und den USA runden das Bild ab.

Nachdem sich die Risikoaversion im Zuge der überstanden Großereignisse Niederlande-Wahl und Fed-Zinserhöhung etwas erhöht hatte, konnten Spanien und Frankreich ohne Probleme konventionelle Staatstitel im Gesamtwert von fast 12 Mrd. EUR am Markt platzieren. Die Nachfrage war solide und brachte Bid/Cover-Ratios zwischen 1,7 und 2,3 (Frankreich) sowie 1,3 und 1,6 (Spanien) hervor. Erwartungsgemäß erhöhten sich in beiden Fällen die Finanzierungskosten. Insgesamt können sich die EWU-Spreads trotz der Risikofaktoren der auslaufenden Handelswoche stabil halten. Frankreich, Spanien und Italien legten um je 14 Bp. zu, während Portugal unterer anderem aufgrund des bereits angesprochenen Benchmarkwechsels ein Plus von 26 Bp. verbuchen musste.

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