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Fixed Income Daily - Fed: Einschätzung der Zinspfade 2017 und 2018 nicht erhöht – je insgesamt 3 Erhöhungen impliziert

Helaba Floor Research - Bonds - 16.03.2017

NL: Hochrechnung sieht Ruttes VVD mit 21,2 % klar vor Wilders‘ PVV (13,1 %), dahinter Christdemokraten und Linksliberale. Vsl. schwierige Koalitionsbildung.

Globale Aktienmärkte im Plus.

Die US-Notenbank hat das Leitzinsband erwartungsgemäß um 25 Bp. auf 0,75-1,00 % erhöht. Das die Zinsentscheidung begleitende Statement, die Aussagen der Fed-Chefin Yellen und die Leitzinsprojektionen haben die weiteren Zinserwartungen per saldo nur wenig verändert. Die Mehrheit der FOMC-Mitglieder hält zwei weitere Schritte in diesem Jahr und drei Erhöhungen in 2018 für angemessen. Voraussetzung für den Zinspfad ist ein fortgesetztes Wirtschaftswachstum und eine stabile Inflationsentwicklung. Vor diesem Hintergrund spielen einfließende Konjunktur- und Preiszahlen weiterhin eine große Rolle. Heute stehen der Philadelphia-Fed-Index, Bauzahlen und die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe im Kalender. Wir halten einen Stimmungsrückgang für wahrscheinlich, nachdem die regionale Fed-Umfrage im Vormonat überraschend deutlich auf 43,3 Punkte und damit auf das höchste Niveau seit über 33 Jahren gestiegen war. Der vergleichbare Empire-State-Index gab bereits leicht nach. Da die Werte aber weit im Expansionsbereich liegen, bleibt das Wachstumsszenario intakt. Die Bauzahlen sollten das Wachstumsbild ebenfalls nicht in Frage stellen, auch wenn die Aufwärtsdynamik zuletzt etwas nachgelassen hat. Der Trend nach oben bleibt bestehen und das hohe Niveau des Stimmungsbarometers der Branche (NAHB-Wohnungsmarktindex) spricht ebenfalls für eine Fortsetzung der Erholung. Die Jobless Claims und der Report zu den offenen Stellen sollten zudem keine Zweifel an der Robustheit des US-Arbeitsmarktes aufkommen lassen. Zu erwähnen sind noch die Notenbanksitzungen in Großbritannien und der Schweiz. Mit geldpolitischen Veränderungen ist aber nicht zu rechnen und so sollte der Einfluss an den Finanzmärkten begrenzt sein.

Bund-Future Mit der US-Notenbanksitzung und der Wahl in den Niederlanden gibt es zwei Unsicherheitsfaktoren weniger. Dennoch ebbt die Nachfrage nach Bunds nicht ab. Das technische Bild des Futures hellt sich etwas auf, von einem Befreiungsschlag kann aber noch nicht gesprochen werden, denn Kaufsignale sind bislang Fehlanzeige. Wichtig wäre zunächst ein Anstieg über das 38,2 %-Retracement des jüngsten Abwärtsimpulses bei 160,41. Weitere Hürden sind im Bereich 160,63/66 zu finden, Unterstützungen um 159,50 und bei 158,73. Trading-Range: 159,00 – 160,60

Primärmarkt Die dieswöchigen Risikoereignisse sind überstanden, aber angesichts des üppig gefüllten Primärmarktkalenders haben Investoren kaum Zeit für eine Verschnaufpause. Zunächst steht Spanien im Fokus, das Staatsanleihen über das gesamte Kurvenspektrum hinweg versteigert. Die Mitte Januar neu begebene SPGB 2022 wird bereits zum dritten Mal aufgestockt. Aktuell rentiert die Anleihe um 0,58 % und damit etwa 8 Bp. höher als bei der letzten Auktion Anfang März. Die anderen drei Papiere haben per saldo ebenfalls Renditeanstiege zu verzeichnen – wie auch die restlichen EWU-Staaten. Frankreich bildet hier keine Ausnahme. Die 5-jährige OAT-Rendite liegt mit 0,2 % in der Nähe des 1,5-Jahreshochs. Bei der letzten Aufstockung Mitte Februar wurden Finanzierungskosten in Höhe von 0,09 % ermittelt. Zwar hat sich die Lage mit rückläufigen Umfragewerten der eurokritischen und rechtsgerichteten Marine Le Pen insgesamt etwas beruhigt. Die Causa Fillon beschäftigt die Märkte aber weiterhin. Inzwischen ist wegen des Vorwurfs der Scheinbeschäftigung ein Ermittlungsverfahren gegen den konservativen Kandidaten eingeleitet worden, der in diesem Zusammenhang bereits deutlich an Unterstützung verloren hat. Der ehemalige Favorit rangiert in Umfragen für den ersten Wahlgang nur auf Platz drei hinter Macron und Le Pen. Probleme bei den heutigen Emissionen erwarten wir indes nicht, zumal sich das konventionelle Angebot auf den kurzen bis mittleren Laufzeitbereich beschränkt. Zusätzlich stehen drei Linker im Angebot; insgesamt liegt das Volumen bei bis zu 9 Mrd. EUR.

Auch in Großbritannien tagt heute die Notenbank. Anders als in den USA ist allerdings nicht mit einer Straffung der Geldpolitik zu rechnen. Die Unsicherheit im Zusammenhang mit dem „Brexit“ und einem möglichen neuen Unabhängigkeitsreferendum Schottlands ist weiterhin hoch, auch wenn realwirtschaftliche und Stimmungsindikatoren bislang noch keine Einbrüche verzeichnen. Gleichzeitig bleibt der Preisdruck gedämpft und die Inflationserwartungen tendieren seit Monaten seitwärts. Mithin bleibt das Ausweitungspotenzial der britischen Zinskurve vorerst begrenzt.

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