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 Kolumnen Dr. Detlef Rettinger

Devisen: Die schleichende Verunsicherung drückt den US-Dollar

Dr. Detlef Rettinger - Forex - 14.09.2017
Eine der wichtigsten Meldungen der letzten Tage: Stanley Fischer hat am 6. September überraschend seinen Rücktritt erklärt. Seine Amtszeit als Vize-Chef der US-Notenbank Fed wäre noch bis Mitte 2018 gelaufen, die Mitgliedschaft im Zentralbankrat hätte Anfang 2020 geendet. Wer in den letzten Jahrzehnten Volkswirtschaft studiert hat und ihn nicht kennt, der hat etwas falsch gemacht. Auch mein Verständnis von Ökonomie wurde durch sein Standardwerk zur Makroökonomie, das er zusammen mit dem Deutschen Rüdiger Dornbusch verfasste, geprägt. ... mehr

Devisen: Britisches Pfund - Das Märchen von der positiven Abwertung

Dr. Detlef Rettinger - Forex - 19.08.2017
Für Laien sind ökonomische Zusammenhänge oft schwer zu durchschauen – so scheint es. Und auch Experten liegen hin und wieder daneben. Wechselkurse sind so ein Thema. In schöner Regelmäßigkeit ist z.B. zu lesen, dass die Aufwertung des Euro in den letzten Wochen der deutschen Exportwirtschaft schade. Und auf der anderen Seite die britische Wirtschaft von der Abwertung des Pfunds infolge des Brexit-Votums profitiere. Eine Abwertung soll gut sein? Dabei klingt das doch schlecht. Und tatsächlich sollten sie auch hier wie so oft dem gesunden Menschenverstand vertrauen. Eine Abwertung IST schlecht, sie schwächt die Kaufkraft einer Währung im Ausland. ... mehr

Devisen: Tschechische Krone - Weiter unter Aufwertungsdruck!

Dr. Detlef Rettinger - Forex - 05.07.2017
Die Notenbanken der kleineren Länder um die Eurozone herum haben in den letzten Jahren verschiedene Mittel gewählt, um sich gegen die Folgen der Politik der EZB zu schützen, sprich eine Aufwertung ihrer Währungen zu verhindern. Die Schweiz, Schweden und Dänemark haben wie die EZB selbst zu negativen Einlagezinsen gegriffen, Prag dagegen hat den Wechselkurs Mitte 2015 direkt fixiert, genauer gesagt, es wurde eine Untergrenze für EUR/CZK bei 27,00 CZK eingezogen. Im April hat Tschechiens Notenbank diese Untergrenze aufgegeben, etwas früher als erwartet. Die Krone hat daraufhin aufgewertet. ... mehr

Devisen: Chinesischer Yuan - Peking feuert eine Breitseite auf die Spekulanten ab!

Dr. Detlef Rettinger - Forex - 07.06.2017
Wie lange geht das noch gut in China? Diese Frage stellen sich viele, sowohl Laien als auch Experten. Hohe Verschuldung, Fehlinvestitionen, kaum noch kontrollierbare Finanzmärkte und dazu eine immer schwächer werdende Wachstumsdynamik. Geht man nach den Experten von Moody´s, dann nehmen die Risiken in den nächsten Jahren immer mehr zu. Erstmals seit 1989 hat die Rating-Agentur chinesische Anleihen herabgestuft. Peking war darüber „not amused“ und hat auf seine Weise reagiert: Möglichen Spekulationen auf eine Abwertung des Yuan, bzw. einen Anstieg von USD/CNY, wurde mit einer deutlichen Senkung des Wechselkurses begegnet. ... mehr

Bitcoins: Der Knoten ist geplatzt! Warum das Risiko trotzdem hoch bleibt.

Dr. Detlef Rettinger - Forex - 11.05.2017
Schon zu Jahresbeginn gab es eine Rallye bei der Digitalwährung Bitcoins. Diese wurde aber gestoppt, zum einen von neuen Bemühungen der chinesischen Behörden den Markt für Bitcoins zu regulieren, zum anderen von internen Problemen im Bitcoin-Markt. Es drohte eine Aufspaltung der Kryptowährung. Mit erheblichen Auswirkungen: Der Bitcoin-Preis in Euro sackte zeitweise um 30 Prozent ab. Doch das alles spielt anscheinend inzwischen keine Rolle mehr, denn die Bitcoin-Notierung explodiert derzeit, seit Anfang April gab es einen Kurssprung um mehr als 70 Prozent! ... mehr

Devisen: Warum der Franken als sicherer Hafen ausgedient hat

Dr. Detlef Rettinger - Forex - 11.04.2017
Hafen der Schweizer Währung flüchteten. Das ist jetzt kaum noch der Fall. Gewiss legt der Franken zeitweise zu, wenn die geopolitischen Spannungen steigen, wie z.B. nach dem Angriff der USA in Syrien Ende letzter Woche. Doch das ist nicht von Dauer, es gibt alsbald eine Gegenbewegung. Seit fünf Monaten hält sich EUR/CHF stabil um die Marke von 1,0700 CHF. Das ist natürlich auf die Politik der Schweizerischen Nationalbank SNB zurückzuführen. Vor allem die Einführung negativer Einlagezinsen hat sich als äußerst effektives Mittel gegen kurzfristiges Anlagekapital erwiesen. ... mehr

Devisen: Warum der Dollar zu stark und der Euro zu schwach ist

Dr. Detlef Rettinger - Forex - 14.03.2017
Die Regierung in Washington will mit allen Mitteln das Handelsbilanzdefizit der USA verringern. Multilaterale Handelsverträge sollen neu verhandelt werden und es wird mit Strafzöllen gedroht. Die größten „Sünder“ in den Augen der USA sind Deutschland, Japan und China. Bisher weiß niemand, wie stark die US-Regierung wirklich auf Protektionismus setzen wird – und inwieweit Repräsentantenhaus und Senat mitziehen würden. Am 17. März könnte es aber etwas mehr Klarheit geben, denn dann treffen sich die Finanzminister und Notenbankchefs der G20 in Baden-Baden. ... mehr

US-Dollar: Zeigen China und Japan Donald Trump, wo der Hammer hängt?

Dr. Detlef Rettinger - Forex - 15.02.2017
Der US-Dollar war kurz nach der Wahl von Donald Trump stark im Aufwind. Der die Kursentwicklung des Dollar gegenüber den Währungen der wichtigsten Handelspartner messende Index stieg im Dezember auf ein neues Hoch. Auch der Wechselkurs des Euro zum Dollar fiel auf den tiefsten Stand seit 2002. Doch die Dollaraufwertung setzte sich anschließend nicht fort, EUR/USD erholte sich wieder. Warum? Steigende Zinsen machen den Dollar attraktiver – oder nicht? Wenn die Trump-Regierung ihre Pläne für große Infrastrukturinvestitionen, finanziert mit Krediten umsetzt, dann müsste die US-Notenbank doch zu mehr Zinserhöhungen gezwungen sein, um Inflation zu verhindern? ... mehr

Devisen - EUR/USD: Profitiert der Euro vom Anziehen der Inflation?

Dr. Detlef Rettinger - Forex - 17.01.2017
Aktuell steht am Devisenmarkt vor allem das Pfund im Blickpunkt, denn der Druck auf die Regierung in London, sich zu erklären, nimmt zu. Gerüchten zufolge plant die britische Premierministerin Theresa May einen "harten" Brexit inklusive Austritt aus dem Binnenmarkt. Die Sitzung der EZB am 19. Januar wird daher etwas in den Hintergrund rücken, zumal die europäischen Notenbanker aller Voraussicht nach keine Änderungen an der aktuellen Geldpolitik beschließen werden. Trotzdem könnten bereits Nuancen in der Pressekonferenz von Mario Draghi für Kursbewegung beim Euro sorgen. ... mehr

EUR/AUD: Australischer Dollar trotz Rezession im Aufwind?

Dr. Detlef Rettinger - Forex - 13.12.2016
Als „gut“ lässt sich die Verfassung der australischen Wirtschaft derzeit sicher nicht bezeichnen. Im dritten Quartal ist das BIP entgegen den Erwartungen der meisten Experten um 0,5 Prozent gesunken. Erstmals seit 2011 gab es damit einen Rückgang der Wirtschaftsleistung gegenüber dem Vorquartal – und 2011 war eine Flutkatastrophe dafür verantwortlich. Immerhin steht gegenüber dem Vorjahr noch ein Plus von 1,8 Prozent. Die Schwäche ist breit gefächert: Exporte, Staatsausgaben, Bauinvestitionen, überall gab es Rückgänge. Im Minensektor sind die Investitionen das zwölfte (!) Quartal in Folge gesunken. ... mehr

Devisen - USD/JPY: Was für eine Wende nach oben spricht!

Dr. Detlef Rettinger - Forex - 18.10.2016
Der Yen ist 2016 eine der stärksten Währungen, das hätte zu Jahresbeginn kaum einer erwartet. Der Wechselkurs des US-Dollars zum Yen fiel seit Anfang Januar zeitweise um 17 Prozent auf den niedrigsten Stand seit Ende 2013, auch der Euro gab zum Yen um etwa 15 Prozent nach. Am Devisenmarkt sind das bedeutende Kursbewegungen! Dabei schien noch Ende 2015 alles klar: Die US-Notenbank erhöht langsam den Leitzins und die Bank of Japan tritt weiter aufs geldpolitische Gaspedal. In der Logik der Wechselkurse bedeutet das Aufwertungsdruck auf den Dollar, da dieser durch die höheren Zinsen für Anleger – relativ – attraktiver wird. ... mehr

Devisen - US-Dollar im Aufwind – EUR/USD fällt

Dr. Detlef Rettinger - Forex - 30.08.2016
Was macht die US-Notenbank? Diese Frage wird den Devisenmarkt auch in den nächsten Monaten weiter bewegen. Kommt eine Zinserhöhung – erst die zweite seit Dezember 2015 – schon im September oder erst im Dezember oder gar nicht? Viele Finanzexperten und auch viele Anleger sind der Ansicht, dass die Notenbanker überhaupt keine andere Wahl haben als die Zinsen auf dem aktuellen Niedrigstniveau zu halten. Das stimmt schon, starke Anhebungen sind nicht zu erwarten. ... mehr

Devisen - Türkische Lira: Setzt sich der Absturz fort?

Dr. Detlef Rettinger - Forex - 09.08.2016
Das politische Erregungsniveau in der Türkei, vor allem in der türkischen Regierung ist nach wie vor extrem hoch. An den Märkten hat sich die Lage dagegen nach dem fehlgeschlagenen Putsch wieder etwas normalisiert. Die Börse in Istanbul stabilisierte sich und auch die Lira setzte ihren anfänglichen Kurssturz nicht fort. Da drängt sich die Frage auf: Ist das nur die Ruhe vor dem Sturm und droht der Lira bald ein richtiger Ausverkauf? Klar ist jedenfalls, dass die politischen Turbulenzen das Investitionsklima verschlechtern und zu einem verstärkten Abzug von Kapital führen dürften. ... mehr

Devisen - Warum EUR/JPY vor einer Wende stehen könnte

Dr. Detlef Rettinger - Forex - 21.06.2016
Angesichts der Abstimmung über den Brexit am Donnerstag steht in dieser Woche das Britische Pfund im Blickpunkt. Viele Hedge Fonds und andere Spekulanten haben sich in den letzten Wochen short positioniert, weil es wahrscheinlich schien, dass die mit der Abstimmung verbundene Unsicherheit auf dem Pfund lasten würde. Das hat sich bewahrheitet. Allerdings wird kaum ein Hedge Fonds auf etwas so Unwägbares wie den Ausgang einer Volksabstimmung wetten wollen. Wahrscheinlich werden daher bei den Pfund-Short-Positionen in den nächsten Tagen weiter Gewinne mitgenommen. ... mehr

Devisen - Chinesischer Yuan: Droht ein erneuter Absturz?

Dr. Detlef Rettinger - Forex - 14.06.2016
Die Experten von Goldman Sachs sehen ein zunehmendes Risiko dafür, dass sich die Turbulenzen vom Januar beim Yuan/Renminbi wiederholen. Vor fünf Monaten hatten zunehmende Kapitalabflüsse für Abwertungsdruck auf die chinesische Währung gesorgt. Spekulationen, die chinesische Notenbank werde zu einer drastischen Anpassung des Wechselkurses USD/CNY nach oben gezwungen sein, lösten weltweit Turbulenzen an den Märkten aus. Die Börsen brachen ein. Die Befürchtungen waren nicht aus der Luft gegriffen, denn bereits im August 2015 hatte die Notenbank zu einem solchen Schritt gegriffen. ... mehr

Devisen - Yen: Kommt jetzt die Wende!?

Dr. Detlef Rettinger - Forex - 31.05.2016
Die Staatschef der sieben größten Industrienationen trafen sich Ende letzter Woche in Japan. Die ganz große Krise musste diesmal nicht gelöst werden. Dafür stand die anhaltende globale Wachstumsschwäche im Vordergrund: Die Weltwirtschaft wächst langsamer, als es potenziell möglich wäre. Bleibt die Wachstumsrate aber unter dem von den Volkswirten so genannten Potenzialwachstum, dann bringt das Druck auf die Preise, sprich Deflationsgefahr. ... mehr

Euro: Absturz trotz guter Konjunkturdaten!

Dr. Detlef Rettinger - Forex - 24.05.2016
Das Wachstum der deutschen Wirtschaft im zweiten Quartal war eine positive Überraschung: Es gab eine Zunahme des Bruttoinlandsprodukts um 0,7 Prozent gegenüber dem Vorquartal – das entspricht einer Jahresrate von stattlichen 2,7 Prozent. Nicht zuletzt die Ausrüstungsinvestitionen der Unternehmen haben zum starken Wachstum beigetragen. Offenbar ist das Zukunftsvertrauen der Unternehmen nicht so schlecht, wie manche denken. Das zeigten auch die am Montag veröffentlichten Einkaufsmanagerindizes. ... mehr

Brasilianischer Real: So können Sie von einer Aufwertung profitieren!

Dr. Detlef Rettinger - Forex - 10.05.2016
Hurra! Brasilien bekommt eine neue Regierung und alles wird gut. Dieses Szenario wird – überspitzt gesagt – derzeit an den Märkten gespielt. Mal sieht es so aus, mal wieder nicht, als könne die bei vielen unbeliebte Regierung von Dilma Rousseff in den nächsten Wochen aus dem Amt gedrängt werden. Fragen Sie mich nicht, wie genau. Tatsache ist jedenfalls, dass zu ihrer Ablösung eine „marktfreundliche“ Regierungsmannschaft bereit steht. Viele hoffen darauf, dass diese das Land aus der schwersten Rezession seit Jahrzehnten führen kann. ... mehr

Devisen - Warum Silber gegenüber Gold aufholen wird!

Dr. Detlef Rettinger - Forex - 19.04.2016
Während der Goldpreis längst auf den höchsten Stand seit mehr als einem Jahr gestiegen ist, dümpelt der Silberpreis hinterher. Der kleine Bruder von Gold hat gerade erst das Hoch vom letzten Oktober überschritten. Woran liegt diese Underperformance? Bewegen sich die Preise von Silber und Gold nicht im Gleichschritt? Nein. Sie sind eng korreliert, vor allem was die kurzfristigen Bewegungen betrifft, aber sie liefen auch häufig in der Geschichte weit auseinander. Der Grund dafür ist vor allem die Konjunkturanfälligkeit von Silber: ... mehr

Devisen - Die Ohnmacht der Bank of Japan

Dr. Detlef Rettinger - Forex - 05.04.2016
Jetzt haben die japanischen Notenbanker doch alles unternommen, um den Yen zu schwächen und damit den Export anzukurbeln: Ende Januar wurden sogar überraschend negative Einlagezinsen für Geschäftsbanken im Stil der EZB eingeführt. Und wie danken es die Devisenhändler der Bank of Japan? Sie kaufen den Yen und lassen den Wechselkurs zum US-Dollar auf den tiefsten Stand seit Ende 2014 fallen. Nationale Geldpolitik bekommt offenbar ihre Grenzen aufgezeigt. Tatsächlich steht USD/JPY trotz der Gegenbewegung der letzten Wochen immer noch fast 40 Prozent höher als Ende 2012. ... mehr

Warum ein Kurseinbruch bei US-Staatsanleihen droht!

Dr. Detlef Rettinger - Bonds - 30.03.2016
Genaue Zahlen, welche Anleger wo engagiert sind, gibt es meist nicht. Besonders das Wirken der Hedge-Fonds lässt sich nur schwer erfassen - kein Wunder, denn an Transparenz ist den in ständiger Flucht vor dem Fiskus befindlichen Fonds nicht gelegen. Aber es gibt Schätzungen: Die Zahlen der US-Notenbank selbst legen nahe, dass die Hedge-Fonds seit 2013 zum drittgrößten Eigentümer von US-Staatsanleihen (T-Bonds) aufgestiegen sind – nach China und Japan. ... mehr

Devisen - EUR/USD: Zu hohe Erwartungen an die EZB?

Dr. Detlef Rettinger - Forex - 01.03.2016
Viele Anleger hatten sich vom G20-Treffen am vergangenen Wochenende konkrete Maßnahmen erwartet, um die Konjunktur anzukurbeln. Diese Erwartungen wurden prompt enttäuscht: Es gab einige wohlmeinende Absichtserklärungen, wie z.B. die sich über Abwertungen keine nationalen Vorteile auf Kosten der anderen Länder verschaffen zu wollen. Neu war vor allem die Erklärung, dass eine „enge Abstimmung über die Devisenmärkte“ erfolgen soll. ... mehr

Devisen: Britisches Pfund: Brexit - Der Anfang vom Ende?

Dr. Detlef Rettinger - Forex - 23.02.2016
Der britische Premierminister hat auf dem EU-Gipfel Ende letzter Woche mehr erreicht, als die meisten Experten für möglich hielten. Er konnte viele seiner Reformforderungen durchsetzen und die Ausnahmeregelungen für Großbritannien ausweiten. Das sollte die Befürworter eines Verbleibs in der EU stärken und wäre damit ein positives Signal für das Pfund. Entsprechend reagierte der Devisenmarkt am Freitag kurz nach den EU-Beschlüssen: Das Pfund legte zu. Cameron kann das Brexit-Gespenst nicht vertreiben Zu Beginn dieser Woche drehte sich aber das Blatt und der Abwertungsdruck auf die britische Währung verstärkte sich. ... mehr

Devisen - Bricht der Yuan zusammen wie 1992 das Pfund?

Dr. Detlef Rettinger - Forex - 10.02.2016
Der Yuan wertet in diesem Jahr ab, das ist Konsens unter den Währungsexperten. 39 von 45 Analysten erwarten der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge 2016 einen Kursrückgang der chinesischen Währung gegenüber dem US-Dollar. Es gibt unter Experten und Anlegern nur wenige abweichende Meinungen. Auch die Hedge-Fonds haben sich einseitig gegen den Yuan positioniert. Das nimmt laut Investorenlegende Bill Gross Ausmaße an wie 1992, als spekulative Attacken das Britische Pfund aus dem Europäischen Währungssystem EWS gezwungen hatten. ... mehr

Devisen - Yen: Wegen Negativ-Zinsen unter Verkaufsdruck!

Dr. Detlef Rettinger - Forex - 02.02.2016
Die Notenbanken sind zurück! Zuerst hat die EZB auf die Turbulenzen an den Märkten reagiert und eine weitere Lockerung der Geldpolitik in Aussicht gestellt. Im März wird der Leitzins möglicherweise weiter in den negativen Bereich abgesenkt. Am letzten Mittwoch legte die US-Notenbank dann mit einem „dovish statement“ (so die Fachsprache) nach. Die „taubenhaften Aussagen“ legen nahe, dass Fed-Chefin Yellen so bald keine weitere Anhebung des Leitzinses verkünden wird. Da wollte sich die Bank of Japan ebenfalls nicht lumpen lassen: ... mehr

Devisen - Hongkong-Dollar: Währungsmarkt vor neuem Schock?

Dr. Detlef Rettinger - Forex - 27.01.2016
Nachdem Peking die Bindung des Yuan an den US-Dollar aufgeben hat – die chinesische Währung orientiert sich nun an einem Basket – geriet auch der Hongkong-Dollar immer mehr ins Visier der Spekulanten. In den letzten Wochen hat sich der Abwertungsdruck auf die Währung der ehemaligen britischen Kronkolonie intensiviert, weil auch der Chinesische Yuan zeitweise kräftig abgewertet wurde. USD/HKD stieg auf den höchsten Stand seit 2007. Zuletzt hat sich jedoch wegen der allgemeinen Erholung an den Märkten zeitweise der Abwertungsdruck auf den Hongkong-Dollar wieder etwas verringert. ... mehr

Devisen - Kanadischer Dollar: Mehr Abwertungsdruck durch Zinssenkung?

Dr. Detlef Rettinger - Forex - 19.01.2016
Die Abwärtsspirale beim Ölpreis dreht sich weiter: Der Preis je Barrel für die US-Sorte WTI ist auf den tiefsten Stand seit 12 Jahren gefallen. Schlecht ist das vor allem für die Ölkonzerne und für die Länder, die in wesentlichen Teilen vom Ölexport leben. Dazu zählt Kanada. Die Entwicklung des Kanadischen Dollars („Loonie“) spiegelt das wider: Der Wechselkurs USD/CAD ist zu Jahresbeginn kräftig nach oben geschossen und erreichte das höchste Kursniveau seit Anfang 2003. Ist das gerechtfertigt? ... mehr

Devisen - Chinesischer Yuan: Die Abwertungsspirale dreht sich weiter!

Dr. Detlef Rettinger - Forex - 12.01.2016
In den letzten Monaten schien Peking die Lage an den Märkten ganz gut im Griff zu haben. Nach der überraschenden Yuan-Abwertung und dem Kurssturz am Aktienmarkt im letzten August hatte sich die Lage beruhigt. Peking hat dies nicht zuletzt mit massiven direkten Käufen am Aktien- und am Devisenmarkt erreicht. Die größten Devisenreserven der Welt sind daher 2015 um 500 Mrd. USD auf 3.330 Mrd. USD gefallen. Obwohl sich die Devisenabflüsse zuletzt stark beschleunigten, hatte sich bereits im Dezember neuer Aufwärtsdruck auf USD/CNY aufgebaut. ... mehr

Devisen - EUR/CHF: Die Schweizer Notenbank will den Franken schwächen! Gelingt das?

Dr. Detlef Rettinger - Forex - 22.12.2015
Es hat auf den Fluren der Schweizerischen Nationalbank SNB sicher für großes Aufatmen gesorgt: Die Europäische Zentralbank hat bei der Sitzung Anfang Dezember ihre expansiven Maßnahmen weniger stark ausgeweitet als erwartet. Der Euro reagierte daraufhin mit einem Kursanstieg und nicht mit dem befürchteten Ausverkauf. Der Wechselkurs zum Franken blieb relativ stabil. Die SNB war daher nicht gezwungen bei ihrer eigenen Sitzung am 10. Dezember nachzulegen und den Leitzins weiter in den negativen Bereich zu senken, um eine Aufwertung des Franken zu verhindern. ... mehr

Devisen - Steht die Abwertungsspirale beim Yuan erst am Anfang?

Dr. Detlef Rettinger - Forex - 15.12.2015
Der Chinesische Yuan setzt im Vorfeld der Sitzung der US-Notenbank Fed am Mittwoch seinen Anfang November gestarteten Abwertungstrend fort. USD/CNY stieg auf das höchste Kursniveau seit Mitte 2011 und damit über den Stand, der noch im August weltweit Schockwellen um die Finanzmärkte geschickt hatte. Was ist jetzt anders, warum hält sich die Aufregung in Grenzen? Zum einen sieht es inzwischen so aus, als hätte Peking alles unter Kontrolle, die Yuan-Abwertung verläuft schrittweise. ... mehr

Devisen - EUR/AUD: Der Australische Dollar kommt wieder unter Druck

Dr. Detlef Rettinger - Forex - 08.12.2015
Der Australische Dollar (Aussie) zeigte sich in den letzten Wochen sehr stabil, besonders gegenüber dem US-Dollar. Das war überraschend, denn eigentlich bestehen die Gründe für den Verkaufsdruck auf den Aussie fort: Die Wirtschaft zeigt nach vielen Jahren des Aufschwungs eine anhaltende Schwäche. Grund dafür ist vor allem, dass die Länder in Ostasien, allen voran China, weniger Rohstoffe aus Australien nachfragen und die Rohstoffpreise teils heftig eingebrochen sind. Der Preis für Eisenerz, dem wichtigsten Exportprodukt Australiens, ist Anfang Dezember auf den tiefsten Stand seit zehn Jahren gefallen. Trotzdem legte der Aussie bis vor kurzem zu. Warum? ... mehr

Devisenmarkt: Was geschieht nach der EZB-Sitzung am Donnerstag?

Dr. Detlef Rettinger - Forex - 01.12.2015
Am 3. Dezember ist es soweit, der Rat der Europäischen Zentralbank tritt zu einer Sitzung zusammen und anschließend darf Mario Draghi das Ergebnis vor der Presse verkünden und erläutern. Und der Italiener macht auf mich den Eindruck, als würde er den Einfluss seiner Worte auf die Märkte durchaus genießen. Er selbst und einige seiner Kollegen aus dem EZB-Rat haben die Latte schon im Vorfeld recht hochgelegt. Deutliche Maßnahmen, um die Geldpolitik noch expansiver zu gestalten, wurden angekündigt. ... mehr

Devisen - EUR/USD: Sturm im Dezember!

Dr. Detlef Rettinger - Forex - 23.11.2015
Es braut sich ein Sturm zusammen für den Wechselkurs des Euro zum US-Dollar. Treffen dürfte er EUR/USD im Dezember: Erst wird die EZB bei ihrer Sitzung am 3. Dezember weitere energische expansive geldpolitische Maßnahmen ergreifen. Da EZB-Chef Mario Draghi der Doktrin „viel hilft viel“ anhängt, könnten die Beschlüsse die Erwartungen noch übertreffen. Eine Erweiterung der Anleihekäufe, negative Zinsen und ein Hinausschieben der Normalisierung der Geldpolitik auf den Sankt-Nimmerleins-Tag wird den Euro unter Druck setzen, nicht nur gegenüber dem US-Dollar. ... mehr

Forex: Was geschieht bei einer Panik am Devisenmarkt?

Dr. Detlef Rettinger - Forex - 17.11.2015
Die Akteure an den Märkten hatten über das Wochenende Zeit, um die Anschläge von Paris einigermaßen zu verdauen und wirtschaftlich einzuordnen. Die Kursreaktionen an den Märkten waren relativ verhalten, Panik blieb aus. Das würde sich erst ändern, wenn die politische Lage – wie auch immer – weiter eskaliert. Die vergleichsweise ruhige Reaktion auch am Devisenmarkt war nicht unbedingt zu erwarten, denn die allgemeine Stimmung ist derzeit labil. ... mehr

Gold: Spekulanten drücken den Preis

Dr. Detlef Rettinger - Commodities - 10.11.2015
Wer oder was bestimmt den Goldpreis? Diese Frage ist stark umstritten. Viele gehen davon aus, dass angesichts der in den letzten Jahrzehnten stark gestiegenen Umsätze am Futuresmarkt die Spekulanten für das Auf und Ab beim Goldpreis verantwortlich sind. Andere machen – ganz traditionell – Veränderungen bei Angebot und Nachfrage nach physische Gold für Preisveränderungen verantwortlich. Der Standpunkt hängt nicht selten von der Profession ab. So gehen die Analysten von Goldman Sachs davon aus, dass die zu erwartenden Zinserhöhungen der US-Notenbank weiter auf den Goldpreis drücken. ... mehr

Bund-Future: Setzt sich der Aufwärtstrend fort?

Dr. Detlef Rettinger - Forex - 03.11.2015
Ja was denn nun? Nach eher durchwachsenen Konjunkturdaten aus den USA gingen die meisten Experten davon aus, dass die US-Notenbank Fed bei ihrer Sitzung am 28. Oktober ihre vorsichtige Haltung beibehalten würde. Dem war aber nicht so. Aus dem Statement nach der Sitzung wurde der Passus, dass die Notenbanker über zunehmende Finanzmarktrisiken besorgt seien, gestrichen. Die Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung bei der nächsten Sitzung am 16. Dezember ist nicht nur aus diesem Grund deutlich gestiegen. Das heißt nicht, dass eine Zinserhöhung schon sicher ist, aber es wird der Fed schwer fallen wieder zurück zu rudern. ... mehr

Devisen - Russischer Rubel: Wie Sie von den hohen Zinsen profitieren können!

Dr. Detlef Rettinger - Forex - 27.10.2015
Für so genannte Carry Trades war der Rubel in diesem Jahr eine der besten Adressen. Angaben der Citigroup zufolge ließen sich damit in der ersten Jahreshälfte 18 Prozent verdienen. Bei Carry Trades nehmen Anleger in einer niedrig verzinsten Währung (z.B. dem US-Dollar) Kredite auf, um das Geld in einer höher verzinsten Währung (z.B. dem Rubel) anzulegen. Russische Anleihen besitzen derzeit eine durchschnittliche Rendite von 10 Prozent, nur Brasilien bietet noch mehr. Privatanleger haben allerdings kaum die Möglichkeit, zu geringen Kosten Carry Trades durchzuführen. ... mehr

Devisen - EUR/USD: Die EZB will einen schwächeren Euro!

Dr. Detlef Rettinger - Forex - 20.10.2015
Chinas Wirtschaft ist im 3. Quartal mit 6,9 Prozent gewachsen. Das war etwas besser als erwartet und sorgte daher an den Märkten für Erleichterung. Dass die September-Zahlen zur Industrieproduktion schlechter ausfielen als erwartet, wurde beiseitegeschoben. Die Gefahr einer „harten Landung“ der chinesischen Wirtschaft ist in den Augen vieler Anleger geringer geworden und das sorgt aktuell für eine verstärkte Nachfrage nach renditeträchtigen Anlagen wie Aktien, Rohstoffen und hochverzinsten Währungen aus den Schwellenländern. ... mehr

Devisen: Chinesischer Yuan: Schockt Peking mit weiterer Abwertung?

Dr. Detlef Rettinger - Forex - 13.10.2015
Die Abwertung des Yuans (CNY) durch die chinesische Notenbank im August sorgte für heftige Turbulenzen, nicht nur am Devisenmarkt. Es war gemeinsam mit dem Kurssturz an Chinas Börsen ein maßgeblicher Grund für den Einbruch an vielen Aktienmärkten, auch dem deutschen. Inzwischen spielt das Thema anscheinend kaum noch eine Rolle. Peking ist es offenbar gelungen, die Märkte zu überzeugen, dass es keine weitere Abwertung geben wird. Aber stimmt das, wird das Risiko nicht unterschätzt? ... mehr

Devisen: Mexikanischer Peso vor deutlicher Erholung!?

Dr. Detlef Rettinger - Forex - 06.10.2015
Die lateinamerikanischen Währungen zeigten in den letzten Monaten mit die schwächste Performance. Der Brasilianische Real stürzte gegenüber dem US-Dollar im dritten Quartal um mehr als 22 Prozent ab, der Mexikanische Peso verlor immerhin über sieben Prozent. Der Grund dafür liegt vor allem im fortgesetzten Verfall der Rohstoffpreise, denn Lateinamerika exportiert vor allem Rohstoffe. Daneben wirkt sich auch die erwartete Zinserhöhung in den USA und der damit verbundene Aufwertungsdruck auf den US-Dollar negativ aus. ... mehr

Devisen -Wird der Euro zum sicheren Anlagehafen?

Dr. Detlef Rettinger - Forex - 29.09.2015
Der Euro geht den Weg des Yen und wird immer mehr zum Sicheren Anlagehafen in stürmischen Zeiten. Zwar steigt der Euro nicht immer, wenn die Unruhe und die Risikoaversion an den Märkten zunehmen, aber die Tendenz geht in diese Richtung. Die Gründe sind wie beim Yen: In der Eurozone wird mehr gespart als investiert. Das führt zu einem Kapitalüberschuss, der ins Ausland fließt und dort lukrativere Anlagemöglichkeiten sucht. Die EZB verstärkt – wie die Bank of Japan – diesen Trend durch ihre extrem expansive Geldpolitik. ... mehr

Devisen - EUR/USD: Bald wieder unter Druck?

Dr. Detlef Rettinger - Forex - 15.09.2015
Möglicherweise langweilt es Sie ja, hier schon wieder über die Fed-Sitzung am 16./17. September zu lesen, aber es ist nun einmal derzeit DAS marktbewegende Thema. Der Ausgang der Zinsentscheidung ist offen. Aus meiner Sicht wäre eine Anhebung sinnvoll, um Unsicherheit aus dem Markt zu nehmen. Zudem droht andernfalls ein Vertrauensverlust in die US-Notenbank. Die Mehrheit der Experten sieht dies aber nicht so: Nach einer Reuters-Umfrage rechnen 10 von 17 Volkswirten nicht mit einer Zinserhöhung in dieser Woche. ... mehr

Devisen - EUR/CAD: Kanadischer Dollar vor heißem Oktober!

Dr. Detlef Rettinger - Forex - 08.09.2015
Der Kanadische Dollar steht bereits seit Monaten unter Abwertungsdruck, besonders gegenüber dem US-Dollar, aber auch gegenüber dem Euro. Verantwortlich dafür ist in erster Linie der Verfall des Ölpreises, denn die Förderung und der Export des Schwarzen Goldes spielen für die Wirtschaft eine zentrale Rolle. Aber das ist es nicht allein. Kanada hat eine lange Phase kräftigen Wachstums hinter sich, die auch durch einen boomenden Immobilienmarkt und eine steigende Verschuldung der Privathaushalte getrieben war. Die Wirtschaft wird an diese starke Expansionsphase nicht so schnell wieder anschließen können. ... mehr

Devisen - EUR/CHF: Still und heimlich nach oben!?

Dr. Detlef Rettinger - Forex - 01.09.2015
Die Schweizer Konjunkturdaten fielen im Sommer etwas besser aus als erwartet, im zweiten Quartal legte das BIP überraschend um 0,2 Prozent zu. Nach wie vor lastet aber der starke Franken schwer auf der Exportwirtschaft. Die Wachstumsrate für das Gesamtjahr 2015 wird voraussichtlich nur 0,6 Prozent betragen – zum Vergleich: Deutschland wächst voraussichtlich um 1,9 Prozent. Ein besonderes Problem für die Notenbank ist der Deflationsdruck, die Inflationsrate liegt derzeit bei minus 1,3 Prozent. ... mehr

Gold: Ist das die Wende nach oben?

Dr. Detlef Rettinger - Commodities - 25.08.2015
Vor kurzem habe ich in meiner regionalen Tageszeitung folgenden Artikel gefunden: „Profis kehren Gold den Rücken“. Wenn das kein typischer Kontra-Indikator ist: Nach drei Jahren mit einem fallenden Goldpreis greifen auch die Massenmedien das Thema auf. Ist es also nun Zeit, Gold zu kaufen? Kurzfristig gibt es jedenfalls zweifellos eine Wende beim Goldpreis: Seit dem Tief bei 1.080 USD legte Gold wieder um 85 Dollar zu. Die Gründe dafür sind – wie derzeit für fast alle Entwicklungen an den Märkten – in China zu finden. ... mehr

Devisen - Chinesischer Yuan: Die Aufregung um die Abwertung ist übertrieben!

Dr. Detlef Rettinger - Forex - 18.08.2015
In den Nachrichten hören Sie meist dies: „China wertet den Yuan ab und tritt einen Währungskrieg los“. Entsprechend reagieren viele Akteure an den Märkten wie ein aufgeschreckter Hühnerhaufen. Es ist daher Zeit, die Geschehnisse der letzten Woche vernünftig einzuordnen. Die Peoples Bank of China (PBoC) selbst spricht nicht von einer Abwertung, sondern davon, dass die lang angekündigte Liberalisierung des Wechselkurses umgesetzt wird. ... mehr

Devisen - Rubel: Bietet die erneute Abwertung eine Einstiegschance?

Dr. Detlef Rettinger - Forex - 11.08.2015
Der Rubel zählt zu den Währungen, die stark an die Rohstoffpreise gekoppelt sind. Der Absturz beim Ölpreis Ende 2014 führte daher zu massivem Abwertungsdruck, USD/RUB und EUR/RUB schossen nach oben. Als sich der Ölpreis in der ersten Hälfte 2015 stabilisierte, ließ auch die enge Verbindung zum Rubel nach. EUR/RUB fiel deutlich zurück. Doch seit der Ölpreis wieder im Sinkflug ist, kommt auch der Rubel erneut unter Verkaufsdruck. Ich gehe davon aus, dass dieser kurzfristig noch anhält, und zwar aus zwei Gründen: 1. Regierung und Notenbank kommt eine schwache Währung nicht ungelegen. 2. Der Ölpreis bleibt dauerhaft niedrig. ... mehr

Devisen - EUR/USD: Kursanstieg nach US-Arbeitsmarktdaten?

Dr. Detlef Rettinger - Forex - 04.08.2015
Die US-Notenbank lässt sich weiterhin alles offen. Wer in der letzten Woche gedacht hatte, dass die Geldpolitiker eindeutige Hinweise auf eine Leitzinserhöhung bei der nächsten Sitzung im September geben würden, sah sich getäuscht. Entsprechend reagierte der US-Dollar nach der Sitzung am Mittwoch mit einem kleinen Schwächeanfall, der aber rasch wieder wettgemacht wurde. Dieses Auf und Ab wird uns auch die nächsten Wochen begleiten. ... mehr

Devisen - EUR/USD: Sorgt die US-Notenbank für weiter Turbulenzen?

Dr. Detlef Rettinger - Forex - 28.07.2015
Die Verunsicherung an den Märkten ist derzeit mit Händen greifbar. Die Kursentwicklungen werden immer undurchschaubarer und widersprüchlicher. Besonders spektakulär ist die Entwicklung am Rohstoffmarkt: Der Goldpreis sackt auf den tiefsten Stand seit 2010 ab und auch die Preise anderer Rohstoffe wie Öl und Kupfer fallen kräftig. Am Devisenmarkt sorgt besonders der Abwertungsdruck bei den Währungen der Schwellenländer für Furore. Emerging-Markets-Währungen werden verkauft Der von der Agentur Bloomberg ermittelter Index der Emerging-Markets-Währungen ist auf ein Allzeittief gefallen. ... mehr

Devisen - NZD/USD: Verstärkt Zinssenkung den Abwärtsdruck?

Dr. Detlef Rettinger - Forex - 21.07.2015
Die Lösung im Schuldenstreit mir Griechenland – es wäre wohl besser, von der Vermeidung des Grexit um jeden Preis zu sprechen – sorgte für Erleichterung an den Märkten. Ein Unsicherheitsfaktor kann erst einmal ad acta gelegt werden. Die Folgen sind aber durchaus überraschend, denn es legte nicht etwa der Euro zu, sondern der US-Dollar. Der Grund: Mehr Sicherheit an den Märkten bedeutet eine höhere Wahrscheinlichkeit für Zinserhöhungen in den USA. Besonders stark konnte der Greenback zuletzt gegenüber den „kleinen Dollars“ zulegen. ... mehr

Devisen - USD/CAD: Interessante Chance für Trader!

Dr. Detlef Rettinger - Forex - 14.07.2015
Auch wenn die tägliche Berichterstattung etwas anderes suggeriert: Das Thema Griechenland rückt an den Märkten langsam in den Hintergrund. Dafür richtet sich der Fokus wieder verstärkt auf die Frage, ob die US-Notenbank in den nächsten Monaten den Leitzins anhebt. In den nächsten Tagen werden zahlreiche US-Konjunkturdaten veröffentlicht, die dieser Spekulation neue Nahrung geben könnten. Ein Näherrücken der Zinswende würde den US-Dollar wieder unter Aufwertungsdruck setzen, möglicherweise besonders stark gegenüber dem Kanadischen Dollar. ... mehr

Devisen - US-Dollar vor neuer Rallye?

Dr. Detlef Rettinger - Forex - 07.07.2015
In den Medien dominiert derzeit das Thema Griechenland, sicher nicht ganz zu Unrecht. An den Märkten dagegen rückt immer mehr die Frage nach der weiteren Geldpolitik in den USA in den Blickpunkt. Erhöht die US-Notenbank Fed im September den Leitzins? Es wäre die erste Zinsanhebung seit 2007! Zinswenden sorgen an sich schon an den Märkten meist für starke Kursbewegungen. Diesmal endet zudem eine seit sieben Jahren bestehende, beispiellose Politik der Niedrigst-Zinsen. ... mehr

Devisen - EUR/TRY: Türkische Lira – eine heiße Wette!

Dr. Detlef Rettinger - Forex - 02.07.2015
Die Parlamentswahlen in der Türkei hinterließen eine politische Patt-Situation. Die bisherige Regierungspartei AKP und ihr Präsident Tayyip Erdogan wurden abgestraft. In den nächsten Wochen sollen die Möglichkeiten einer Koalitionsregierung ausgelotet werden. Nur wenn es innerhalb von 45 Tagen zu einer Regierungsbildung kommt, könnten Neuwahlen und eine weitere politische Hängepartie vermieden werden. Die Spekulationen darüber treiben derzeit die Lira auf und ab. ... mehr

Devisen - EUR/SEK: Die Schweden-Krone wird wieder stärker!

Dr. Detlef Rettinger - Forex - 26.06.2015
Die schwedische Notenbank war bislang erfolgreich darin, eine Aufwertung der Krone zu verhindern. Die Riksbank antwortete auf die Anleihekäufe der EZB mit der Senkung des Leitzinses auf -0,25 Prozent und mit eigenen Anleihekäufen. EUR/SEK bewegte sich unter dem Strich in den letzten Wochen seitwärts in einem Intervall zwischen 9,06 und 9,43 SEK. Allerdings hat sich zuletzt die Aussicht auf eine weitere Zinssenkung verringert, denn die Inflationsrate zog im Mai überraschend an. Tatsächlich rechnen auch wir unter diesen Umständen in den nächsten Monaten nicht mit einer weiteren Zinssenkung. ... mehr

Devisen - EUR/CHF: Gibt es eine Flucht in den Franken?

Dr. Detlef Rettinger - Forex - 23.06.2015
Die Griechenland-Krise hat sich in den letzten Wochen immer weiter zugespitzt. Inzwischen scheint eine Einigung beider Seiten zwar wieder wahrscheinlicher, aber sicher ist das keineswegs. Auch wenn es so schnell keinen Austritt Griechenlands aus dem Euro geben wird, eine faktische Pleite mit Kapitalverkehrskontrollen ist durchaus möglich. Das könnte den Euro mit in den Abwärtsstrudel reißen. Hat es aber in den letzten Wochen nicht. im Gegenteil: Der Euro zeigte sich stärker, zumindest gegenüber dem US-Dollar. ... mehr

Devisen - EUR/USD: Trotz Grexit stabil!?

Dr. Detlef Rettinger - Forex - 16.06.2015
Das Drama um Griechenland spitzt sich immer weiter zu. Die Euroländer stellen inzwischen einen Notfallplan mit Kapitalverkehrskontrollen für den Fall der Zahlungsunfähigkeit Athens auf. Wahrscheinlich wird es auch am Donnerstag beim Treffen der EU-Finanzminister keine Lösung geben. Achten Sie auf die Sitzung der US-Notenbank am Mittwoch! An den Börsen geht es wegen dieser Unsicherheit wieder kräftig nach unten, der Euro aber zeigt sich gegenüber dem US-Dollar erstaunlich stabil. ... mehr

Devisen - EUR/USD: Jetzt short gehen?

Dr. Detlef Rettinger - Forex - 11.06.2015
Der Euro war in den letzten Wochen wieder gefragt – der Griechenlandkrise zum Trotz. Der Grund: Es gab überraschend gute Konjunkturdaten aus der Eurozone und vor allem einen Anstieg der Inflationsrate. Damit scheint die Gefahr einer Deflation in Europa vom Tisch. An den Märkten hat dies deutliche Spuren hinterlassen: So ist die Umlaufrendite am deutschen Rentenmarkt von ihrem Tief bei praktisch null Prozent wieder auf 0,80 Prozent gestiegen. Höhere Zinsen machen den Euro attraktiver. ... mehr

Devisen - EUR/NZD: Abwertung des Neuseeländischen Dollars als Chance

Dr. Detlef Rettinger - Forex - 05.06.2015
An den Märkten haben die Spekulationen zugenommen, dass die US-Notenbank Fed in den nächsten Monaten, wahrscheinlich im September, den Leitzins anhebt. Besonders stark stand der US-Dollar in den letzten Wochen aber nicht etwa gegenüber dem Euro unter Aufwertungsdruck, sondern gegenüber den „kleinen Dollars“ aus Australien, Kanada und Neuseeland. Da mischen sich mehrere Effekte: Viele Anleger lösen wegen der Aussicht auf eine Zinserhöhung in den USA offenbar spekulative Positionen in den immer noch höher verzinsten kleinen Dollars auf. ... mehr

Devisen - EUR/USD: Absturz nach US-Arbeitsmarktdaten?

Dr. Detlef Rettinger - Forex - 02.06.2015
Nicht Griechenland, sondern die Frage, ob und wann die US-Notenbank den Leitzins anhebt, ist derzeit das wichtigste Thema am internationalen Devisenmarkt. Die Konjunkturdaten aus den USA fielen zuletzt zwar gemischt aus, dennoch hat sich das Pendel wieder in Richtung „baldige Zinserhöhung“ bewegt. Mit klaren Folgen am Devisenmarkt: EUR/USD fiel nach seiner Kurserholung bis auf fast 1,1500 USD wieder deutlich zurück, ebenso GBP/USD. US-Konjunktur bleibt auf Kurs Gegenüber dem Yen stieg der Dollar sogar auf den höchsten Stand seit 2002 und auch gegenüber den meisten anderen Währungen legte die US-Währung zu. ... mehr

Devisen - EUR/USD: Jetzt auf Kursrückgang setzen?

Dr. Detlef Rettinger - Forex - 27.05.2015
Im ersten Quartal ging noch die Mehrheit der Experten davon aus, dass die US-Notenbank Fed im Herbst die Zinswende einleitet. Das hat sich in den letzten Monaten geändert. Überraschend schwache Wirtschaftsdaten aus den USA haben bei Vielen Zweifel daran geweckt, dass die Fed bald auf die Bremse treten könnte. Dazu kam die Konjunkturerholung in der Eurozone, die nicht wenige Akteure an den Märkten überraschte. Beides zusammen führte dazu, dass sich EUR/USD kräftig erholen konnte. Von seinem Tief bei etwa 1,0500 USD stieg der Wechselkurs Mitte Mai bis knapp 1,1500 USD. ... mehr

Devisen - GBP/USD: Geht die Pfund-Rallye weiter?

Dr. Detlef Rettinger - Forex - 20.05.2015
Die Wähler in Großbritannien haben am 7. Mai allen Prognose-Instituten eine lange Nase gedreht und die konservative Regierung von David Cameron im Amt bestätigt. Erwartet wurde eigentlich eine politische Pattsituation, eine lange Hängepartie und große Unsicherheit. Das drückte vor der Wahl auf den Kurs der britischen Währung und sorgte anschließend für eine spektakuläre Erleichterungsrallye. GBP/USD stieg auf den höchsten Stand seit November 2014. Aber wie ist das einzuordnen? Als vorübergehende Reaktion auf die Wahl, eine Übertreibung also? Oder geht die Rallye weiter? ... mehr

Bund-Future: Kernschmelze am Anleihemarkt?

Dr. Detlef Rettinger - Bonds - 12.05.2015
Der Bund-Future erlebte in den letzten 14 Tagen einen der größten Abstürze in seiner Geschichte. Und natürlich nicht nur der Bund-Future, sondern der Anleihemarkt in Deutschland insgesamt. Auch in anderen Ländern gaben die Kurse kräftig nach. Viele hatten schon lange davor gewarnt, dass es am Anleihemarkt eine Preisblase gibt. Immerhin hatte der Bund-Future mit 160 Punkten ein Niveau erreicht, dass einer durchschnittlichen (!) Anleiherendite von null Prozent entspricht. Das konnte natürlich nicht ewig gut gehen. Aber warum kam der Absturz gerade jetzt und warum in diesem Tempo und so stark? ... mehr

Devisen - Pfund: Absturz nach der Wahl am 7. Mai?

Dr. Detlef Rettinger - Forex - 05.05.2015
In Europa wird vor allem über den Grexit diskutiert, dabei wäre ein Austritt Großbritanniens aus der EU („Brexit“) die viel größere Gefahr. Die Wahl zum Unterhaus am 7. Mai könnte eine politische Konstellation bringen, in der dies wahrscheinlicher wird. So erhält die europakritische Ukip immer mehr Zulauf und Premierminister Cameron hat angekündigt, im Falle eines Wahlsiegs der Konservativen ein Referendum über den Verbleib in der EU abzuhalten. Eine Absicht gegen die wirtschaftliche Vernunft, so scheint es. ... mehr

Devisen - EUR/USD: Die Woche der Entscheidung!?

Dr. Detlef Rettinger - Forex - 27.04.2015
Seit sage und schreibe sieben Wochen bewegt sich EUR/USD nun mehr oder weniger seitwärts. Das Jahrestief des Wechselkurses datiert von Mitte März. Dabei spricht fundamental eigentlich alles für einen stärkeren US-Dollar und damit für einen Kursrückgang von EUR/USD: In den USA steht in den nächsten Monaten eine Zinserhöhung bevor (wahrscheinlich im September) und die EZB pumpt über den Kauf von Anleihen Liquidität in die Märkte. Kurz gesagt, wird das Angebot an Dollar dadurch knapper, während es auf der anderen Seite eine regelrechte Euro-Schwemme gibt. ... mehr

Devisen - Steht der Goldpreis vor einer Erholung?

Dr. Detlef Rettinger - Commodities - 22.04.2015
Die Schwäche des Goldpreises seit dem Allzeithoch im Jahr 2011 hat vor allem einen Grund: Angesichts der Rallye an den Aktienmärkten gibt es attraktivere Anlagemöglichkeiten als Gold. Zudem ist die Wahrscheinlichkeit für einen Kollaps des Finanzsystems gesunken – zumindest auf Sicht der nächsten Jahre. Seit Ende 2014 gibt es aber eine charttechnische Bodenbildung bei Gold, die in eine Kurserholung münden könnte. Gibt es dafür auch fundamentale Argumente? Leider müssen wir die Hoffnung der Gold-Bullen etwas dämpfen: Für eine echte Goldrallye fehlen (noch) die Voraussetzungen. ... mehr

Devisen - EUR/CAD: Erholung beim Ölpreis gibt dem Kanada-Dollar Auftrieb

Dr. Detlef Rettinger - Forex - 14.04.2015
Die kanadische Wirtschaft ist derzeit hin und her gerissen: Auf der einen Seite gibt es positive Impulse durch die Konjunkturerholung beim Nachbarn USA, dem bei weitem größten Handelspartner. Auf der anderen Seite drückt der Einbruch beim Ölpreis mächtig auf die Stimmung. Die Ölbranche ist sehr wichtig für Kanadas Wirtschaft. Allerdings verursacht die Ausbeutung der Ölsand-Vorkommen hohe Kosten, weshalb die kanadischen Unternehmen einer der größten Verlierer des stark gesunkenen Ölpreises sind. Die letzten Konjunkturdaten aus Kanada waren dementsprechend eher enttäuschend. ... mehr

Devisen - EUR/USD auf dem Weg zu 1,00 USD?

Dr. Detlef Rettinger - Forex - 11.04.2015
Die US-Wirtschaft lief im ersten Quartal nicht gut. Ein ums andere Mal enttäuschten die Konjunkturdaten. Auch die am 3. April veröffentlichten Arbeitsmarktdaten waren deutlich schlechter als erwartet. Die Konjunkturschwäche nahm den Aufwertungsdruck vom US-Dollar und EUR/USD erholte sich vor Ostern sogar über die Marke von 1,10 USD. Doch diese Erholung war nicht von Dauer, EUR/USD stürzte in den letzten Tagen wieder ab und nähert sich dem Tief bei 1,0470 USD von Mitte März. ... mehr

Devisen - Dänische Krone: Verliert die Notenbank den Kampf gegen die Aufwertung?

Dr. Detlef Rettinger - Forex - 20.03.2015
Mitte Januar gab die Schweiz überraschend die Wechselkursuntergrenze von 1,20 für EUR/CHF auf und löste damit eine lange nicht mehr erlebte Erschütterung am Devisenmarkt aus. Nichts schien mehr sicher und so wurde rasch darauf spekuliert, dass auch Dänemark dazu gezwungen sein könnte, die Wechselkursbindung zum Euro aufzugeben. Es gab massive Kapitalzuflüsse von Großanlegern und Spekulanten, die vor der zu erwartenden Abwertung des Euro in einen sicheren Hafen fliehen wollten. Dazu kommt das bei den Notenbanken unbeliebte „vagabundierende“ kurzfristige Kapital, das inzwischen nur nach Konten ohne Strafzinsen sucht. ... mehr

Devisen - EUR/USD: Achten Sie auf die Fed-Sitzung am Mittwoch!

Dr. Detlef Rettinger - Forex - 16.03.2015
In dieser Woche stehen insgesamt nur relativ wenige Konjunkturdaten zur Veröffentlichung an. Einzig in den USA werden eine Reihe wichtiger Zahlen veröffentlicht und am Mittwochabend wird Janet Yellen das Ergebnis der Sitzung der US-Notenbank bekannt geben. Am Devisenmarkt wird daher voraussichtlich der US-Dollar im Mittelpunkt stehen. Es ist zu erwarten, dass die US-Notenbanker die nächste Stufe zur Vorbereitung der ersten Zinserhöhung zünden. Das dürfte geschehen, indem aus dem Statement nach der Sitzung die Formulierung „die Notenbank kann sich bei der Normalisierung der Geldpolitik in Geduld üben“ gestrichen wird. ... mehr

Devisen - EUR/USD: Absturz ins Bodenlose?

Dr. Detlef Rettinger - Forex - 11.03.2015
Mit dem Start der Anleihekäufe durch die Europäische Zentralbank am 9. März hat sich der Absturz des Euro weiter beschleunigt. EUR/USD visiert die Marke von 1,0500 USD an und die „Parität“ von 1,00 USD ist keine Utopie mehr. Die Erklärung dafür: Die EZB pumpt Liquidität in die Märkte, die aber in der Eurozone nicht genügend Anlagemöglichkeiten findet. Daher fließt ein großer Teil des Kapitals ins Ausland und drückt dadurch auf den Wechselkurs des Euro. Von der europäischen Notenbank ist das durchaus so gewünscht, denn ein schwacher Euro wirkt sich stützend auf die Konjunktur aus. ... mehr

Gold: Ist dies eine Einstiegschance oder geht es weiter abwärts?

Dr. Detlef Rettinger - Commodities - 06.03.2015
Da kamen die Goldhändler in China gerade noch rechtzeitig von den Feierlichkeiten zum chinesischen Neujahr zurück, wie es scheint. Denn nachdem der Goldpreis kurzzeitig unter die Marke von 1.200 USD abgerutscht war, rettete er sich wieder über diese Marke. Und zwar auch dank der Nachfrage aus China, dem inzwischen noch vor Indien wichtigsten Abnehmerland für Gold. Allerdings bewegen solche Dinge nur kurzfristig den Goldpreis, für den mittel- und langfristigen Trend spielen andere Faktoren eine Rolle. Entscheidend für die Entwicklung des Goldpreises sind derzeit die Zinsentwicklung in den USA sowie der Kurs des US-Dollars. ... mehr

Devisen - EUR/USD: Kommt es diese Woche zum Ausbruch?

Dr. Detlef Rettinger - Forex - 02.03.2015
In der letzten Woche gab es einiges Hin und Her bei EUR/USD. Zuerst lieferte US-Notenbankchefin Yellen in ihrer Rede vor dem Kongress Hinweise, dass die Zinserhöhung eher später als früher kommt. Der Dollar kam daraufhin etwas unter Druck, EUR/USD stieg an. Doch an den folgenden Tagen wurden starke Konjunkturdaten aus den USA veröffentlicht, die den „Zins-Falken“ Munition lieferten und das Pendel wieder in Richtung einer baldigen Zinsanhebung verschoben. Der Dollar kam wieder unter Aufwertungsdruck und EUR/USD fiel deutlich zurück. Der Wechselkurs erreichte mit 1,1160 USD den tiefsten Stand seit Ende Januar: Das Jahrestief von 1,1100 USD ist nicht mehr weit entfernt. ... mehr

Devisen - Schweden-Krone: Der Abwertungswettlauf eskaliert!

Dr. Detlef Rettinger - Forex - 24.02.2015
Die Theorie besagt, dass Notenbanken eine verlässliche und vorhersagbare Politik betreiben sollten. Das schafft stabile Rahmenbedingungen für alle Akteure in einer Volkswirtschaft und erhöht die Wirksamkeit der Geldpolitik. Diese Doktrin scheint aber immer weniger zu gelten: Viele Notenbanken unternahmen in den letzten Monaten Schritte, die von der Mehrheit der Marktteilnehmer nicht erwartet wurden. Die Aufhebung der Wechselkursuntergrenze für EUR/CHF durch die Schweizer Notenbank Mitte Januar ist dafür nur das gravierendste Beispiel. In der letzten Woche hat auch die Schwedische Riksbank überraschend den Leitzins ins Negative abgesenkt und Anleihekäufe im Stil der EZB angekündigt. ... mehr

Devisen - USD/CHF: Interventionen der Schweizer Notenbank sorgen für Kursanstieg!

Dr. Detlef Rettinger - Forex - 20.02.2015
Mit der Preisgabe der Untergrenze für den Wechselkurs des Euro zum Franken Mitte Januar schien die Schweizerische Notenbank den Kampf am Devisenmarkt einzustellen. Weit gefehlt! Die Notenbanker greifen lediglich zu anderen Instrumenten. Zum einen wird der Kapitalzufluss in die Schweiz durch Negativ-Zinsen gebremst, zum anderen wird weiterhin direkt am Devisenmarkt interveniert. Dabei werden nicht nur Euro gekauft, sondern auch US-Dollar. Diese Strategie ist offenbar erfolgreich. ... mehr

Devisen - Chinesischer Yuan vor einer Abwertung!?

Dr. Detlef Rettinger - Forex - 15.02.2015
Angesichts der Themen Schweizer Franken, EZB-Geldschwemme und Griechenland traten die jüngsten Entwicklungen in China am Devisenmarkt etwas in den Hintergrund. Dabei haben diese ebenfalls durchaus das Potenzial, die Märkte in den nächsten Monaten zu bewegen. Die chinesische Notenbank hat vor einer Woche den Mindestreservesatz für die Banken von 20 auf 19,5 Prozent gesenkt. Die Mindestreserve ist der Anteil an den Kundeneinlagen, den die Banken bei der Notenbank zur Sicherheit hinterlegen müssen. Eine geringere Mindestreserve erhöht die Fähigkeit der Banken zur Kreditvergabe. ... mehr

Devisen - EUR/USD: Kommt nun eine kräftige Kurserholung?

Dr. Detlef Rettinger - Forex - 11.02.2015
Der Wechselkurs des Euro zum US-Dollar hat sich seit dem Absturz bis auf 1,11 USD Ende Januar stabilisiert. Es gab sogar zwei – allerdings erfolglose – Anläufe, den Widerstand bei 1,1500 USD zu überwinden. Beigetragen zu dieser Kursstabilisierung hat zum einen die begründete Hoffnung auf eine Konjunkturerholung in der Eurozone. So überraschten sogar die Sorgenkinder Frankreich und Italien zuletzt mit guten Zahlen zur Industrieproduktion. Natürlich sind keine Wunderdinge zu erwarten, aber die Konjunkturdaten zeigen seit langem wieder einmal nach oben. ... mehr

Devisen - US-Dollar: Geht die Aufwertung weiter?

Dr. Detlef Rettinger - Forex - 06.02.2015
Der US-Dollar kann eigentlich nur weiter steigen. Wohin man auch schaut, welche Kommentare man auch liest, es gibt kaum jemanden, der anderer Meinung ist. Die Erklärung ist einfach: Die US-Notenbank Fed dürfte in diesem Jahr die erste Leitzinserhöhung seit 2008 durchsetzen, während die meisten anderen Notenbanken die Geldpolitik lockern. Und das betrifft keineswegs nur die EZB und die Bank of Japan, sondern auch die Notenbanken vieler kleinerer Länder. Viele Profi-Anleger setzen schon voll auf den US-Dollar. ... mehr

Devisen - EUR/PLN: Jetzt auf den Zloty setzen?

Dr. Detlef Rettinger - Forex - 30.01.2015
Das Anleihekaufprogramm der EZB kommt indirekt auch den EU-Staaten in Osteuropa zugute. Polen, Ungarn und Tschechien haben zwar (noch) nicht den Euro, sind aber wirtschaftlich und geldpolitisch eng mit der Eurozone verflochten. Die Wechselkurse zum Euro schwanken nicht allzu stark. Die zusätzlichen Euro werden daher z.B. auch nach Polen fließen und dort das Risiko einer Deflation abmildern. Und die ist tatsächlich ein ernstes Problem: Die Inflationsrate ist im Dezember auf minus 1,0 Prozent gefallen! Sollte die expansive Geldpolitik wirken und das Wachstum in der Eurozone zunehmen, dann würde davon auch die polnische Wirtschaft profitieren. ... mehr

Devisen - EUR/USD: Absturz ohne Ende?

Dr. Detlef Rettinger - Forex - 23.01.2015
Wie heißt es so schön an den Märkten: Die Europäische Zentralbank hat „geliefert“. Sie mögen jetzt denken: „Aber ich habe doch gar nichts bestellt?“. Doch das interessiert die Notenbanker wenig. Mario Draghi hat in den letzten Monaten an den Märkten die Erwartungen über ein großes Programm zum Kauf von Anleihen geschürt und diese Erwartungen sogar übererfüllt. Vor allem die zeitliche Unbegrenztheit war eine Überraschung. Damit hat er aus den Erfahrungen der US-Notenbank gelernt: Wenn man schon zu einem solchen Mittel greift, dann sollte man es an möglichst wenig Bedingungen knüpfen. Man kann Draghi sicher vieles vorwerfen, Halbherzigkeit gehört nicht dazu. ... mehr

Erdöl: Jetzt auf eine Preiserholung setzen?

Dr. Detlef Rettinger - Commodities - 17.01.2015
In der zweiten Dezemberhälfte sah es so aus, als würde sich der Ölpreis stabilisieren. Doch zu Anfang des neuen Jahres war es damit wieder vorbei und die Notierung der Nordseesorte Brent fiel auf den niedrigsten Stand seit dem Jahr 2010. Inzwischen kostet ein Barrel Rohöl nur noch ein Drittel so viel wie im Boomjahr 2008. An den Märkten sorgt vor allem das Tempo des Preissturzes für Verunsicherung: Noch vor drei Monaten war Öl doppelt so teuer. ... mehr

Devisen - EUR/USD: Wo erwarten die Profis den Wechselkurs Ende 2015?

Dr. Detlef Rettinger - Forex - 09.01.2015
Die meisten Experten erwarteten für 2014 einen Kursrückgang von EUR/USD – und sie behielten Recht. Allerdings wurde die Stärke des Rückgangs deutlich unterschätzt. Das lag in erster Linie an der Konjunkturschwäche in der Eurozone und den weiteren expansiven Maßnahmen der europäischen Zentralbank. Auch für 2015 hat EZB-Chef Mario Draghi energische Aktionen angekündigt, um der Gefahr einer Deflation entgegenzuwirken. Kein Wunder also, dass nach Bloomberg 44 von 59 Devisenanalysten auch für 2015 einen Rückgang bei EUR/USD erwarten. ... mehr

Devisen - EUR/USD: Sturz ins Bodenlose

Dr. Detlef Rettinger - Forex - 07.01.2015
Der Euro hatte einen sehr schwachen Jahresstart! Dafür ist auch die unsichere politische Lage in Athen verantwortlich. Plötzlich scheint wieder ein Austritt Griechenlands aus der Eurozone eine reale Möglichkeit – mit unabsehbaren Folgen für den gesamten Währungsraum. Doch ich denke, hier wird mal wieder heißer gekocht als gegessen. Mit einer echten neuen Eskalation der Eurokrise rechne ich nicht. Allerdings wird die Verunsicherung bis zu den Wahlen in Griechenland am 25. Januar anhalten und das wird weiter auf den Euro drücken. ... mehr

Devisenmarkt: Was bringt das Jahr 2015?

Dr. Detlef Rettinger - Forex - 30.12.2014
Der US-Dollar machte 2014 die Musik und wertete gegenüber so gut wie allen Währungen weltweit auf, und zwar teilweise sehr kräftig. Diese Tendenz wird voraussichtlich auch 2015 anhalten, denn die US-Notenbank wird erstmals seit 2008 den Leitzins anheben. Das steigende Zinsniveau macht den Greenback attraktiver und sorgt gleichzeitig dafür, dass andernorts die Liquidität knapp werden könnte. Erste Zinserhöhung der US-Notenbank im März? Offen ist aber, wann genau die US-Notenbank den Leitzins anhebt und wie schnell die Erhöhungsschritte aufeinanderfolgen. ... mehr

Devisen - Droht 2015 eine Finanzkrise in den Schwellenländern?

Dr. Detlef Rettinger - Forex - 19.12.2014
Die Aufwertung des US-Dollars war in den letzten Wochen DAS Thema am Devisenmarkt. Daran wird sich vermutlich auch 2015 nichts ändern, denn die Stärke der Konjunktur wird die US-Notenbank früher oder später zu Zinserhöhungen zwingen. Die Dollaraufwertung hat schon jetzt große Folgen, 2015 könnte sie aber für eine echte Krise sorgen – es wäre nicht das erste Mal. Dollarschulden werden zum Bumerang Viele Schwellenländer haben Kredite in US-Dollar (Greenback) aufgenommen. Der Grund: Die Zinsen sind deutlich niedriger als bei Anleihen in der eigenen Währung. ... mehr

Devisen - Setzt sich der Absturz des Australischen Dollar fort?

Dr. Detlef Rettinger - Forex - 12.12.2014
Das Umfeld für den Australischen Dollar hat sich zuletzt weiter verschlechtert und der Wechselkurs zum US-Dollar fiel auf den tiefsten Stand seit vier Jahren. Die Notenbank beließ zwar bei ihrer Sitzung am 2. Dezember den Leitzins bei 2,50 Prozent, aber die Spekulationen nehmen zu, dass es 2015 eine weitere Zinssenkung geben könnte. Nach den Analysten der Deutschen Bank rechnen nun auch die Experten von Goldman Sachs mit einer Reduzierung des Leitzinses auf 2,00 Prozent. Hauptgrund für die Probleme Australiens ist die fortgesetzte Schwäche am Rohstoffmarkt. Der Preis für Eisenerz, das 20 Prozent der Exporterlöse Australiens ausmacht, ist 2014 um 40 Prozent eingebrochen. ... mehr

Devsien - USD/JPY: Auf stärkere Korrektur setzen?

Dr. Detlef Rettinger - Forex - 10.12.2014
Seit Mitte Oktober stieg USD/JPY von 106 auf fast 122 Yen. Diese enorme Rallye ist in den letzten Tagen ins Stocken gekommen, was die Möglichkeit einer stärkeren Korrektur mit sich bringt. Bisher sind vor allem Gewinnmitnahmen für den Kursrückgang verantwortlich, denn im Vorfeld der Sitzung der US-Notenbank am 17.12. will kaum jemand ein großes Risiko eingehen, Niemand will auf dem falschen Fuß erwischt werden, schon gar nicht vor den Weihnachtsferien. Es ist daher kein Zufall, dass die Gewinnmitnahmen an den Aktienmärkten mit denen bei USD/JPY zusammentreffen. Die Konjunkturdaten aus Japan beeinflussen den Wechselkurs USD/JPY dagegen derzeit kaum, denn dieser wird vor allem von der Aussicht auf eine Zinserhöhung in den USA im Jahr 2015 und der anhaltend expansiven Geldpolitik der Bank of Japan nach oben getrieben. ... mehr

Rohöl: Geht der Preissturz weiter?

Dr. Detlef Rettinger - Commodities - 06.12.2014
Die letzten Wochen haben es wieder einmal gezeigt: Rohstoffe sind vor allem eines, nämlich ein riesiges Geschäft und ein Machtfaktor. Die OPEC hat nicht die Absicht, den Fall des Ölpreises aufzuhalten. Allerdings nicht, um in Treue zu ihrem Verbündeten USA dem russischen Bären zu schaden, sondern um der unliebsamen Konkurrenz in Nordamerika den Hahn abzudrehen. Denn dort wird zumeist zu höheren Kosten produziert als in den Golfstaaten. Langfristig wird das den Ölpreis stützen und die Marktstellung Saudi-Arabiens stärken. Sie dürfen nicht vergessen: Die Zyklen am Rohstoffmarkt dauern sehr, sehr lange. ... mehr

Devisen - EUR/USD: Ausverkauf nach der EZB-Sitzung?

Dr. Detlef Rettinger - Forex - 03.12.2014
Der Vorsitzende der Europäischen Zentralbank Mario Draghi ließ in den letzten Wochen nichts unversucht, um die Märkte von seiner Entschlossenheit zu überzeugen. Die Notenbank wird seiner Aussage nach die Gefahr einer Deflation mit aller Macht bekämpfen. Dafür wird – so wie es im Moment aussieht – eine Ausweitung der Anleihekäufe nötig sein. Vermutlich wird die EZB im kommenden Jahr auch Staatsanleihen kaufen. Viele Anleger erwarten von der Sitzung der EZB am Donnerstag und der anschließenden Pressekonferenz weitere Hinweise in dieser Richtung. ... mehr

Devisen - EUR/ZAR: Vorsicht beim Südafrikanischen Rand!

Dr. Detlef Rettinger - Forex - 28.11.2014
An den internationalen Finanzmärkten gab es einige Sorgen, der neue Vorsitzende der südafrikanischen Notenbank SARB könnte einen weichen Kurs fahren und den Leitzins senken. Doch Lesetja Kganyago ließ in der ersten Sitzung unter seiner Leitung am 20. November den Zins unverändert bei 5,75 Prozent. Angesichts einer Inflationsrate, die bei knapp sechs Prozent liegt und in den nächsten Monaten weiter steigen dürfte, blieb ihm auch kaum etwas anderes übrig. Südafrikas Wirtschaft in der Abwärtsspirale Doch optimistisch für Südafrikas Wirtschaft zu sein, fällt derzeit sehr schwer. ... mehr

Devisen - EUR/RUB: Steht der Rubel vor einer Erholung?

Dr. Detlef Rettinger - Forex - 21.11.2014
Die russische Notenbank (CBR) hat das einzig Richtige getan, sie hat den Kampf gegen die Abwertung des Rubels aufgegeben. Schon seit dem Jahr 2008 überlässt die CBR den Rubel-Wechselkurs in zunehmendem Maß den Marktkräften, die Währung durfte in einem Wechselkursband „floaten“. Vor wenigen Tagen hat die CBR den Wechselkurs vollkommen freigegeben. Das ist eine ungewöhnliche Reaktion in einem Land, das sonst eher auf Kontrolle der Marktkräfte setzt. Doch die Maßnahme war aus der Not geboren: Zuerst die Ukraine-Krise und dann der Rückgang beim Ölpreis haben den Rubel abstürzen lassen. EUR/RUB stieg nach dem Bruch des Widerstands bei 50 RUB rasch bis fast auf 60 RUB an. ... mehr

Devisen - USD/JPY: Japans Premier pokert und der Yen fällt!

Dr. Detlef Rettinger - Forex - 19.11.2014
Es hatte sich schon angekündigt und ist nun sicher: Japans Premierminister Shinzo Abe will das Parlament auflösen und am 14. Dezember neu wählen lassen – zwei Jahre früher als eigentlich geplant. Was wie eine Niederlage aussieht, will Abe in einen Sieg ummünzen: Er hofft darauf, wegen der Zerstrittenheit der Opposition die Wahlen klar zu gewinnen und dadurch mehr Rückhalt für energische Reformen zu bekommen. Das ist ein Pokerspiel, aber Japans Premierminister hat dafür gute Karten. Echte Reformen würden die Märkte natürlich freuen – vor allem wenn zudem die expansive Geldpolitik fortgesetzt wird. ... mehr

Steht Gold vor einer neuen Rallye?

Dr. Detlef Rettinger - Commodities - 15.11.2014
Am 30. November gibt es in der Schweiz eine Volksabstimmung über die Goldbestände der Notenbank SNB. Den Initiatoren der Abstimmung ist es ein Dorn im Auge, dass die SNB immer mehr „Papierwährungen“ wie den Euro in ihre Bilanz aufnimmt. Das ist zwangsläufig die Folge, wenn die Notenbanker wie in den letzten Jahren den Franken vor einer zu starken Aufwertung schützen wollen. Abgestimmt wird unter anderem darüber, ob die SNB verpflichtet sein soll, 20 Prozent ihrer Reserven in Gold zu halten. Aktuell würde das bedeuten, dass die SNB 1.500 Tonnen Gold kaufen müsste – etwa in diesem Umfang hat sie von 2.000 bis 2009 Gold verkauft. ... mehr

Devisen - GBP/USD: Wichtige Unterstützung gebrochen!

Dr. Detlef Rettinger - Forex - 12.11.2014
Vor wenigen Monaten galt es noch als wahrscheinlich, dass die Bank of England schon Anfang 2015 den Leitzins anhebt – möglicherweise noch vor der US-Notenbank. Das erwartet inzwischen kaum noch jemand. Die meisten setzen darauf, dass es Ende 2015 die erste Leitzinserhöhung gibt. Der am Mittwoch veröffentliche Inflationsbericht der Bank of England bestätigt diese Einschätzung: Die Wachstumsprognosen und die Inflationserwartungen für die nächsten beiden Jahre wurden nach unten korrigiert. Notenbankchef Carney macht dafür vor allem die schwächelnde Weltwirtschaft und die Stagnation in der Eurozone verantwortlich. ... mehr

Devisen - Fällt der Australische Dollar weiter?

Dr. Detlef Rettinger - Forex - 08.11.2014
Die australische Wirtschaft kämpft seit einiger Zeit mit einer großen Herausforderung: Dem Einbruch im gesamtwirtschaftlich so wichtigen Bergbausektor. Der teils starke Rückgang der Rohstoffpreise und die nachlassende Nachfrage aus China haben dem Boom in dieser Branche ein Ende gesetzt. Und Besserung ist bislang nicht in Sicht: In den letzten Tagen fiel der Preis für Eisenerz, einem der wichtigsten Exportprodukte Australiens, auf den tiefsten Stand seit fünf Jahren. Nun versuchen die Wirtschaftspolitiker einen Umbau zu einer breiter aufgestellten Ökonomie mit einer größeren Bedeutung des verarbeitenden Gewerbes und der Inlandsnachfrage zu bewerkstelligen. ... mehr

Devisen - USD/JPY: Jetzt noch auf die Rallye aufspringen?

Dr. Detlef Rettinger - Forex - 05.11.2014
Vor ein paar Wochen äußerten sich Japans Offizielle noch etwas besorgt über die Schwäche des Yens. Offenbar schienen sowohl der Notenbank als auch der Regierung die Abwertung zu schnell vonstatten zu gehen. Am Devisenmarkt nutzten das viele Akteure, um bei ihren Yen-Short-Positionen Gewinne mitzunehmen; der Wechselkurs USD/JPY fiel Mitte Oktober von 110 auf 105 Yen zurück. Doch frei nach dem Motto: Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern, schüttete heute der Chef der Bank of Japan Haruhiko Kuroda weiteres Öl ins Feuer der galoppierenden Abwertung: Er sagte, dass es für die Notenbank keine Grenzen im Kampf gegen die Deflation gäbe. Die überraschende Ausweitung der monatlichen Anleihekäufe am vergangenen Freitag muss also nicht das Ende der Fahnenstange sein. USD/JPY stieg daraufhin auf den höchsten Stand seit 2007 – beflügelt auch von der aktuellen Stärke des US-Dollars. ... mehr

Devisen - Ist die Dollar-Rallye noch zu stoppen?

Dr. Detlef Rettinger - Forex - 02.11.2014
Der US-Dollar ist so gefragt wie seit vielen Jahren nicht mehr. Ab Mitte Juli startete der Dollarindex eine Rallye, die den Index auf den höchsten Stand seit dem Jahr 2010 brachte. Der Dollarindex misst die Kursentwicklung des US-Dollars gegenüber den Währungen von sechs der wichtigsten Handelspartner. Allein der Euro macht 58 Prozent des Index aus, der Rest entfällt auf den Yen, das Pfund, den Kanada-Dollar, die Schweden-Krone und den Franken. Grund für den Aufwertungsdruck auf den Greenback ist vor allem die Aussicht, dass die US-Notenbank Fed im kommenden Jahr erstmals seit 2008 den Leitzins anhebt. Nach der Fed-Sitzung am Mittwoch haben diese Spekulationen nochmals deutlichen Auftrieb bekommen. ... mehr

Devisen - EUR/JPY: Jetzt auf einen Kursrückgang setzen?

Dr. Detlef Rettinger - Forex - 24.10.2014
Die Situation beim Yen ähnelt der beim Euro: Die Bank of Japan tritt voll aufs Gas, um die Wirtschaft aus ihrer Phase der Deflation und Stagnation zu ziehen. Im Gegensatz zur Eurozone als Ganzes (Budgetsaldo 2014 voraussichtlich -2,7%) nimmt die Regierung in Tokio auch hohe Haushaltsdefizite von etwa acht Prozent des BIPs in Kauf, um die Notenbank mit einer expansiven Fiskalpolitik zu unterstützen. Wie Sie sich denken können, ist das eine hochriskante Politik, denn wenn die Konjunktur nicht in Schwung kommt und die Steuereinnahmen nicht sprudeln, dann wächst der sowieso schon enorme Schuldenberg von fast 250 Prozent des BIPs weiter. ... mehr

Devisen - GBP/USD: Einstiegschance nach Test wichtiger Unterstützung?

Dr. Detlef Rettinger - Forex - 22.10.2014
Die Konjunkturschwäche in der Eurozone wirkt sich auch auf die britische Wirtschaft aus – so sehen das jedenfalls die Notenbanker von der Bank of England. Das am Mittwoch veröffentlichte Protokoll der letzten Sitzung brachte das an den Tag. Nur zwei der neun Zentralbankratsmitglieder votierten für eine Zinserhöhung. Das Risiko einer Konjunkturabkühlung dürfte die Bank of England dazu bringen, den Zeitpunkt der Zinswende nach hinten zu verschieben. Für das Pfund ist das negativ, wurde der Kurs doch bis Juli von den Spekulationen über eine baldige Zinsanhebung stark nach oben getrieben. Allerdings hat GBP/USD in den letzten Monaten bereits deutlich nachgegeben und es ist fraglich, ob der Abwärtsdruck sich fortsetzt. Denn: Auch die US-Notenbank könnte den Zeitpunkt der ersten Zinserhöhung nach hinten verschieben. ... mehr

Devisen - EUR/USD: Fällt der Euro auf einen Kurs von 1,00 USD?

Dr. Detlef Rettinger - Forex - 20.10.2014
Die Devisenexperten kommen in letzter Zeit gar nicht hinterher damit, ihre Prognosen für EUR/USD abzusenken. Die Analysten von Goldman Sachs kürzten ihre Vorhersage einfach mal um 20 Prozent und sagen nun bis 2017 einen Wechselkurs von 1,00 USD voraus, sprich die Parität zwischen Euro und US-Dollar. Und George Saravelos, der Devisenstratege der Deutschen Bank, die immerhin der zweitgrößte Devisenhändler der Welt ist, erwartet sogar einen Kursrückgang auf 0,95 USD. Das würde einer Euro-Abwertung von mehr als 25 Prozent entsprechen. Und Saravelos prägte gleich noch einen neuen Begriff: „Euroglut“, sprich Euroschwemme. ... mehr

Devisen - EUR/USD: Kurserholung trotz schwacher Zahlen aus Europa?

Dr. Detlef Rettinger - Forex - 15.10.2014
Nach den schwachen Zahlen zur Industrieproduktion in Deutschland enttäuschte zu Wochenbeginn auch der Index der ZEW-Konjunkturerwartungen. Das entfachte die Furcht vor einer Rezession beim bisherigen Wachstumsmotor der Eurozone erneut und drückte auf den Wechselkurs des Euros – allerdings nicht besonders stark, denn anscheinend ist viel davon schon in den Kursen eingepreist. Konjunkturell deutlich besser stehen allerdings die USA da und das erklärt den starken Kursrückgang von EUR/USD in den letzten Wochen. Seit dem Test der Unterstützung bei 1,2500 USD am 3. Oktober ist dieser Kursrückgang aber bereits zum Halten gekommen, seitdem gibt es eine Seitwärtsbewegung, während der der Wechselkurs fast wieder bis auf 1,2800 USD stieg. Der Grund dafür: ... mehr

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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